
Bericht zur Hanfindustrie hebt Wachstumschancen und Herausforderungen in Australien und Neuseeland hervor
Ein neuer Bericht des Australian Hemp Council und der New Zealand Hemp Industries Association skizziert die Herausforderungen und Wachstumschancen in der Hanfindustrie in beiden Ländern
Key Points
- 1Der Bericht identifiziert wichtige Wachstumssektoren wie Bau, Faser und Lebensmittel
- 2Regulatorische und infrastrukturelle Herausforderungen sind bedeutende Hürden für die Branche
- 3Über 60 % der Befragten sehen starkes Marktinteresse an Hanfbauprodukten
- 4Koordinierte Entwicklung ist entscheidend für die Erreichung kommerzieller Skalierung im Hanf
- 5Der Bericht hebt das Potenzial für Australien und Neuseeland hervor, in der Innovation von Naturfasern führend zu sein
Der Australian Hemp Council (AHC) und die New Zealand Hemp Industries Association (NZHIA) haben einen umfassenden Bericht veröffentlicht, der sowohl das Potenzial als auch die Hürden der Industriehanfbranche in ihren jeweiligen Ländern detailliert darstellt. Der am 9. Dezember 2025 veröffentlichte Australia & New Zealand Industrial Hemp Report erhält Unterstützung von internationalen Organisationen und unterstreicht das globale Interesse an der Hanfindustrie der Region. Der Bericht identifiziert wichtige Wachstumssektoren wie Bau, Faser und Lebensmittel und weist gleichzeitig auf regulatorische und infrastrukturelle Herausforderungen hin
Bernard Thomson, Geschäftsführer des AHC, betonte die Notwendigkeit einer koordinierten Entwicklung, um die Branche kommerziell zu skalieren. "Die Grundlagen sind vorhanden, und der Schwung ist real", erklärte er und hob die Bereitschaft des Sektors zur Expansion hervor. Der Bericht ist Teil eines umfassenderen Bemühens, die Branche auf einer globalen Bühne zu präsentieren, wie in einer Pressemitteilung der NZHIA im Oktober erläutert wurde. Er enthält Einblicke von verschiedenen Interessengruppen, darunter Landwirte, Verarbeiter und Investoren, die an einer detaillierten Umfrage teilgenommen haben
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass über 60 % der Befragten Hanfbauprodukte als den stärksten Marktinteresse ansehen. Dies wird durch die Erwartungen an ein moderates Wachstum in den nächsten drei bis fünf Jahren unterstützt. Ernesto Valenzuela, Senior Lecturer für Agrarökonomie an der La Trobe University, stellte die Bereitschaft der Hanfbeton-Technologie zur Expansion fest und betonte die Notwendigkeit von Standardisierung und nationaler Konsistenz, um wirtschaftliche und ökologische Vorteile zu maximieren
Die Infrastruktur, insbesondere in den Bereichen Dekortikation, Faserverarbeitung und Lagerung, wird als kritischer Bereich hervorgehoben, der einer Entwicklung bedarf. Julio Mancuso Tradenta, ein weiterer Wissenschaftler von der La Trobe Business School, wies darauf hin, dass der Fortschritt von koordinierten Anstrengungen zwischen Regierungen, Forschern und Akteuren der Industrie abhängt, um Standards und integrierte Lieferketten zu etablieren. Frühere Berichte von Valenzuela und Tradenta haben bereits das transformative Potenzial von Hanfbetonplatten im nachhaltigen Bauwesen detailliert beschrieben
In Neuseeland sieht sich die Hanfindustrie mit eigenen Herausforderungen konfrontiert, hauptsächlich regulatorischen Komplexitäten und Lizenzverzögerungen. Richard Barge, Vorsitzender der NZHIA, bemerkte den Wandel der Branche von der Aspiration zur praktischen Entwicklung, insbesondere im Bereich Faser und regionale Verarbeitung. Das zukünftige Wachstum des Hanfmarktes in beiden Ländern wird laut dem Bericht von vorhersehbaren Vorschriften, zuverlässiger Verarbeitungskapazität und konsistenten Produktspezifikationen abhängen. Guy Wills, CEO von Rubisco und Autor des Vorworts des Berichts, sieht dies als einen entscheidenden Moment für die Region, da Australien und Neuseeland in der Innovation von Naturfasern führend sein könnten