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Investition in neue Ausrüstung löst keine Ertragsprobleme im Cannabis-Anbau
High TimesWhy More Equipment Won’t Fix Your Yield Problem

Investition in neue Ausrüstung löst keine Ertragsprobleme im Cannabis-Anbau

Die Investition einer Cannabis-Anlage in neue Fertigationstechnik verbesserte die Erträge nicht und verdeutlicht die Notwendigkeit disziplinierter Anbaupraktiken gegenüber technologischen Lösungen

Key Points

  • 1Cannabis-Anlage investiert in neue Ausrüstung zur Steigerung der Erträge
  • 2Ertragsprobleme bestehen trotz technologischer Aufrüstungen
  • 3Vernachlässigung von Mutterpflanzen und Protokollen als Hauptursachen identifiziert
  • 4Branchentrend zeigt Überabhängigkeit von Technologie gegenüber Ausführung
  • 5Zukünftiger Erfolg hängt von disziplinierten Anbaupraktiken ab

In dem Bestreben, die Produktion zu steigern, hat eine 100.000 Quadratfuß große Cannabis-Anlage kürzlich stark in neue Fertigationstechnik investiert, in der Hoffnung, anhaltende Ertragsprobleme zu beheben. Trotz der erheblichen finanziellen Aufwendungen für moderne Technologie blieben die erwarteten Verbesserungen der Ernteerträge aus. Stattdessen stiegen die Produktionskosten der Anlage, und die eigentliche Ursache des Problems blieb unbehandelt

Die Entscheidung, in neue Ausrüstung zu investieren, wurde durch den Druck von Investoren, die Effizienz suchten, und Führungskräften, die schnelle Lösungen wollten, vorangetrieben. Die Leitung der Anlage war der Meinung, dass die Aufrüstung auf neue Umwälzpumpen, Dosiergeräte und Touchscreens ihre Probleme lösen würde. Das Kernproblem lag jedoch nicht in der Technologie, sondern in der Ausführung der Anbaupraktiken, wobei vernachlässigte Mutterpflanzen und veraltete Vermehrungsprotokolle im Mittelpunkt des Problems standen

Laut High Times waren die Mutterpflanzen der Anlage, die vom Personal als 'Omas' bezeichnet wurden, längst über ihren Zenit hinaus, was zu schlechten Klon-Erfolgsquoten führte. Das Vermehrungsteam hatte mit veralteten Mutterpflanzen zu kämpfen, von denen einige seit fast zwei Jahren nicht ersetzt worden waren. Diese Vernachlässigung führte zu inkonsistentem Pflanzenwachstum und Bewässerungsproblemen, die das Ertragsproblem weiter verschärften

Die Cannabisindustrie tappt oft in die Falle, sichtbare Lösungen für sichtbare Probleme zu suchen, während die wirklichen Probleme oft unter der Oberfläche liegen. Während neue Ausrüstung eine verlockende Lösung sein kann, sind es die konsequente Anwendung disziplinierter Anbaupraktiken, die tatsächlich zum Erfolg führen. Die Leitung der Anlage erkannte nicht, dass ihr Fokus auf den Standardarbeitsverfahren und Wartungsplänen liegen sollte, anstatt auf hochmodernen Installationen

Der Fall hebt einen breiteren Branchentrend hervor, bei dem die Abhängigkeit von Technologie die Bedeutung von Ausführung und Verantwortung in den Schatten stellt. Da die Gewinnspannen schrumpfen, muss der Cannabis-Sektor von anderen landwirtschaftlichen Branchen lernen, wie der Produktion von Gemüse im Gewächshaus, wo der Erfolg auf strengen Standards und wiederholbaren Prozessen basiert. Für die betreffende Cannabis-Anlage wird der zukünftige Erfolg davon abhängen, diese grundlegenden Ausführungsfehler zu beheben, anstatt weitere technologische Investitionen zu tätigen

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