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Ghanas Oberster Gerichtshof erklärt Hanfanbaugesetz für verfassungswidrig
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Ghanas Oberster Gerichtshof erklärt Hanfanbaugesetz für verfassungswidrig

Ghanas Oberster Gerichtshof hat das Hanfanbaugesetz von 2020 für verfassungswidrig erklärt und wirft Fragen zur Zukunft der Cannabisregulierung im Land auf

Key Points

  • 1Ghanas Oberster Gerichtshof erklärte das Hanfanbaugesetz für verfassungswidrig
  • 2Das Gesetz erlaubte Cannabis mit THC unter 0,3 % für industrielle Nutzung
  • 3Generalstaatsanwalt beantragt Überprüfung und verweist auf fehlende parlamentarische Debatte
  • 4Die Entscheidung beeinflusst das potenzielle Wachstum der Cannabisindustrie in Ghana
  • 5Zukünftige Gerichtsurteile könnten die Cannabispolitik in Afrika beeinflussen

In einer wegweisenden Entscheidung hat Ghanas Oberster Gerichtshof entschieden, dass das 2020 verabschiedete Gesetz, das den Anbau von Hanf erlaubt, verfassungswidrig ist. Die Entscheidung des Gerichts wurde mit einer knappen Mehrheit von 5 zu 4 getroffen, was die umstrittene Natur der Gesetzgebung unterstreicht. Dieses Urteil hebt die anhaltende Debatte über die Regulierung von Cannabis in Ghana hervor, einem Land, in dem der Anbau und die Nutzung von Cannabis seit Jahren umstrittene Themen sind

Das spezifische Gesetz, um das es geht, Artikel 43 des Narcotics Control Commission Act 1019, erlaubte es dem Minister, den Anbau von Cannabis mit THC-Werten von nicht mehr als 0,3 % für industrielle und medizinische Zwecke zu lizenzieren. Im Juli 2022 erklärte ein ghanaisches Gericht diese Bestimmung für nichtig und verwies auf Verfahrensfehler bei der Verabschiedung im Parlament. Die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bestätigt dieses frühere Urteil und betont die verfassungsmäßige Einhaltung in legislativen Prozessen

Richter Jones Victor Dotse leitete das Gremium von neun Richtern, das das Ergebnis bestimmte. Die Mehrheit der Richter kam zu dem Schluss, dass der Generalstaatsanwalt die erforderlichen Kriterien nicht erfüllt hatte, um eine Überprüfung des ursprünglichen Urteils zu rechtfertigen. Trotz dieses Rückschlags hat der Generalstaatsanwalt einen Antrag auf Überprüfung eingereicht und argumentiert, dass der legislative Prozess an Transparenz gefehlt habe und eine parlamentarische Debatte, wie sie die Verfassung vorschreibt, nicht stattgefunden habe

Die Auswirkungen dieser Entscheidung sind erheblich für Ghanas aufstrebende Cannabisindustrie, die nach Verabschiedung des Gesetzes mit einem Wachstum gerechnet hatte. Das Urteil hat potenzielle industrielle und medizinische Cannabisprojekte gestoppt und betrifft die Interessengruppen, die in den Sektor investiert hatten. Diese Entscheidung spiegelt auch die breiteren regulatorischen Herausforderungen wider, mit denen Länder konfrontiert sind, die versuchen, sich im komplexen Umfeld der Cannabislegalisierung zurechtzufinden

In die Zukunft blickend wird die Reaktion des Obersten Gerichtshofs auf den Antrag des Generalstaatsanwalts auf Überprüfung entscheidend sein. Wenn das Gericht beschließt, seine Entscheidung zu überdenken, könnte dies die Diskussionen über die Regulierung von Cannabis in Ghana neu entfachen. In der Zwischenzeit beobachten die internationale Gemeinschaft und lokale Befürworter genau, da das Ergebnis die Cannabispolitik in anderen afrikanischen Ländern beeinflussen könnte, die ähnliche gesetzgeberische Wege erkunden

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