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Der Oberste Gerichtshof der USA prüft entscheidenden Cannabisfall: Ein potenzieller Wendepunkt für die Branche
MJBizDailyWhy legal marijuana’s best hope is the Supreme Court

Der Oberste Gerichtshof der USA prüft entscheidenden Cannabisfall: Ein potenzieller Wendepunkt für die Branche

Der Oberste Gerichtshof der USA wird entscheiden, ob er einen entscheidenden Fall anhören wird, der das bundesstaatliche Cannabisverbot in Frage stellt, eine Entscheidung, die die 32-Milliarden-Dollar-Branche transformieren könnte

Key Points

  • 1Oberster Gerichtshof wird prüfen, ob er einen Fall anhören soll, der das bundesstaatliche Cannabisverbot in Frage stellt
  • 2Der Fall könnte die bundesstaatlichen Cannabisgesetze neu definieren und sie mit den Legalisierungen auf staatlicher Ebene in Einklang bringen
  • 3Ein potenzielles Urteil zugunsten der Branche könnte zu steuerlichen Vorteilen und betrieblichen Veränderungen führen
  • 4Der Fall hebt die Diskrepanz zwischen staatlichen und bundesstaatlichen Cannabisregelungen hervor
  • 5Eine Entscheidung, den Fall anzuhören, könnte große Unternehmensinvestitionen in die Cannabisindustrie anziehen

Der Oberste Gerichtshof der USA steht kurz davor, die Landschaft der amerikanischen Cannabisindustrie potenziell neu zu gestalten, indem er eine verfassungsrechtliche Herausforderung gegen das bundesstaatliche Marihuana-Verbot in Betracht zieht. Für den 12. Dezember ist eine Sitzung hinter verschlossenen Türen angesetzt, in der das Gericht entscheiden wird, ob es den Fall anhören soll, der von vier Cannabisunternehmen eingebracht wurde. Dieser Fall könnte die bundesstaatliche Haltung zu Cannabis erheblich verändern, die trotz der Legalisierungsbemühungen auf staatlicher Ebene weitgehend unverändert geblieben ist. Die Zukunft der Branche hängt von dieser Entscheidung ab, da ein positives Urteil ohne Präzedenzfall beispiellose Veränderungen mit sich bringen könnte

Die Klage, Canna Provisions et al gegen Bondi, wurde von Verano Holdings und drei in Massachusetts ansässigen Cannabisunternehmen gegen das US-Justizministerium eingereicht. Sie argumentieren, dass die bundesstaatlichen Beschränkungen gemäß dem Controlled Substances Act veraltet und verfassungswidrig sind. Die Kläger zielen darauf ab, einen rechtlichen Rahmen herauszufordern, der sich nicht mit der wachsenden Akzeptanz und Legalisierung von Cannabis in 38 Bundesstaaten weiterentwickelt hat. Dies ist das erste Mal seit fast zwei Jahrzehnten, dass die bundesstaatlichen Cannabisgesetze vom Obersten Gerichtshof überprüft werden könnten

Anwalt Josh Schiller, der die Kläger vertritt, betonte die Notwendigkeit des Falls, um das Versäumnis der Bundesregierung anzugehen, die Cannabisrichtlinien zu aktualisieren. "Die Menschen in dieser Branche wurde gesagt, dass Erleichterung auf dem Weg ist – und sie ist nicht gekommen", bemerkte Schiller. Er hob die Diskrepanz zwischen den staatlichen und bundesstaatlichen Gesetzen hervor und stellte die Frage, warum die bundesstaatlichen Richtlinien stagnieren, wenn ein erheblicher Teil des Landes Cannabis legalisiert hat. Der Fall zielt darauf ab, Druck auf eine Neubewertung dieser veralteten Gesetze auszuüben

Die Auswirkungen einer Anhörung des Obersten Gerichtshofs sind tiefgreifend, insbesondere im Hinblick auf frühere Entscheidungen wie Gonzalez gegen Raich im Jahr 2005, die das bundesstaatliche Cannabisverbot bestätigten. Seitdem haben sich die rechtlichen und öffentlichen Meinungslandschaften dramatisch verändert, wobei mehr als zwei Dutzend Bundesstaaten Cannabis für den Erwachsenenbedarf legalisiert haben. Konservative Richter, darunter Clarence Thomas, haben Skepsis gegenüber der Gültigkeit der aktuellen bundesstaatlichen Verbote geäußert und angedeutet, dass der Zeitpunkt für eine rechtliche Überarbeitung günstig sein könnte

Wenn der Oberste Gerichtshof zugunsten der Cannabisindustrie entscheidet, könnte das Urteil den Weg für bedeutende betriebliche Veränderungen ebnen, einschließlich steuerlicher Vorteile und möglicherweise einer Neubewertung der Beschränkungen des zwischenstaatlichen Handels. Derzeit sehen sich Cannabisbetreiber Herausforderungen gemäß dem IRS Code 280E gegenüber, der standardmäßige Geschäftsausgaben für bundesstaatlich illegale Substanzen verbietet. Ein positives Urteil könnte einige dieser finanziellen Belastungen verringern und weiteres Wachstum der Branche ankurbeln

Trotz der potenziellen Vorteile bleibt der Ausgang des Falls ungewiss. Der Oberste Gerichtshof hat zuvor ähnliche Argumente in unteren Gerichten abgewiesen, und die Komplexität der bundesstaatlichen versus staatlichen Zuständigkeit stellt weiterhin Herausforderungen dar. Dennoch hat der Fall die Diskussionen über die Rolle der Bundesregierung bei der Regulierung von Cannabis und das Potenzial zur Harmonisierung von staatlichen und bundesstaatlichen Gesetzen neu entfacht. Dieser Rechtsstreit verdeutlicht die anhaltende Spannung zwischen sich entwickelnden öffentlichen Politiken und verankerten bundesstaatlichen Gesetzen

In der Zukunft könnte eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, den Fall anzuhören, einen Wendepunkt für die Cannabisindustrie signalisieren und weitere Investitionen und Expansionen anregen. Große Unternehmen, darunter solche im Bereich der Konsumgüter, Alkohol und Tabak, beobachten die Entwicklungen genau. Wie Anwalt Schiller humorvoll bemerkte: "Ich glaube nicht, dass McDonald's anfangen wird, Happy Meals zu verkaufen, die dich wirklich glücklich machen", und hebt damit das Potenzial für bedeutende Veränderungen in der Branche hervor, falls Cannabis bundesstaatlich legitimiert wird

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