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Chilenischer Anti-Cannabis-Politiker Jaime Orpis sieht sich Korruptionsvorwürfen gegenüber
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Chilenischer Anti-Cannabis-Politiker Jaime Orpis sieht sich Korruptionsvorwürfen gegenüber

Der chilenische Politiker Jaime A. Orpis sieht sich Korruptionsvorwürfen gegenüber, die sein Image als Anti-Cannabis-Kämpfer mit Bestechungs- und Einflussnahmevorwürfen trüben

Key Points

  • 1Jaime A. Orpis Bouchon sieht sich Korruptionsvorwürfen in Chile gegenüber
  • 2Orpis war ein wichtiger Gegner der Legalisierung von Cannabis
  • 3Er soll Bestechungsgelder von dem Fischereikonzern Corpesca angenommen haben
  • 4Der Skandal stellt seinen Ruf als Hardliner der Drogenpolitik in Frage
  • 5Die Auswirkungen könnten Chiles politische und Drogenpolitiklandschaft beeinflussen

Jaime A. Orpis Bouchon, eine prominente Figur in Chiles Anti-Cannabis-Bewegung, ist in einen bedeutenden Korruptionsskandal verwickelt. Bekannt für seinen entschiedenen Widerstand gegen die Legalisierung von Cannabis, hat Orpis eine lange politische Karriere hinter sich, einschließlich Rollen als Abgeordneter und Senator. Seine Bemühungen waren entscheidend für den Erhalt des illegalen Status von Cannabis in Chile. Doch sein Ruf ist nun durch Vorwürfe von Bestechung, Geldwäsche und Betrug, insbesondere in Verbindung mit Corpesca, einem großen Fischereikonzern, getrübt worden

Orpis' politische Laufbahn begann in den späten 1980er Jahren, als er während Chiles Militärdiktatur Bürgermeister von San Joaquín war. Seine Amtszeit war geprägt von einer harten Haltung gegenüber Drogen, die er in seine legislativen Rollen übertrug. Als Senator war er ein wichtiger Befürworter strenger Drogen Gesetze, einschließlich des umstrittenen Ley 20.000, das die strafrechtlichen Maßnahmen gegen drogenbezogene Aktivitäten verstärkte. Orpis leitete auch Initiativen wie den gescheiterten Plan Frontera, der darauf abzielte, den Drogenhandel durch fortschrittliche Grenzkontrollen einzudämmen

Die Korruptionsvorwürfe gegen Orpis stammen aus seiner angeblichen Annahme von Bestechungsgeldern von Corpesca zwischen 2009 und 2013. Diese Zahlungen, die insgesamt etwa 377.000 Euro betrugen, wurden Berichten zufolge verwendet, um seine Wahlkampagne zu finanzieren und persönliche Schulden zu begleichen. Im Gegenzug wird Orpis beschuldigt, Gesetze zu manipulieren, um Corpesca zu begünstigen, insbesondere durch das chilenische Fischereigesetz, das großen Unternehmen auf Kosten kleinerer, handwerklicher Fischereien zugutekommt

Der Skandal hebt einen erheblichen Widerspruch in Orpis' öffentlichem Auftreten als Kämpfer gegen Drogen hervor, während er sich in korrupten Praktiken engagiert. Sein Engagement bei Corpesca untergräbt nicht nur seine Glaubwürdigkeit, sondern legt auch die breiteren Probleme des Einflusskaufs in der chilenischen Politik offen. Das Fischereigesetz, das unter dem Vorwurf der Bestechung verabschiedet wurde, wurde kritisiert, weil es die Übernutzung mariner Ressourcen fördert und Kleinbauern marginalisiert, was die wirtschaftlichen Ungleichheiten weiter verschärft

In der Zukunft könnten die Folgen von Orpis' rechtlichen Problemen weitreichende Auswirkungen auf Chiles politische Landschaft und seinen Ansatz zur Drogenpolitik haben. Der Fall unterstreicht die Notwendigkeit von Transparenz und Rechenschaftspflicht in der Regierungsführung, insbesondere in Bezug auf die Schnittstelle zwischen Politik und Unternehmensinteressen. Während die Ermittlungen fortgesetzt werden, könnte dies eine Neubewertung der Drogen Gesetze anstoßen und einen offeneren Dialog über die Regulierung von Cannabis in Chile fördern

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