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Cannabis-Mythos entlarvt: Keine rechtliche Immunität für das Rauchen in Wahlkabinen
High TimesDid Someone Really Smoke Weed In a Voting Booth and Get Away With It?

Cannabis-Mythos entlarvt: Keine rechtliche Immunität für das Rauchen in Wahlkabinen

Der Mythos des Rauchens von Cannabis in Wahlkabinen ohne rechtliche Konsequenzen wird entlarvt, basiert auf missverstandenen Landesgesetzen und nicht auf bundesstaatlichen Schutzmaßnahmen

Key Points

  • 1Kein Bundesgesetz erlaubt das Rauchen von Cannabis in Wahlkabinen
  • 2Landesgesetze boten begrenzten Schutz vor zivilrechtlichen Festnahmen, nicht für kriminelle Handlungen
  • 3Anekdoten von Personen wie Joe Pipe und Ben Masel befeuern den Mythos
  • 4Wahllokale sind sensible Bereiche mit Ermessensspielraum der Strafverfolgung
  • 5Kulturelle Narrative spiegeln den historischen Cannabisgebrauch und die rechtliche Evolution wider

Der Mythos, dass man in einer Wahlkabine Cannabis rauchen kann, ohne rechtliche Konsequenzen zu befürchten, kursiert seit Jahren, hat jedoch keine Grundlage im Bundesrecht. Diese anhaltende Legende legt nahe, dass Wahllokale als vorübergehende Zufluchtsorte vor Festnahmen fungieren, eine Vorstellung, die sowohl verlockend als auch irreführend ist. Während bestimmte Landesgesetze historisch gesehen begrenzte Schutzmaßnahmen vor zivilrechtlichen Festnahmen am Wahltag boten, erstreckten sie sich niemals auf kriminelle Aktivitäten wie das Rauchen von Cannabis

Das Missverständnis rührt wahrscheinlich von landesverfassungsmäßigen Bestimmungen her, die Wähler vor Festnahmen wegen zivilrechtlicher Angelegenheiten schützten. Staaten wie South Carolina und Texas haben Formulierungen in ihre Verfassungen aufgenommen, um Wählerintimidierung durch zivilrechtliche Festnahmen zu verhindern. Diese Schutzmaßnahmen schlossen jedoch ausdrücklich kriminelle Handlungen aus, einschließlich Störungen des Friedens, die von den Gerichten weit ausgelegt wurden, um jegliches kriminelles Verhalten abzudecken

Bemerkenswerterweise haben Anekdoten von Personen wie Joe Pipe und Aktivist Ben Masel diesen Mythos befeuert. Pipe behauptet, 1972 während der Stimmabgabe diskret Cannabis geraucht zu haben, und Masel zündete 1976 berühmt einen Joint in einer Wahlkabine in Wisconsin an. Diese Geschichten, obwohl sie keine rechtliche Grundlage haben, sind Teil des kulturellen Narrativs rund um Cannabis und Wahlrechte geworden und heben Akte des zivilen Ungehorsams hervor, anstatt rechtliche Schlupflöcher zu zeigen

In der Praxis werden Wahllokale als sensible Räume betrachtet, in denen die Strafverfolgungsbehörden Ermessensspielräume nutzen, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, anstatt bei geringfügigen Verstößen Festnahmen vorzunehmen. Dieser Ansatz hat zur Persistenz des Mythos beigetragen, da die Durchsetzung oft die Integrität des Wahlprozesses über die strikte Einhaltung des Rechts stellt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es eine rechtliche Immunität für kriminelle Handlungen innerhalb von Wahlstationen gibt

Die Beständigkeit des Mythos unterstreicht die kulturellen Spannungen und den historischen Kontext des Cannabisgebrauchs in öffentlichen Räumen. Sie spiegelt eine Zeit wider, in der Cannabisbenutzer gesellschaftliche Grenzen mit Kreativität und Vorsicht navigierten. Während diese Erzählungen den Geist vergangener Epochen einfangen, sollten sie nicht als rechtliche Verteidigungen missverstanden werden. Vielmehr dienen sie als Erinnerungen an die kulturelle und rechtliche Evolution rund um Cannabis und Bürgerrechte

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