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Chiles neue Präsidentschaft wirft Fragen zur Cannabis-Politik auf
High TimesChile at a Crossroads: What Does a Hard-Right Presidency Mean for the Future of Cannabis?

Chiles neue Präsidentschaft wirft Fragen zur Cannabis-Politik auf

Chiles Rechtsruck unter José Antonio Kast wirft Fragen zur Zukunft der Cannabis-Politik auf, während Aktivisten über mögliche Rückschläge besorgt sind

Key Points

  • 1José Antonio Kast als Präsident Chiles gewählt, was Bedenken zur Cannabis-Politik aufwirft
  • 2Kasts inkonsistente Cannabis-Haltung schafft Unsicherheit für zukünftige Regulierung
  • 3Cannabis in Kasts Wahlkampf nicht priorisiert, von Sicherheitsfokus überschattet
  • 4Legislative Vorschläge zur Entkriminalisierung stehen unter der aktuellen Verwaltung vor Herausforderungen
  • 5Aktivisten betonen die Notwendigkeit von Organisation und Advocacy zur Förderung der Cannabis-Rechte

Chile tritt mit der Wahl von José Antonio Kast zum Präsidenten in eine neue Ära ein, der Jeannette Jara mit 58 % der Stimmen besiegte. Dieser politische Rechtsruck wirft Fragen zur Zukunft der Cannabis-Regulierung im Land auf, ein Thema, das im Laufe der Jahre zwischen progressiven und konservativen Politiken pendelte

Kasts historische Haltung zu Cannabis war bemerkenswert inkonsistent. 2016 bezeichnete er die Legalisierung von Marihuana als potenzielle soziale Katastrophe, äußerte jedoch ein Jahr später bedingte Unterstützung für medizinisches Cannabis. Bis 2019 kehrte er zu einer strengen Haltung zurück und warnte vor den zerstörerischen Auswirkungen von Marihuana auf die Gesellschaft. Diese Inkonsistenz lässt viele Chilenen über die Zukunft der Cannabis-Politik unter seiner Führung im Unklaren

Während des Präsidentschaftswahlkampfs war Cannabis kein zentraler Punkt, da er von breiteren Themen wie Sicherheit und makroökonomischen Bedenken überschattet wurde. Aktivisten wie Muy Paola, Direktorin von Santiago Verde, äußern Bedenken, dass Cannabis-Nutzer und ihre Rechte unter Kasts Verwaltung nicht priorisiert werden. Bernardita Ruffinelli, eine chilenische Journalistin, weist darauf hin, dass Kasts Fokus auf dem großflächigen Drogenhandel darauf hindeutet, dass der alltägliche Cannabiskonsum wahrscheinlich nicht angesprochen wird

Die legislative Landschaft bleibt unklar, mit Vorschlägen wie dem Gesetz 17.568-11, das darauf abzielt, den persönlichen Besitz und Anbau von Cannabis zu entkriminalisieren. Die Aussichten für diese Initiativen scheinen jedoch unter dem aktuellen politischen Klima düster. Die Kongressabgeordnete Ana María Gazmuri hebt die Notwendigkeit von Gemeinschaftsdruck hervor, um die Cannabis-Rechte voranzutreiben, und weist darauf hin, dass frühere Regierungen nicht den notwendigen politischen Willen gezeigt haben, um voranzukommen

In die Zukunft blickend sieht sich die Cannabis-Community in Chile einem herausfordernden Umfeld gegenüber. Aktivisten wie Simón Espinosa betonen die Notwendigkeit strategischer Organisation und Druckausübung, um Cannabis-Themen auf der politischen Agenda zu halten. Trotz der Herausforderungen gibt es die Hoffnung, dass erhöhte Sichtbarkeit und Advocacy zu bedeutenden Veränderungen führen können, die sicherstellen, dass die Cannabis-Politik sowohl wissenschaftliche Beweise als auch Menschenrechtsüberlegungen widerspiegelt

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