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Cannabis bietet einen Weg zu emotionalem Bewusstsein inmitten moderner Überlastung
High TimesEmotional Zombies: How Weed Can Teach Us to Feel (Again)

Cannabis bietet einen Weg zu emotionalem Bewusstsein inmitten moderner Überlastung

Cannabis kann Menschen helfen, sich wieder mit ihren Emotionen zu verbinden, indem es die Introspektion erleichtert, sollte jedoch die Strategien zur emotionalen Regulierung ergänzen und nicht ersetzen

Key Points

  • 1Das moderne Leben führt aufgrund digitaler Überlastung zu emotionaler Entfremdung
  • 2Cannabis kann das emotionale Bewusstsein durch Modulation des Endocannabinoid-Systems unterstützen
  • 3Niedrige Dosen von Cannabis können helfen, Hypervigilanz und mentale Unruhe zu reduzieren
  • 4Cannabis sollte die emotionale Regulierung ergänzen und nicht ersetzen
  • 5Introspektive Praktiken sind entscheidend für die emotionale Reconnection

In einer Ära, die von ständigem digitalem Engagement und unermüdlichem Multitasking geprägt ist, empfinden viele Menschen eine emotionale Entfremdung. Der überwältigende Zustrom an sensorischen Reizen von Bildschirmen und gesellschaftlichen Anforderungen an Hyperproduktivität hat zu einer Abkopplung von grundlegenden Emotionen geführt. Laut High Times wird diese emotionale Taubheit durch die Abhängigkeit des Gehirns von externen Reizen für Dopaminspitzen verstärkt, was den Fokus nach außen verschiebt und die Introspektion unterdrückt

Dr. Ángeles García Vara, eine Psychiaterin mit Fachkenntnissen in medizinischem Cannabis, hebt die stille Ansammlung emotionaler Vermeidung hervor. Diese Vermeidung äußert sich, wie sie erklärt, in verschiedenen physischen und psychologischen Symptomen wie Schlaflosigkeit, chronischer Anspannung und emotionaler Stumpfheit. Der gesellschaftliche Druck, Leistung zu erbringen, führt oft zu einer Unterdrückung von Emotionen, was zu einem Kreislauf führt, in dem vermiedene Emotionen mit größerer Intensität zurückkehren und die psychische Gesundheit sowie zwischenmenschliche Beziehungen beeinträchtigen

Cannabis kann laut García Vara eine Rolle dabei spielen, emotionales Bewusstsein zu fördern, indem es das Endocannabinoid-System moduliert. Diese Modulation hilft, Hypervigilanz und mentale Unruhe zu reduzieren, sodass Individuen innehalten und introspektiv werden können. Die Wirksamkeit von Cannabis in dieser Hinsicht ist jedoch sehr individuell und hängt von Dosierung, Verabreichungsmethode und den Absichten des Nutzers ab. García Vara empfiehlt niedrige Dosen oder Mikrodosierung, um den Cannabiskonsum auf die Bedürfnisse jeder Person abzustimmen

Trotz seiner potenziellen Vorteile ist Cannabis keine universelle Lösung. García Vara warnt vor der Anwendung bei Personen, die bereits durch digitale Überstimulation taub geworden sind, da dies die Dopaminspiegel weiter senken und die emotionale Entkopplung verstärken könnte. Sie betont, dass Cannabis die emotionale Regulierung ergänzen und nicht ersetzen sollte, und warnt vor dem Risiko psychologischer Abhängigkeit, wenn es als primärer Bewältigungsmechanismus für schwierige Emotionen verwendet wird

Der Weg zur emotionalen Reconnection erfordert mehr als nur Cannabis. Es bedarf eines bewussten Engagements mit Emotionen, unterstützt durch andere introspektive Praktiken wie Therapie, Tagebuchführung und Atemübungen. García Vara schlägt vor, dass Cannabis in Mikrodosen helfen kann, die Wachsamkeit zu verringern und die Introspektion zu erleichtern, es sollte jedoch Teil einer umfassenderen Strategie sein, um emotionale Vitalität und Präsenz zurückzugewinnen

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