
Alicante präsentiert Entwurf zur Regulierung von Cannabis-Clubs trotz Widerstand
Die vorgeschlagenen Regelungen für Cannabis-Clubs in Alicante stoßen auf Widerstand von Verbänden wegen strenger Compliance-Maßnahmen und hoher Geldstrafen
Key Points
- 1Alicante schlägt Entwurf zur Regulierung von Cannabis-Clubs vor
- 2Verbände kritisieren den Entwurf wegen strenger Maßnahmen
- 3Regelungen beinhalten Geldstrafen von bis zu 300.000 € bei Nichteinhaltung
- 4Clubs müssen Standortgenehmigung einholen und Zugang beschränken
- 5Entwurf könnte nach Widerstand Änderungen erfahren
Der Stadtrat von Alicante hat eine Entwurfverordnung zur Regulierung von Cannabis-Clubs eingeführt, die erhebliche Kritik von lokalen Verbänden ausgelöst hat. Die vorgeschlagene Regelung umfasst strenge Maßnahmen wie die verpflichtende Einhaltung eines Verhaltenskodex, dessen Verletzung mit Geldstrafen von bis zu 300.000 € geahndet werden kann. Diese Initiative ist Teil der Bemühungen des Rates, ein kontrolliertes Umfeld für den Cannabiskonsum innerhalb der Stadtgrenzen zu schaffen
Zu den zentralen Elementen des Entwurfs gehört die Anforderung, dass Cannabis-Clubs die Genehmigung des Stadtplanungsamtes für ihren Standort einholen müssen. Darüber hinaus müssen die Clubs ein Zugangskontrollsystem implementieren, um den Zutritt von Minderjährigen zu verhindern, und sich an eingeschränkte Öffnungszeiten halten, die spätestens um 22 Uhr enden. Die Verordnung verbietet auch den Konsum anderer Substanzen, einschließlich Tabak und Alkohol, auf dem Clubgelände und untersagt jegliche Form von Unterhaltungs- oder Gastgewerbeaktivitäten
Weitere Bestimmungen verlangen, dass Cannabis-Clubs im Erdgeschoss angesiedelt sind und einen Mindestabstand von 300 Metern zu Gesundheits-, Bildungs-, Sport- und religiösen Einrichtungen einhalten. Der Rat hat zudem angeordnet, dass die Clubs mit angemessenen Belüftungssystemen ausgestattet sein müssen. Regelmäßige Inspektionen sind geplant, um die Einhaltung dieser Vorschriften sicherzustellen, so El Mundo
Trotz der Absichten des Rates sieht sich der Entwurf Widerstand von Verbraucherverbänden gegenüber, die ihre Unzufriedenheit in einem formellen Manifest zum Ausdruck gebracht haben. Diese Gruppen argumentieren, dass die vorgeschlagenen Regeln übermäßig restriktiv sind und den Betrieb von Cannabis-Clubs behindern könnten. Da der Entwurf noch Änderungen unterliegt, sind laufende Diskussionen zwischen dem Rat und den Verbänden zu erwarten, um eine einvernehmliche Lösung zu finden