
Albanien fördert Gesetzgebung für medizinisches Cannabis im Exportmarkt
Albanien fördert das Gesetz zur Produktion von medizinischem Cannabis und zielt auf den Exportmarkt mit strengen Vorschriften und Lizenzierungskriterien ab
Key Points
- 1Albanien entwirft Gesetz für medizinisches Cannabis im Exportmarkt
- 2Neue Agentur zur Überwachung der Cannabisproduktion und Compliance
- 3Strenge Lizenzierungskriterien begünstigen internationale Unternehmen
- 4Nationaler Anbau auf 150 Hektar begrenzt
- 5Gesetz zielt darauf ab, die Wirtschaft zu stärken, stellt jedoch Herausforderungen für lokale Firmen dar
Albanien schreitet mit den Plänen voran, die Produktion von medizinischem Cannabis für den Export zu legalisieren, nach einem Referendum unter der Leitung von Premierminister Edi Rama. Die Regierung hat zügig eine Gesetzgebung entworfen, um den Anbau, die Verarbeitung und den Export von Cannabis für medizinische und industrielle Zwecke zu regeln. Diese gesetzgeberische Initiative stellt einen bedeutenden Schritt im Engagement Albaniens mit dem globalen Cannabis-Markt dar
Das neu entworfene Gesetz skizziert umfassende Richtlinien für die Cannabis-Industrie, einschließlich der Einrichtung einer Nationalen Agentur für die Kontrolle und Überwachung des Cannabis-Anbaus und der Verarbeitung. Diese Agentur, die unter dem Gesundheitsministerium operiert, wird den gesamten Produktionsprozess überwachen und die Einhaltung strenger regulatorischer Standards sicherstellen. Die Gesetzgebung legt auch ein nationales Anbau-Limit von 150 Hektar für medizinisches Cannabis fest, wobei individuelle Lizenzen Flächen zwischen 5 und 10 Hektar abdecken
Die Lizenzierungskriterien sind streng und erfordern von den Unternehmen, dass sie über vorherige Erfahrungen in der Cannabis-Industrie und eine substanzielle finanzielle Grundlage verfügen. Konkret müssen die Unternehmen ein Mindestkapital von 100 Millionen ALL nachweisen und eine GMP-Zertifizierung von der Europäischen Arzneimittel-Agentur oder der U.S. FDA besitzen. Darüber hinaus muss der Mehrheitsaktionär eine Vorgeschichte im Cannabis-Sektor innerhalb eines OECD-Mitgliedslandes haben, was eine erhebliche Hürde für lokale albanische Firmen darstellt
Das Gesetz verlangt außerdem, dass Unternehmen detaillierte Pläne vorlegen, die Anbaumodelle, Sicherheitsmaßnahmen und Beschäftigungszusagen abdecken. Jede lizenzierte Einheit muss mindestens 15 Personen beschäftigen und sich Inspektionen durch die Sicherheitsbehörden unterziehen. Nach drei Jahren Betrieb sind die Unternehmen verpflichtet, eine jährliche Gebühr von 1,5 % ihres Umsatzes zu zahlen, jedoch nicht weniger als 10 Millionen ALL, was eine finanzielle Verpflichtung zu den betrieblichen Anforderungen hinzufügt
Während die Gesetzgebung darauf abzielt, Albanien als bedeutenden Akteur im Exportmarkt für medizinisches Cannabis zu positionieren, wirft sie Bedenken hinsichtlich der lokalen Teilnahme aufgrund der strengen Anforderungen auf. Der Fokus auf internationale Unternehmen mit bestehender Cannabis-Expertise könnte die Möglichkeiten für inländische Unternehmen einschränken. Dennoch könnte die Initiative das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen, sofern die Herausforderungen im Zusammenhang mit Lizenzierung und Compliance angegangen werden