
Amsterdam setzt Rauchverbot für Cannabis im Rotlichtviertel durch
Amsterdam setzt ein Rauchverbot für Cannabis im Rotlichtviertel durch, um die Lebensqualität zu verbessern und tourismusbedingte Störungen einzudämmen
Key Points
- 1Amsterdam setzt Rauchverbot für Cannabis in den Straßen des Rotlichtviertels durch
- 2Das Verbot zielt darauf ab, Störungen durch Massentourismus zu reduzieren
- 3Verstöße werden mit einer Geldstrafe von 100 € für das Rauchen von Cannabis in öffentlichen Bereichen geahndet
- 4Coffeeshops erlauben weiterhin den Konsum von Cannabis in Innenräumen
- 5Der Stadtrat erwägt weitere Einschränkungen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit
Seit dem 25. Mai hat Amsterdam offiziell ein Verbot für das Rauchen von Cannabis in den Straßen seines ikonischen Rotlichtviertels durchgesetzt. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Initiative von Bürgermeisterin Femke Halsema, um das Gebiet lebenswerter für Anwohner und Beschäftigte zu gestalten. Das Verbot zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen des Massentourismus einzudämmen, der seit langem ein Problem im Viertel darstellt
Das Rotlichtviertel, bekannt für sein lebhaftes Nachtleben und seine historische Architektur, zieht jährlich Millionen von Touristen an. Der Zustrom von Besuchern hat jedoch zu vermehrten öffentlichen Störungen geführt, was die lokalen Behörden zum Handeln veranlasst hat. In der De Wallen-Gegend wurden Schilder aufgestellt, um die Öffentlichkeit über die neuen Vorschriften zu informieren, die eine Geldstrafe von 100 € für Verstöße beinhalten
Die Entscheidung, das Verbot einzuführen, wurde Anfang dieses Jahres vom Amsterdamer Stadtrat getroffen, der Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des übermäßigen Tourismus und des Substanzmissbrauchs äußerte. „Die Bewohner der Altstadt leiden stark unter dem Massentourismus und dem Missbrauch von Alkohol und Drogen auf den Straßen“, erklärte der Rat. Sie wiesen auch darauf hin, dass die Anwesenheit von Touristen oft Straßenhändler anzieht, was zur Kriminalität und Unsicherheit beiträgt
Das Verbot ist Teil einer größeren Strategie zur Reduzierung von Belästigungen im Viertel. Der Stadtrat erwägt auch zusätzliche Maßnahmen, wie die Einschränkung des Verkaufs von weichen Drogen zu bestimmten Zeiten und möglicherweise ein Rauchverbot auf Caféterrassen, falls sich die Situation nicht verbessert. Das ultimative Ziel ist es, eine sicherere und angenehmere Umgebung für Einheimische und Besucher zu schaffen
Für den Moment können Einzelpersonen weiterhin Cannabis innerhalb der Coffeeshops rauchen, die ein fester Bestandteil der kulturellen Landschaft Amsterdams bleiben. Diese Einrichtungen arbeiten weiterhin unter den bestehenden Vorschriften und erlauben den Konsum in Innenräumen. Die Stadt hofft, dass diese Maßnahmen ein Gleichgewicht zwischen der Erhaltung der einzigartigen Anziehungskraft Amsterdams und der Berücksichtigung der Anliegen ihrer Bewohner schaffen werden