
Bundesdaten zeigen, dass der Marihuanakonsum bei Teenagern trotz Legalisierung weiter zurückgeht
Bundesumfragedaten zeigen, dass der Marihuanakonsum bei Teenagern zurückgeht, während immer mehr Bundesstaaten Cannabis für Erwachsene legalisieren
Key Points
- 1Der Marihuanakonsum bei Teenagern geht trotz zunehmender Legalisierung zurück
- 2Die Umfrage Monitoring the Future zeigt historische Tiefststände beim Cannabisgebrauch unter Teenagern
- 3NORML betont die Sicherheit des regulierten Zugangs zu Cannabis
- 4Der gesamte Substanzkonsum bei Teenagern liegt auf historischen Tiefstständen, nicht nur beim Marihuana
Aktuelle Bundesdaten zeigen, dass der Marihuanakonsum bei Teenagern zurückgeht, was dem weit verbreiteten Glauben widerspricht, dass die Legalisierung zu einem erhöhten Konsum unter Jugendlichen führen würde. Laut einer vom Bund finanzierten Umfrage der Universität von Michigan hat der Marihuanakonsum unter Teenagern historische Tiefststände erreicht, während immer mehr Bundesstaaten Cannabis für den Erwachsenenverbrauch legalisieren
Die Umfrage Monitoring the Future, eine bedeutende Bundesstudie, die von den National Institutes of Health finanziert wird, hat seit 2012 einen stetigen Rückgang des Marihuanakonsums unter 8., 10. und 12. Klässlern dokumentiert. Dieser Zeitraum fällt mit dem Aufstieg der staatlich regulierten Märkte für Cannabis zum Erwachsenenverbrauch zusammen. Besonders bemerkenswert ist, dass der Konsum im vergangenen Monat unter Teenagern je nach Klassenstufe um 25 % bis 45 % gesunken ist, was einen anhaltenden Abwärtstrend zeigt
Nora D. Volkow, Direktorin des National Institute on Drug Abuse, erkannte den positiven Trend an und betonte die Bedeutung einer fortgesetzten Überwachung. In der Zwischenzeit hob Paul Armentano, stellvertretender Direktor von NORML, hervor, dass die Daten sensationelle Behauptungen, die eine Verbindung zwischen Legalisierung und erhöhtem Teenagerkonsum herstellen, untergraben und die Gesetzgeber über die Sicherheit und Wirksamkeit des regulierten Zugangs zu Cannabis beruhigen
Die Ergebnisse der Umfrage stimmen mit Forschungen aus angesehenen Fachzeitschriften wie JAMA Psychiatry überein, die ebenfalls keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Legalisierung und erhöhtem Marihuanakonsum bei Jugendlichen berichten. Darüber hinaus spiegelt die Daten einen breiteren Rückgang des Substanzkonsums unter Teenagern wider, wobei der Konsum von Alkohol, Nikotin und anderen illegalen Drogen auf historischen Tiefstständen liegt. Dieser Trend, der teilweise auf pandemiebedingte Veränderungen im Sozialverhalten zurückzuführen ist, deutet darauf hin, dass die Legalisierung den allgemeinen Rückgang des Substanzkonsums nicht gestört hat