
Französische Hanfproduzenten fordern Regierung zur Erhöhung des THC-Limits auf 1%
Die AFPC hat formell die französische Regierung aufgefordert, das THC-Limit für den Hanfanbau von 0,3 % auf 1 % zu erhöhen, und agronomische sowie wirtschaftliche Gründe angeführt
Key Points
- 1AFPC fordert Erhöhung des THC-Limits für Hanf auf 1 % in Frankreich
- 2Aktuelles Limit von 0,3 % wird als inkonsistent mit agronomischen Realitäten angesehen
- 3Höhere THC-Limits in anderen europäischen Ländern schaffen Wettbewerb
- 4Erhöhung des Limits könnte Wettbewerbsfähigkeit der französischen Hanfindustrie verbessern
- 5Vorschlag könnte breitere Diskussionen über Hanfregulierung in Frankreich beeinflussen
Die Association Française des Producteurs de Cannabinoïdes (AFPC) hat einen formellen Antrag an die französische Regierung gestellt, das THC-Limit für den aktiven Hanfanbau von 0,3 % auf 1 % zu erhöhen. Dieser Appell richtet sich an die Minister für Landwirtschaft, Gesundheit und öffentliche Finanzen und zielt darauf ab, das zu adressieren, was die AFPC als agronomische, technische und wirtschaftliche Inkonsistenz in der aktuellen Regelung beschreibt
Das bestehende THC-Limit von 0,3 % wird durch europäische Vorschriften festgelegt und berücksichtigt laut AFPC nicht die agronomischen Realitäten und klimatischen Variationen in den verschiedenen europäischen Staaten. Die AFPC argumentiert, dass Umweltfaktoren wie steigende Sommertemperaturen die THC-Werte in Hanfpflanzen natürlich erhöhen können, was die Einhaltung des aktuellen Limits für Landwirte zunehmend herausfordernd macht
Die AFPC hebt hervor, dass die derzeitige Regelung den Zugang zu bestimmten Hanfsaatgutvarianten einschränkt, die den THC-Schwellenwert von 0,3 % überschreiten, was für den aktiven Hanfanbau von Vorteil sein könnte. Sie behaupten, dass die Möglichkeit, diese Varianten zu nutzen, die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Hanfproduzenten verbessern würde, die derzeit ungleicher Konkurrenz aus Ländern wie der Schweiz, der Tschechischen Republik, Bulgarien und Italien gegenüberstehen, wo bereits höhere THC-Limits gelten
Aus wirtschaftlicher Sicht ist die AFPC der Meinung, dass die Erhöhung des THC-Limits das Spielfeld für französische Hanfproduzenten ebnen würde. Länder wie die Schweiz und die Tschechische Republik haben ihre THC-Limits auf 1 % festgelegt, während Italien bis zu 0,6 % erlaubt, was ihren Produzenten einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die AFPC argumentiert, dass eine ähnliche Anpassung in Frankreich der heimischen Hanfindustrie ermöglichen würde, ihr volles Potenzial auszuschöpfen
Der Vorschlag der AFPC basiert sowohl auf agronomischen als auch auf wirtschaftlichen Gründen und betont die Notwendigkeit für Frankreich, seine Vorschriften anzupassen, um im europäischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch die Erhöhung des THC-Limits auf 1 % könnten französische Hanfproduzenten besser mit internationalen Standards in Einklang gebracht werden und ihren Marktanteil erweitern
In Zukunft könnte der Antrag der AFPC breitere Diskussionen über die Hanfregulierung in Frankreich anstoßen und möglicherweise zukünftige politische Änderungen beeinflussen. Während sich der globale Cannabis-Markt weiterentwickelt, könnte die Angleichung der nationalen Vorschriften an internationale Trends entscheidend für das Wachstum und die Nachhaltigkeit der französischen Hanfindustrie sein. Dieser Schritt könnte auch andere europäische Länder dazu anregen, ihre eigenen THC-Limits im Hinblick auf sich ändernde Umweltbedingungen und Marktdynamiken zu überdenken