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Chile startet erstes lokal entwickeltes cannabisbasiertes Medikament gegen chronische Schmerzen
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Chile startet erstes lokal entwickeltes cannabisbasiertes Medikament gegen chronische Schmerzen

Chile startet Cannabiol, sein erstes lokal entwickeltes cannabisbasiertes Medikament, und bietet neuen Hoffnung für Patienten mit chronischen Schmerzen

Key Points

  • 1Chile startet sein erstes lokal entwickeltes cannabisbasiertes Medikament, Cannabiol
  • 2Cannabiol ist in einer kommunalen Apotheke nördlich von Santiago erhältlich
  • 3Das Medikament ist für chronische Schmerzen aufgrund neurologischer Erkrankungen oder Krebs gedacht
  • 4Cannabiol wird von Knop Laboratories unter Verwendung von Cannabis von der Plantage der Fundación Daya produziert
  • 5Der chilenische Kongress debattiert über die Regulierung des Cannabisverbrauchs und des Eigenanbaus

In einer bedeutenden Entwicklung für die medizinische Cannabislandschaft Chiles wurde das erste im Land entwickelte cannabisbasierte Medikament, Cannabiol, eingeführt. Dieses neue Medikament ist jetzt in einer kommunalen Apotheke nördlich von Santiago erhältlich und bietet eine neue Option für Patienten, die an chronischen Schmerzen aufgrund neurologischer Erkrankungen oder Krebs leiden. Dies markiert einen entscheidenden Moment in Chiles Weg zur Akzeptanz von medizinischem Cannabis, nachdem 2015 medizinisches Cannabis legalisiert wurde

Cannabiol ist das Ergebnis der Bemühungen von Knop Laboratories, einem chilenischen Unternehmen, das sich auf Phytotherapie spezialisiert hat und eine Sondergenehmigung vom Instituto de Salud Pública (ISP) zur Verteilung des Medikaments erhalten hat. Zuvor war Chile auf importierte medizinische Cannabisprodukte angewiesen. Die Einführung von Cannabiol stellt einen Durchbruch in der lokalen Produktion dar, indem die eigenen Ressourcen und das Fachwissen des Landes genutzt werden

Das in Cannabiol verwendete Cannabis stammt von Tierra Santa, einer Plantage in Quinamávida, etwa 350 Kilometer südlich von Santiago. Diese Plantage wird von der Fundación Daya verwaltet, einer Organisation, die sich für die medizinische Nutzung von Cannabis einsetzt. Die Fundación Daya hat Partnerschaften mit 15 Gemeinden geschlossen, um das Medikament zu verteilen, sodass etwa 2.500 Personen Zugang zu dieser Behandlung erhalten können. Darüber hinaus haben sich 200 weitere Patienten registriert, um eine ISP-Genehmigung für Cannabiol zu erhalten

Trotz der Fortschritte im Bereich medizinisches Cannabis bleibt der Verkauf von Freizeit-Cannabis in Chile illegal, obwohl der private Konsum erlaubt ist. Der chilenische Kongress debattiert derzeit über Gesetze, die den Konsum und den Eigenanbau von Cannabis regulieren könnten, was die rechtlichen Rahmenbedingungen weiter verändern könnte. Diese laufende Debatte unterstreicht das komplexe regulatorische Umfeld rund um Cannabis in Chile

In der Zukunft könnte die Einführung von Cannabiol das Leben derjenigen, die an chronischen Schmerzen leiden, erheblich beeinflussen, da es eine erschwingliche Behandlungsoption zu einem Preis von 75 US-Dollar für eine 30-ml-Flasche bietet. Die Initiative hebt auch Chiles wachsende Fähigkeit hervor, eigene medizinische Cannabislösungen zu produzieren, was potenziell die Abhängigkeit von Importen verringern und das lokale Wirtschaftswachstum fördern könnte. Während das Land weiterhin seine Cannabisrichtlinien navigiert, könnte der Erfolg von Cannabiol den Weg für weitere Fortschritte in diesem Sektor ebnen

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