
Bundesverbot für Hanf steht vor Durchsetzungsherausforderungen vor der Umsetzung 2026
Ein neuer Bericht des Congressional Research Service stellt die Fähigkeit der Bundesregierung in Frage, ein für 2026 geplantes Hanfverbot durchzusetzen, und hebt potenzielle Ressourcen- und Klarheitsprobleme hervor
Key Points
- 1CRS-Bericht hinterfragt die Durchsetzungskapazität für das Hanfverbot 2026
- 2Neue Definition begrenzt Hanf nach Gesamt-THC, was viele Produkte betrifft
- 3Bundesbehörden könnten Ressourcen für umfassende Durchsetzung fehlen
- 4Bundesstaaten entwickeln unabhängige Vorschriften, was Konflikte mit dem Bund riskieren könnte
- 5Befürworter fordern, Cannabis aus dem Controlled Substances Act zu entfernen
Die jüngste Analyse des Congressional Research Service (CRS) hat erhebliche Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Bundesregierung aufgeworfen, ein neues Hanfverbot durchzusetzen, das im November 2026 in Kraft treten soll. Der am 3. Dezember veröffentlichte Bericht hebt das Fehlen der notwendigen Infrastruktur und Klarheit hervor, um das Verbot effektiv umzusetzen. Diese Situation ergibt sich aus der Entscheidung des Kongresses, Hanf während einer Haushaltsverhandlungsphase neu zu definieren, was viele in Washington dazu bringt, die Durchsetzbarkeit eines solchen Verbots ohne angemessene Vorbereitung in Frage zu stellen
Das Farm Bill von 2018 hatte ursprünglich den rechtlichen Status von Hanf festgelegt, indem es ihn hauptsächlich durch den Gehalt an Delta-9-THC definierte. Die neue Gesetzgebung führt jedoch eine strengere Definition ein, die Hanf nach dem gesamten THC-Gehalt auf einer Trockenmassebasis begrenzt. Produkte, die mehr als 0,3 % Gesamt-THC enthalten, werden gemäß dem Controlled Substances Act als Marihuana eingestuft. Darüber hinaus sind Verbraucherprodukte auf 0,4 Milligramm Gesamt-THC pro Behälter begrenzt, und synthetische Cannabinoide wie Delta 8 und Delta 10 sind von der Definition des legalen Hanfs ausgeschlossen
Das CRS-Memo unterstreicht das Durchsetzungsdilemma und weist darauf hin, dass Bundesbehörden wie das Justizministerium (DOJ) und die Drug Enforcement Administration (DEA) möglicherweise nicht über die Ressourcen verfügen, um die neuen Regeln umfassend durchzusetzen. Historisch gesehen hat das DOJ einen zurückhaltenden Ansatz bei der Durchsetzung von Marihuana verfolgt und sich auf die staatlichen Vorschriften verlassen. Dieses Präzedenzfall deutet darauf hin, dass ein ähnliches Muster bei den neuen Hanfbeschränkungen entstehen könnte, was möglicherweise Millionen von Produkten und Unternehmen in einem rechtlichen Schwebezustand belässt
Die Bundesstaaten haben bereits begonnen, auf die bundesstaatlichen Änderungen zu reagieren, wobei einige ihre Absicht signalisiert haben, berauschenden Hanf unabhängig zu regulieren. Bundesstaaten wie Texas, Kentucky und Minnesota entwickeln ihre eigenen regulatorischen Rahmenbedingungen, was potenziell zu Konflikten mit dem Bundesrecht führen könnte. Florida hat ebenfalls ein strenges Regulierungssystem für Hanfextrakte etabliert, während Texas die Legalität für berauschenden Hanf aufrechterhält, was die Grundlage für einen möglichen Konflikt zwischen staatlichen und bundesstaatlichen Zuständigkeiten schafft
Die weitreichenden Implikationen dieser legislativen Änderung sind erheblich und betreffen den zwischenstaatlichen Handel, das Bankwesen und Markenfragen. Der CRS-Bericht äußert keine Meinung, sondern legt die Fakten dar und weist auf eine komplexe Landschaft hin, in der Bundes- und Landesgesetze kollidieren könnten. Die Hanfindustrie, die unter dem Farm Bill von 2018 florierte, sieht sich nun mit Unsicherheiten konfrontiert, da viele Produkte möglicherweise als kontrollierte Substanzen neu klassifiziert werden
Befürworter argumentieren, dass die Verwirrung rund um die Hanf- und Cannabisregulierung die Notwendigkeit unterstreicht, Cannabis vollständig aus dem Controlled Substances Act zu entfernen. Diese Perspektive legt nahe, dass Cannabis eher wie ein Nutraceutical behandelt werden sollte, was seiner tatsächlichen Verwendung entspricht, anstatt als pharmazeutisches Produkt. Das CRS-Memo schließt mit der Erinnerung an den Kongress an seine Aufsichtspflicht und betont, dass die Entscheidungen, die die Bundesbehörden im kommenden Jahr treffen, erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft der Hanfregulierung haben werden