
Grüner Mittwoch 2025: Ein tiefgehender Einblick in die aktuelle Forschung zu medizinischem Cannabis
Der Grüne Mittwoch 2025 bringt eine Fülle neuer Forschung zu den medizinischen Anwendungen von Cannabis, die seine potenziellen Vorteile bei Erkrankungen wie Nierenerkrankungen, Angstzuständen und atopischer Dermatitis hervorhebt
Key Points
- 1Aktuelle Studien untersuchen den Cannabiskonsum zur Behandlung von Nierenerkrankungen, Angstzuständen und atopischer Dermatitis
- 2Dr. Dustin Sulak setzt sich in Bildungswebinaren für Cannabis in medizinischen Behandlungen ein
- 3Forschung zeigt, dass Cannabis das Risiko für Kopf- und Halskrebs bei unabhängigem Konsum nicht erhöht
Anlässlich des Grünen Mittwochs am 26. November 2025 ist die Cannabisindustrie voller neuer Erkenntnisse über die medizinischen Anwendungen von Cannabis. Die diesjährige Zusammenstellung hebt bedeutende Forschungsergebnisse hervor, die die potenziellen gesundheitlichen Vorteile und Auswirkungen des Cannabiskonsums untersuchen. Von Nierenerkrankungen über Angstzustände bis hin zu Hauterkrankungen wie atopischer Dermatitis beleuchten aktuelle Studien, wie Cannabinoide eine Rolle in medizinischen Behandlungen spielen können
Eine wegweisende Studie, veröffentlicht in Cannabis and Cannabinoid Research, untersucht die Beziehung zwischen Cannabiskonsum und Nierenfunktion. Durchgeführt von Forschern der Johns Hopkins University und der Tulane University, nutzt diese Studie longitudinale Daten aus Baltimore, Maryland, um potenzielle gesundheitliche Auswirkungen für Personen mit Nierenerkrankungen zu erkunden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Cannabiskonsum zwar weit verbreitet ist, sein direkter Einfluss auf die Nierenfunktion jedoch unklar bleibt, was weitere Untersuchungen erforderlich macht, um diese Effekte zu klären
Im Bereich der Dermatologie untersucht eine aktuelle Übersicht im Journal of Cannabis Research die Verwendung von Cannabinoiden zur Behandlung von atopischer Dermatitis (AD). Diese chronische Hauterkrankung, die durch Juckreiz und Entzündungen gekennzeichnet ist, wurde traditionell mit Glukokortikoiden behandelt, die langfristig nachteilige Auswirkungen haben können. Die Übersicht hebt das Potenzial von Cannabinoiden wie CBD und THC sowie von Verbindungen wie PEA und Dronabinol hervor, um entzündungshemmende und juckreizstillende Vorteile zu bieten, und stellt eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Behandlungen dar
Dr. Dustin Sulak, ein Befürworter von Cannabis in medizinischen Behandlungen, diskutierte in seinem Webinar im September 2025 das Potenzial von Cannabis zur Verbesserung der Gesundheitsergebnisse für Krebspatienten, zur Wundheilung und bei Alzheimer-Symptomen. Als Gründer von Healer, einer Bildungsplattform für Cannabis, betonte Dr. Sulak die Notwendigkeit weiterer Forschung, um diese Behauptungen zu untermauern. Seine Erkenntnisse sind Teil eines umfassenderen Bestrebens, zu verstehen, wie Cannabis in die konventionelle medizinische Praxis integriert werden kann, um die Patientenversorgung zu verbessern
Angstzustände, die mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung in den USA betreffen, sind ein weiteres Gebiet, in dem Cannabis vielversprechend erscheint. Eine Pilotstudie, veröffentlicht in Biomedicines, untersuchte die Auswirkungen eines Vollspektrum-Hanfextrakts mit hohem CBD-Gehalt auf Angstsymptome. Die Ergebnisse deuten auf potenzielle Vorteile hin, die mit anekdotischen Berichten von Patienten übereinstimmen, die Cannabis zur Linderung von Angstzuständen verwenden. Diese Studie unterstreicht das wachsende Interesse an hanfderivierten Produkten als praktikable therapeutische Optionen
Schließlich behandelt eine Studie im Journal of Oral Pathology & Medicine Bedenken hinsichtlich des Cannabiskonsums und des Krebsrisikos. Durchgeführt von Forschern der University of Florida, kommt die Studie zu dem Schluss, dass der Cannabiskonsum allein das Risiko für Kopf- und Halskrebs nicht erhöht. Wenn er jedoch mit Alkohol- und Tabakkonsum kombiniert wird, steigt das Risiko, was die Bedeutung der Berücksichtigung von Lebensstilfaktoren in der Krebsforschung hervorhebt. Diese Erkenntnis bietet Beruhigung für Cannabisnutzer und betont gleichzeitig die Notwendigkeit umfassender Gesundheitsbewertungen