
Ehemaliger Strafverfolgungsbeamter stellt das bundesstaatliche Waffenverbot für medizinische Cannabisnutzer in Frage
Der ehemalige Beamte Neill Franklin stellt die bundesstaatlichen Waffenregelungen für medizinische Cannabisnutzer in Frage und verweist auf Inkonsistenzen in der Durchsetzung der Drogenpolitik
Key Points
- 1Neill Franklin, ein ehemaliger Drogenbeamter, stellt die bundesstaatlichen Waffengesetze für medizinische Cannabisnutzer in Frage
- 2Franklins Perspektive änderte sich, nachdem er die Gewalt der Drogenprohibitionspolitiken miterlebt hatte
- 3Er leitete LEAP, um bedeutende Reformen der Drogenpolitik zu erreichen, darunter den First Step Act
- 4Franklins Klage könnte einen Präzedenzfall für die Waffenrechte von medizinischen Cannabisnutzern schaffen
- 5Er setzt sich für die Entkriminalisierung von Cannabis ein und hebt die Notwendigkeit von Reformen in der Politik hervor
Major Neill Franklin, ein ehemaliger Strafverfolgungsbeamter mit einer 34-jährigen Karriere, ist zu einer prominenten Figur geworden, die die Haltung der US-Regierung zu den Waffenrechten für medizinische Cannabisnutzer in Frage stellt. Nach einer Karriere im Drogenvollzug änderte Franklin seine Perspektive auf die Drogenpolitik, angetrieben von persönlichen Tragödien und der Erkenntnis des Schadens, den der Krieg gegen Drogen angerichtet hat. Jetzt ist er Teil einer Klage gegen die Bundesregierung, in der er argumentiert, dass medizinische Cannabisnutzer nicht vom Besitz von Schusswaffen ausgeschlossen werden sollten
Franklins Transformation von einem Drogenvollzugsbeamten zu einem Befürworter der Reform der Drogenpolitik begann mit dem Tod eines Kollegen und einem tragischen Vorfall, der eine Familie in Maryland betraf. Diese Ereignisse verdeutlichten die Gewalt und den gesellschaftlichen Schaden, die mit den Drogenprohibitionspolitiken verbunden sind. Franklins Überlegungen führten ihn dazu, der Law Enforcement Action Partnership (LEAP) beizutreten, wo er sich für Reformen einsetzte, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern und systemische Probleme im Strafjustizsystem anzugehen
Unter Franklins Leitung als Exekutivdirektor von LEAP wurden bedeutende Reformen erreicht, darunter der Rohrabacher-Farr Act und der First Step Act. Diese legislativen Änderungen markierten einen Wandel in der bundesstaatlichen Drogenpolitik, indem sie die Einmischung in die staatlichen Gesetze über medizinisches Marihuana reduzierten und die Richtlinien für Strafzumessung umstrukturierten. Franklins Arbeit hob die rassistischen und wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten hervor, die durch den Krieg gegen Drogen perpetuiert wurden, und beeinflusste breitere Diskussionen über die Reform der Drogenpolitik
Nach seiner Pensionierung in Florida sah sich Franklin einer rechtlichen Herausforderung gegenüber, als seine Nutzung von medizinischem Cannabis mit den bundesstaatlichen Waffenregelungen in Konflikt geriet. Das bundesstaatliche Formular, das für den Kauf von Schusswaffen erforderlich ist, fragt nach dem Gebrauch illegaler Drogen, und trotz der staatlichen Legalität bleibt Cannabis auf Bundesebene illegal. Dieser Konflikt zwang Franklin, zwischen seinen Rechten nach dem zweiten Verfassungszusatz und der Behandlung seiner chronischen Schmerzen mit medizinischem Cannabis zu wählen, eine Entscheidung, die er als inakzeptabel empfand
Franklins Klage, die von anderen Bewohnern Floridas und dem Landwirtschaftskommissar des Bundesstaates unterstützt wird, zielt darauf ab, die Position der Bundesregierung zu Cannabis und Waffenbesitz in Frage zu stellen. Der Fall, der einen Versuch der Abweisung durch das Justizministerium überstanden hat, könnte einen Präzedenzfall für die Waffenrechte von medizinischen Cannabisnutzern im ganzen Land schaffen. Franklin argumentiert, dass es keine Beweise dafür gibt, dass medizinische Cannabisnutzer ein größeres Risiko darstellen als andere Waffenbesitzer, und die Klage zielt darauf ab, diese Inkonsistenz zu beheben
In der Zukunft sieht Franklin zwei mögliche Wege zur Lösung des Problems: den Gewinn der Klage oder die Umklassifizierung von Cannabis nach Bundesrecht. Während er sich für eine vollständige Entkriminalisierung von Cannabis einsetzt, erkennt er an, dass das politische Klima schrittweise Änderungen erforderlich machen könnte. Franklin betont die Bedeutung, über Entwicklungen in der Marihuana-Politik informiert zu bleiben, da diese Entscheidungen erhebliche Auswirkungen auf persönliche Freiheiten und verfassungsmäßige Rechte haben