
Amsterdam erwägt Verbot für ausländische Touristen in Cannabis-Coffeeshops
Amsterdam erwägt ein Verbot für ausländische Touristen in Cannabis-Coffeeshops, um den Drogentourismus einzudämmen und sich an nationale Richtlinien anzupassen
Key Points
- 1Amsterdam plant ein Verbot für ausländische Touristen in Cannabis-Coffeeshops
- 2Die Initiative zielt darauf ab, den Drogentourismus und seine negativen Auswirkungen zu reduzieren
- 3Lokale Cannabis-Händler warnen vor erhöhten Risiken des Straßenhandels
- 4Der Tourismus könnte erheblich zurückgehen, wenn das Verbot umgesetzt wird
- 5Die Genehmigung des Stadtrats ist erforderlich, damit der Vorschlag voranschreiten kann
Die Beamten von Amsterdam ziehen eine bedeutende politische Wende in Betracht, die den Zugang zu den berühmten Cannabis-Coffeeshops der Stadt nur für niederländische Einwohner einschränken würde. Dieser Vorschlag, unterstützt von Bürgermeisterin Femke Halsema, zielt darauf ab, den Zustrom von Drogentouristen, insbesondere im geschäftigen Rotlichtviertel der Hauptstadt, zu verringern. Der Schritt bringt Amsterdam in Einklang mit dem Rest der Niederlande, wo der Eintritt in Coffeeshops auf Einheimische beschränkt ist
Der Vorstoß für diese Änderung resultiert aus Bedenken über die negativen Auswirkungen des Drogentourismus auf die lokale Gemeinschaft in Amsterdam. Bürgermeisterin Halsema stellte fest, dass ein erheblicher Teil der Coffeeshops der Stadt junge Touristen anzieht, die oft Störungen verursachen. Da fast ein Drittel der Coffeeshops des Landes in Amsterdam liegt, ist dies zu einem bedeutenden Problem für die Stadt geworden, die stattdessen den kulturellen Tourismus fördern möchte
Der Vorschlag stößt jedoch auf Widerstand von der Vereinigung der Cannabis-Händler in Amsterdam. Sprecher Joachim Helms argumentiert, dass ein Verbot für Touristen in Coffeeshops unbeabsichtigt den Drogenhandel auf der Straße erhöhen könnte. Er warnt, dass Touristen, die entschlossen sind, Cannabis zu konsumieren, sich an illegale Straßenhändler wenden könnten, was potenziell die Sicherheitsbedenken in der Öffentlichkeit verschärfen würde
Forschungen unterstützen die potenziellen Auswirkungen eines solchen Verbots auf den Tourismus. Eine Studie hat gezeigt, dass ein erheblicher Prozentsatz von Touristen aus dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Frankreich Amsterdam meiden könnte, wenn der Zugang zu Cannabis eingeschränkt würde. Darüber hinaus könnte die Stadt bis 2025 eine Reduzierung der Coffeeshops von 166 auf 73 erleben, um nur den lokalen Bedarf zu decken. Der Stadtrat muss den Vorschlag noch genehmigen, und die Diskussionen sind im Gange