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Cannabisverpackungen unter Beobachtung aufgrund von Schimmelpräventionsansprüchen
MJBizDailyCannabis packaging companies scrutinized over mold claims

Cannabisverpackungen unter Beobachtung aufgrund von Schimmelpräventionsansprüchen

Cannabisverpackungsunternehmen sehen sich verstärkter Überprüfung ihrer Schimmelpräventionsansprüche gegenüber, da die Aufsichtsbehörden die Einhaltung der bundesstaatlichen Richtlinien nach Produktrückrufen durchsetzen

Key Points

  • 1Aufsichtsbehörden überprüfen Cannabisverpackungsansprüche zur Schimmelprävention
  • 2Grove Bags sah sich rechtlichen Herausforderungen aufgrund seiner TerpLoc-Produkte in Washington und Colorado gegenüber
  • 3Produkte, die Schimmelprävention behaupten, müssen bei der EPA registriert sein
  • 4Bundesvorschriften beeinflussen Cannabisunternehmen trotz des bundesstaatlichen Verbots
  • 5Branchenspezialisten betonen die Notwendigkeit wissenschaftlicher Validierung von Marketingansprüchen

Die staatlichen Aufsichtsbehörden verstärken ihre Überprüfung von Cannabisverpackungsunternehmen nach nicht verifizierten Behauptungen, dass bestimmte Verpackungen Schimmel verhindern können. Diese erhöhte regulatorische Kontrolle erfolgt nach einer Reihe von Produktrückrufen in mindestens sieben Bundesstaaten, in denen Schimmel in Cannabisprodukten entdeckt wurde, die zum Verkauf freigegeben waren. Der Fokus liegt nun auf der Wahrhaftigkeit der Verpackungsansprüche und der Zuverlässigkeit von Labortests sowie der regulatorischen Durchsetzung, um die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten

Die Kontroverse dreht sich um Grove Bags, ein führendes Unternehmen in der Cannabisverpackungsindustrie, das rechtlichen Herausforderungen aufgrund seiner TerpLoc-Produkte in Washington und Colorado gegenübersteht. Diese Produkte wurden mit Behauptungen über Schimmelprävention beworben, was zu regulatorischen Maßnahmen führte, die das Unternehmen zwangen, seine Verpackung zurückzuziehen und neu zu gestalten. Simon Knobel, CEO von Calyx Containers, hob die potenziellen rechtlichen Haftungen für Verpackungsunternehmen hervor, die ähnliche Ansprüche erheben, und betonte die Bedeutung des Verständnisses der regulatorischen Anforderungen

Daniel Schafer vom Landwirtschaftsministerium des Bundesstaates Washington (WSDA) wies darauf hin, dass Produkte, die behaupten, Schimmel zu verhindern, bei der US-Umweltschutzbehörde (EPA) registriert sein müssen. Die TerpLoc-Produkte von Grove Bags wurden als „falsch gekennzeichnet“ eingestuft, da sie keine EPA-Registrierung hatten, was zu einem Stopp ihrer Verteilung in Washington führte. Das Unternehmen reagierte, indem es die Ansprüche zur Schimmelprävention von seiner Verpackung und Website entfernte und die Notwendigkeit anerkannte, sich an strenge regulatorische Richtlinien zu halten

Diese Situation verdeutlicht die Komplexität der bundesstaatlichen Vorschriften, die Cannabisunternehmen betreffen, auch wenn Cannabis weiterhin auf Bundesebene verboten ist. Das Bundesgesetz über Insektizide, Fungizide und Rattengift (FIFRA) ermächtigt die EPA, die Einhaltung durchzusetzen, wenn Produkte gegen die Kennzeichnungsgesetze verstoßen. Unternehmen im Cannabissektor müssen diese bundesstaatlichen Anforderungen sorgfältig navigieren, insbesondere wenn sie Ansprüche über Schimmelresistenz oder -prävention erheben

Der Chief Financial Officer von Grove Bags, Dan Jaffe, erklärte, dass ihre Taschen zwar eine spezielle Kunststofffolie verwenden, die ähnlich wie die in der Lebensmittelindustrie verwendeten Folien ist, es jedoch nicht die Verpackung selbst ist, die Schimmel verhindert. Jaffe betonte, dass ordnungsgemäße Anbau- und Trocknungspraktiken entscheidend sind, um Schimmel zu verhindern, und dass die Verpackung des Unternehmens darauf ausgelegt ist, diese Prozesse zu unterstützen, anstatt sie zu ersetzen. Er wies auch darauf hin, dass Grove Bags Studien durchführt, um seine Ansprüche zu untermauern, wobei der Fokus auf Faktoren wie Feuchtigkeit und Cannabinoid-Retention liegt

Branchenspezialisten wie Darwin Millard von Cannabis Safety & Quality (CSQ) betonen die Bedeutung, Marketingansprüche mit wissenschaftlichen Studien zu untermauern. Millard stellte fest, dass die Cannabisindustrie oft Produkte auf den Markt bringt, ohne angemessene Sicherheitstests durchzuführen, was zu regulatorischen Problemen führen kann. Grove Bags strebt an, sicherzustellen, dass seine Ansprüche sowohl durch interne als auch durch externe Studien unterstützt werden, obwohl Jaffe zugab, dass die Schimmelprävention nicht speziell getestet wurde, was auf die Notwendigkeit einer rigoroseren Validierung hinweist

In Zukunft könnte die Cannabisverpackungsindustrie mit zunehmenden regulatorischen Herausforderungen konfrontiert werden, da die Behörden weiterhin Produktansprüche überprüfen. Unternehmen müssen in Forschung und Entwicklung investieren, um Ansprüche zu untermauern und potenzielle rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Während sich die Branche weiterentwickelt, wird die Einhaltung der bundesstaatlichen und staatlichen Vorschriften entscheidend sein, damit Unternehmen das Vertrauen der Verbraucher gewinnen und die Produktsicherheit gewährleisten können

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