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Historische Rolle von Drogen in Kriegen durch verschiedene Konflikte untersucht
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Historische Rolle von Drogen in Kriegen durch verschiedene Konflikte untersucht

Drogen haben historisch eine bedeutende Rolle in Kriegen gespielt und das Verhalten von Soldaten sowie militärische Strategien über Zeit und Kulturen hinweg beeinflusst

Key Points

  • 1Drogen haben historisch die Kriegsstrategien und das Verhalten von Soldaten beeinflusst
  • 2Cannabis wurde von französischen Truppen in den Napoleonischen Kriegen und von spanischen Truppen in Marokko verwendet
  • 3Heroin wurde während des Vietnamkriegs unter US-Soldaten verbreitet
  • 4Amphetamine wurden im Zweiten Weltkrieg sowohl von den Achsenmächten als auch von den Alliierten weit verbreitet eingesetzt
  • 5Die langfristigen Auswirkungen des Drogenkonsums auf Veteranen bleiben ein bedeutendes Anliegen

Im Laufe der Geschichte haben Drogen eine bedeutende Rolle in Kriegen gespielt, sowohl als Bewältigungswerkzeuge als auch als Kontrollinstrumente. Von den alten Hethitern, die vor der Schlacht Cannabisdämpfe inhalieren, bis hin zum weit verbreiteten Einsatz von Stimulanzien in modernen Konflikten wurden Substanzen verwendet, um den Geisteszustand der Soldaten zu verändern. Diese Drogen, ob zur Dämpfung von Angst, zur Steigerung von Aggression oder zur Bereitstellung von Trost eingesetzt, waren oft integraler Bestandteil militärischer Strategien

Cannabis hat eine lange Geschichte der Nutzung in militärischen Kontexten, wie die Kampagnen der Napoleonischen Kriege und des Spanischen Rifkriegs belegen. Französische Truppen begegneten Cannabis in Ägypten und Syrien, was zu seinem Verbot durch Napoleon aufgrund seiner beruhigenden Wirkung führte. Im spanischen Protektorat Marokko waren Cannabisvarianten wie kif und grifa Teil des Militärlebens, wobei anekdotische Beweise darauf hindeuten, dass sogar General Franco daran teilgenommen haben könnte

Der Vietnamkrieg markierte einen bedeutenden Zeitraum in der Beziehung zwischen Drogen und dem Militär. Zunächst war Cannabis die Droge der Wahl unter amerikanischen Soldaten, aber eine Razzia führte zu einem Wechsel zu Heroin. Bis 1971 verwendete ein erheblicher Prozentsatz der US-Truppen in Vietnam Heroin, was Maßnahmen zur Bekämpfung der Sucht erforderte, bevor die Soldaten nach Hause zurückkehrten. Diese Ära verdeutlichte die Herausforderungen des Drogenkonsums unter Militärangehörigen und deren langfristige Auswirkungen

In neueren Konflikten, wie dem Irakkrieg, traten andere Substanzen in den Vordergrund. Trihexyphenidyl, vermarktet als Artane, wurde unter Soldaten aufgrund seiner euphorisierenden Wirkung und der Fähigkeit, den Mut zu steigern, verbreitet. Sein Gebrauch nahm schnell zu und betraf nicht nur amerikanische Truppen, sondern auch irakische Streitkräfte. Dieser Trend unterstreicht die fortwährende Abhängigkeit von pharmakologischen Hilfsmitteln in militärischen Umgebungen

Der Einsatz von Drogen in Kriegen beschränkt sich nicht auf moderne Zeiten. Während des Zweiten Weltkriegs versorgten sowohl die Achsenmächte als auch die Alliierten ihre Truppen mit Amphetaminen, um Müdigkeit zu bekämpfen und die Leistung zu steigern. Diese weitverbreitete Verteilung von Stimulanzien zeigt, wie Militärs schon lange Drogen nutzen, um einen strategischen Vorteil zu erlangen, trotz des Potenzials für Sucht und andere negative Auswirkungen

Die Auswirkungen von Drogen auf Soldaten gehen über das Schlachtfeld hinaus und betreffen Veteranen lange nach dem Ende der Konflikte. Die „Soldatenerkrankung“ der Morphinsucht nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg setzte einen Präzedenzfall für die Probleme, mit denen Vietnam-Veteranen konfrontiert waren, und bleibt auch heute ein Anliegen. Diese historischen Muster offenbaren eine komplexe Beziehung zwischen Drogen und Militärdienst und heben die Notwendigkeit hervor, die langfristigen Folgen des Drogenkonsums in Kriegen sorgfältig zu betrachten

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