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Colorado erlaubt medizinisches Marijuana als Opioid-Alternative zur Bekämpfung der Krise
EuronewsColorado looks to medical marijuana to ease opioid crisis It becomes the third state in the nation after New York and Illinois to allow doctors to recommend medical marijuana instead of opioids for pain relief. 02/08/2019

Colorado erlaubt medizinisches Marijuana als Opioid-Alternative zur Bekämpfung der Krise

Colorado wird der dritte Bundesstaat, der medizinisches Marijuana als Opioid-Alternative erlaubt, mit dem Ziel, eine weniger süchtig machende Schmerzmanagement-Option zu bieten

Key Points

  • 1Colorado erlaubt medizinisches Marijuana als Opioid-Alternative
  • 2Die Politik zielt auf akute Schmerzbedingungen für eine sicherere Schmerzbewältigung ab
  • 3Wissenschaftliche Gemeinschaft gespalten über die Wirksamkeit von Cannabis als Opioidersatz
  • 4Politik spiegelt einen Wandel hin zu alternativen Schmerzmanagementstrategien wider
  • 5Potenzielle Einflussnahme auf andere Bundesstaaten zur Einführung ähnlicher Maßnahmen

Colorado hat einen bedeutenden Schritt zur Bekämpfung der Opioidkrise unternommen, indem Ärzte medizinisches Marijuana als Alternative zu Opioiden zur Schmerzlinderung verschreiben dürfen. Damit wird Colorado der dritte Bundesstaat, nach New York und Illinois, der eine solche Regelung umsetzt. Der Schritt soll Patienten eine weniger süchtig machende Option zur Schmerzbewältigung bieten, insbesondere bei Erkrankungen, die typischerweise ein Opioid-Rezept rechtfertigen

Die Entscheidung erfolgt inmitten einer nationalen Opioidkrise, die täglich über 130 Leben fordert. Während andere Bundesstaaten wie Pennsylvania und New Jersey medizinisches Marijuana bei Opioidabhängigkeit erlauben, zielt Colorados neues Gesetz speziell auf akute Schmerzbedingungen ab, wie sie nach Operationen oder aufgrund von Verletzungen auftreten. Die Abgeordnete Edie Hooton, die das Gesetz mitinitiiert hat, betonte, dass die Gesetzgebung darauf abzielt, einen rechtlichen Rahmen für Ärzte zu schaffen, um mit Patienten über medizinisches Marijuana zu sprechen, und damit dessen Verwendung als praktikable Behandlungsoption zu normalisieren

Trotz des legislativen Fortschritts bleibt die wissenschaftliche Gemeinschaft in Bezug auf die Wirksamkeit von Cannabis als Ersatz für Opioide gespalten. Forschungen des Minnesota Department of Health zeigten vielversprechende Ergebnisse, wobei 63 % der Patienten nach sechs Monaten mit medizinischem Marijuana ihren Opioidverbrauch reduzierten oder ganz einstellten. Allerdings deuten gegensätzliche Studien, darunter eine im Journal of Addiction Medicine veröffentlichte, darauf hin, dass Cannabisnutzer möglicherweise weiterhin auf verschreibungspflichtige Medikamente angewiesen sind. Ziva Cooper vom UCLA Cannabis Research Initiative hob die Notwendigkeit weiterer evidenzbasierter Forschung hervor, um die Rolle von Cannabis in der Opioidbehandlung abschließend zu bestimmen

Die weitreichenden Implikationen dieses politischen Wandels sind erheblich, da sie eine wachsende Bereitschaft unter den Gesetzgebern widerspiegeln, alternative Schmerzmanagementstrategien inmitten der Opioid-Epidemie zu erkunden. Die JAMA Internal Medicine-Studie von 2014 deutete zunächst auf einen Rückgang der opioidbezogenen Todesfälle in Bundesstaaten mit medizinischen Cannabisgesetzen hin, aber aktuelle Analysen stellen diese Ergebnisse in Frage. Kritiker warnen davor, Cannabis als Allheilmittel zu betrachten, und betonen die Notwendigkeit strenger Standards bei medizinischen Behandlungsentscheidungen

In der Zukunft könnte die Umsetzung dieser Politik in Colorado andere Bundesstaaten dazu anregen, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. Während Freizeitmarijuana in 11 Bundesstaaten legal ist und medizinisches Marijuana in 33, könnte Colorados Ansatz den Weg für eine breitere Akzeptanz von Cannabis als medizinische Behandlung ebnen. Amanda Bent, ehemalige Politikmanagerin bei der Drug Policy Alliance, ist der Meinung, dass die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Opioidkrise die weitere Einführung solcher Gesetze vorantreiben werden. Experten wie Dr. Christopher Rogers warnen jedoch vor potenziellen Risiken, insbesondere für Minderjährige, und betonen die Bedeutung einer vorsichtigen Anwendung

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