
Die Cannabissteuer-Revolte: Ein aufkommender Kampf gegen die bundesstaatliche Besteuerung
Die Cannabisindustrie erhebt sich gegen die bundesstaatliche Besteuerung und stellt die belastenden Anforderungen von Abschnitt 280E in Frage
Key Points
- 1Ungefähr 38.000 Cannabisunternehmen sind in den USA aktiv und sehen sich hohen Steuerlasten gegenüber
- 2Abschnitt 280E verhindert, dass Cannabisunternehmen Betriebsausgaben abziehen, was die Steuerverpflichtungen erhöht
- 3Historische Steuerrevolten in den USA endeten typischerweise ungünstig für die Steuerzahler
- 4Die Cannabisindustrie sucht nach Erleichterung durch mögliche gesetzgeberische Änderungen oder Vergleichsprogramme
- 5Das Ergebnis der Cannabissteuer-Revolte bleibt ungewiss, mit erheblichen Auswirkungen auf die Branche
Die Cannabisindustrie in den Vereinigten Staaten erlebt derzeit eine bedeutende Steuerrevolte, bei der zahlreiche Unternehmen die Steuerforderungen der Bundesregierung in Frage stellen. Im Sommer dieses Jahres schuldeten elf große Cannabisunternehmen insgesamt über 2,3 Milliarden Dollar an Bundessteuern. Diese Steuerlast wird größtenteils auf Abschnitt 280E des Steuerrechts zurückgeführt, der es Cannabisunternehmen untersagt, Betriebsausgaben abzuziehen, da Cannabis auf Bundesebene als Droge der Kategorie I eingestuft ist. Dies hat sowohl große als auch kleine Unternehmen dazu veranlasst, Steuererklärungen einzureichen, in denen sie behaupten, weniger zu schulden als das, was das IRS verlangt
Historisch gesehen endeten Steuerrevolten in den USA oft ungünstig für die betroffenen Steuerzahler. Die Whiskey-Rebellion von 1791 sah vor, dass Landwirte in West-Pennsylvania sich weigerten, eine Verbrauchssteuer zu zahlen, nur um von Bundestruppen unter dem Kommando von Präsident George Washington unterdrückt zu werden. Ähnlich führte Irwin Schiff Ende des 20. Jahrhunderts eine Bewegung gegen die Bundessteuern an und behauptete, diese seien verfassungswidrig. Trotz seiner Bemühungen erlitten Schiffs Anhänger rechtliche Niederlagen, und er selbst starb im Gefängnis. Diese historischen Präzedenzfälle deuten auf einen herausfordernden Weg für die Cannabissteuer-Revolte hin
Befürworter der aktuellen Cannabissteuer-Revolte schauen sich vergangene Vergleiche zur Inspiration an. Der Harborside-Vergleich von 2022 wird häufig zitiert, bei dem das IRS zustimmte, weniger als die 22 Millionen Dollar zu akzeptieren, die ein kalifornisches Cannabisunternehmen schuldete. Diese Vereinbarung umfasste eine Rückzahlungsfrist von zehn Jahren, die alle zwei Jahre basierend auf den Einnahmen des Unternehmens angepasst wurde. Dieser Fall hebt jedoch auch den prekären finanziellen Status von Cannabisunternehmen hervor, da Harborsides Nachfolger, StateHouse Holdings, schließlich Insolvenz anmeldete
Die weitreichenden Auswirkungen dieser Steuerrevolte sind erheblich, da sie die anhaltenden Kämpfe der Cannabisindustrie unter den bundesstaatlichen Steuergesetzen verdeutlicht. Abschnitt 280E wird seit langem dafür kritisiert, das Wachstum von Cannabisunternehmen zu ersticken, indem eine übermäßige Steuerlast auferlegt wird. Branchenexperten argumentieren, dass ohne Reform viele Unternehmen Insolvenz anmelden könnten, was das wirtschaftliche Potenzial der Branche weiter behindern würde. Die Möglichkeit einer rückwirkenden Änderung des Steuerrechts oder eines Vergleichsprogramms wurde diskutiert, bleibt jedoch unsicher
Blickt man in die Zukunft, hofft die Cannabisindustrie weiterhin auf gesetzgeberische Änderungen, die die Steuerlast verringern könnten. Das Finanzministerium hat jedoch historisch gesehen rückwirkende Steueränderungen widerstanden, und die Wahrscheinlichkeit einer signifikanten gesetzgeberischen Reform bleibt gering. Einige Akteure der Branche schlagen vor, dass ein Vergleichsprogramm ähnlich dem Vergleich zum Erhalt von Arbeitsplätzen Erleichterung bieten könnte, aber der aktuelle finanzielle Zustand vieler Cannabisunternehmen macht selbst reduzierte Rückzahlungen schwierig
Die Cannabissteuer-Revolte ist in ihrem Umfang und ihrer Natur beispiellos, da sie den gesamten Rahmen der bundesstaatlichen Steuerverpflichtungen für eine ganze Branche in Frage stellt. Während sich die Revolte entfaltet, wirft sie Fragen zur Nachhaltigkeit des Cannabismarktes unter den aktuellen Steuergesetzen und dem potenziellen Bedarf an politischen Reformen auf. Das Ergebnis bleibt ungewiss, aber die Revolte unterstreicht den dringenden Bedarf an einer Neubewertung der Besteuerung von Cannabisunternehmen in den Vereinigten Staaten