
Frankreich startet therapeutisches Cannabis-Projekt mit sechs internationalen Lieferanten
Das therapeutische Cannabis-Projekt in Frankreich wird 3.000 Patienten mit Produkten von sechs internationalen Lieferanten behandeln und stellt einen entscheidenden Schritt zur Validierung cannabisbasierter Behandlungen dar
Key Points
- 1Das Cannabis-Projekt in Frankreich zur Behandlung von 3.000 Patienten beginnt im März
- 2Sechs internationale Unternehmen wurden als Lieferanten ausgewählt; keine französischen Produzenten beteiligt
- 3Aurora und Tilray, kanadische Firmen, sicherten sich Hauptlieferrollen
- 4Emmac, ein britisches Unternehmen, arbeitete mit Boiron als Backup-Lieferant zusammen
- 5Die Studie zielt darauf ab, die Verschreibung und Verteilung von Cannabisbehandlungen zu validieren
Frankreich wird im März mit einem bedeutenden therapeutischen Cannabis-Projekt beginnen, das 3.000 Patienten den Zugang zu cannabisbasierten Behandlungen ermöglicht. Diese Initiative zielt darauf ab, den Verschreibungs- und Verteilungsprozess dieser Behandlungen zu validieren. Die französische Nationale Agentur für die Sicherheit von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten (ANSM) hat die Liste der Unternehmen veröffentlicht, die während der Studie kostenlos Cannabisprodukte liefern werden
Das Ausschreibungsverfahren umfasste zwölf Lose, die nach THC/CBD-Gehalt und Form kategorisiert waren. Letztendlich wurden neun Lose vergeben, jedes mit einem Hauptlieferanten und einem Backup. Sechs Unternehmen sicherten sich ein Hauptlos, während fünf als Backup ausgewählt wurden. Bemerkenswerterweise wurden keine französischen Produzenten ausgewählt, was die internationale Natur der beteiligten Lieferanten unterstreicht
Das kanadische Unternehmen Aurora trat als wichtiger Akteur hervor und gewann drei Hauptlose für THC-dominante, ausgewogene THC/CBD- und CBD-dominante Blüten. Trotz finanzieller Schwierigkeiten positioniert Auroras Auswahl das Unternehmen günstig für eine mögliche zukünftige Legalisierung von therapeutischem Cannabis in Frankreich. Hélène Moore, Generaldirektorin von Aurora Frankreich, äußerte Begeisterung über die Möglichkeit, ihre Produkte französischen Patienten anzubieten
Tilray, ein weiteres kanadisches Unternehmen, wird THC-dominante und ausgewogene THC/CBD-Öle liefern. Weitere bemerkenswerte Lieferanten sind das israelische Unternehmen Panaxia sowie die australischen Firmen Little Green Pharma und Althea. Emmac, ein in Großbritannien ansässiges Unternehmen, wurde als Backup-Lieferant ausgewählt und arbeitete mit Boiron, einem französischen Spezialisten für Homöopathie, zusammen, um ihr Angebot zu stärken
Die Studie stellt einen entscheidenden Schritt zur Integration von therapeutischem Cannabis in das Gesundheitssystem Frankreichs dar. Sie unterstreicht auch die Herausforderungen, denen sich inländische Produzenten gegenübersehen, um strengen regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. In Zukunft könnte das Ergebnis dieser Studie den Weg für eine breitere Akzeptanz und eine mögliche Legalisierung von cannabisbasierten Behandlungen in Frankreich ebnen