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Frankreich schlägt Verbot von CBD in Kosmetika in ganz Europa vor
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Frankreich schlägt Verbot von CBD in Kosmetika in ganz Europa vor

Frankreich plant, CBD in Kosmetika in ganz Europa aufgrund potenzieller Gesundheitsrisiken zu verbieten, was regulatorische Überprüfungen und Bedenken der Branche auslöst

Key Points

  • 1Frankreich schlägt vor, CBD in europäischen Kosmetika aufgrund von Gesundheitsbedenken zu verbieten
  • 2ECHA äußert potenzielle Probleme mit der reproduktiven Toxizität von CBD
  • 3Europäische Kommission prüft die Sicherheit von CBD in Kosmetika
  • 4EFSA hebt Datenlücken zur Sicherheit von CBD als neuartiges Lebensmittel hervor
  • 5Branchenakteure werden aufgefordert, Daten bis September 2024 einzureichen

Frankreich plant, die Verwendung von Cannabidiol (CBD) in kosmetischen Produkten in ganz Europa zu verbieten, da potenzielle Gesundheitsrisiken bestehen. Diese Initiative resultiert aus Bedenken, die von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hinsichtlich der möglichen reproduktiven Toxizität von CBD geäußert wurden. Sollte dies erfolgreich sein, könnte CBD als krebserregend, mutagen und reproduktionstoxisch (CMR) eingestuft werden, was die Verwendung in Kosmetika verbieten würde

CBD, sowohl in seiner natürlichen als auch in seiner synthetischen Form, ist derzeit in der Europäischen CosIng-Datenbank für zugelassene kosmetische Inhaltsstoffe aufgeführt, aufgrund seiner anti-seborrhoischen, antioxidativen, feuchtigkeitsspendenden und hautschützenden Eigenschaften. Allerdings könnte die europäische Verordnung Nr. 1272/2008, bekannt als CLP-Verordnung, den Status von CBD aufgrund ihrer Einstufungs- und Kennzeichnungsanforderungen beeinflussen. Der französische Vorschlag an die ECHA markiert den Beginn eines Prozesses, der letztendlich zu einem Verbot führen könnte

Die Europäische Kommission (EK) überprüft ebenfalls die Sicherheit von CBD in Kosmetika durch einen separaten Konsultationsprozess. Dies folgt dem Kanavape-Urteil, das klargestellt hat, dass CBD nicht als Betäubungsmittel gemäß dem Einheitsabkommen der Vereinten Nationen eingestuft werden kann. Der Aufruf der EK zur Datenerhebung zielt darauf ab, die Sicherheit von CBD zu bewerten, wobei ein besonderer Fokus auf seine Auswirkungen auf die Leber, den Magen-Darm-Trakt, das endokrine und das Nervensystem sowie die reproduktive Gesundheit gelegt wird

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat erhebliche Datenlücken hinsichtlich der Sicherheit von CBD als neuartiges Lebensmittel hervorgehoben, insbesondere in Bezug auf seine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die reproduktive Toxizität. Die Erklärung der EFSA unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung, um die Sicherheit des CBD-Konsums zu etablieren, was die Verwendung in Kosmetika beeinflussen könnte. Die Konsultationsfrist für die Einreichung relevanter Daten bei der EK ist bis zum 30. September 2024 geöffnet

Das potenzielle Verbot von CBD in Kosmetika könnte weitreichende Auswirkungen auf die Branche haben und sowohl Hersteller als auch Verbraucher betreffen. Während CBD für seine vorteilhaften Eigenschaften gelobt wird, hebt die anhaltende regulatorische Überprüfung die Notwendigkeit umfassender Sicherheitsbewertungen hervor. Akteure der Kosmetikindustrie werden ermutigt, Daten bei der EK einzureichen, um eine informierte Entscheidungsfindung bezüglich der Zukunft von CBD in kosmetischen Produkten zu gewährleisten

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