
Isländischer Abgeordneter schlägt umfassendes Gesetz zur Legalisierung von Cannabis vor
Der isländische Abgeordnete Pawel Bartoszek schlägt einen Gesetzesentwurf zur Legalisierung und Regulierung von Cannabis vor, mit dem Ziel, Einzelhandelsgeschäfte und Cafés einzurichten und strenge Marktregulierungen einzuführen
Key Points
- 1Isländischer Abgeordneter bringt Gesetzesentwurf zur Legalisierung von Cannabis ins Parlament ein
- 2Vorschlag umfasst Einzelhandelsgeschäfte und Cafés für den Cannabiskonsum
- 3Strenge Vorschriften: Verkauf nur an Personen über 20, kein Alkohol in Cannabis-Cafés
- 4Gesetzesentwurf inspiriert von dem Regulierungshandbuch des britischen Think Tanks
- 5Unterstützung von Viðreisn und Piratenpartei, ungewisses Schicksal im Parlament
In einem bedeutenden Schritt in Richtung Cannabisreform hat der isländische Abgeordnete Pawel Bartoszek einen Gesetzesentwurf im nationalen Parlament eingebracht, der darauf abzielt, Cannabis zu legalisieren und zu regulieren. Der Vorschlag skizziert einen Rahmen für den Anbau, Transport, Verkauf und Konsum von Cannabis und umfasst die Einrichtung von Einzelhandelsgeschäften und Cafés, in denen Cannabis gekauft und konsumiert werden kann
Der Gesetzesentwurf sieht strenge Vorschriften vor, darunter Altersbeschränkungen, die den Verkauf an Personen über 20 Jahren beschränken, sowie ein Verbot von Alkohol in Cannabis-Cafés. Darüber hinaus würden Cannabisprodukte in schlichter Verpackung mit klaren Gesundheitswarnungen verkauft, ähnlich den Vorschriften für Tabak. Dieser Ansatz soll den potenziellen Anstieg des Konsums, der mit Werbung verbunden ist, mindern und zieht Lehren aus der Regulierung von Alkohol und Tabak
Bartoszeks Gesetzesentwurf ist inspiriert von dem Bericht 'How to Regulate Cannabis: A Practical Guide' des britischen Think Tanks Transform. Der Bericht hebt die Gefahren der Werbung für Cannabis hervor und weist auf die Korrelation zwischen Marketing und erhöhtem Konsum legaler Substanzen wie Alkohol und Tabak hin. Bartoszek, ein Mitglied der liberalen Partei Viðreisn, sieht die Regulierung als eine wissenschaftlich fundierte Strategie zur Risikominderung
Der Vorschlag hat Unterstützung von anderen Mitgliedern der Viðreisn und der Piratenpartei erhalten, obwohl sein Schicksal im Parlament ungewiss bleibt. Bartoszek betont die Notwendigkeit einer Regulierung, um die rechtlichen Strafen im Zusammenhang mit Cannabis zu reduzieren, und weist darauf hin, dass in Island jährlich etwa 1.000 Personen wegen cannabisbezogener Straftaten verfolgt werden. Er argumentiert, dass eine vollständige Regulierung es dem Staat ermöglichen würde, die Produktion zu überwachen, den Zugang zu verwalten, die Jugend zu schützen und Steuereinnahmen zu generieren
Bartoszek hofft, dass sein Vorschlag eine breitere Debatte über die Reform der Drogenpolitik in Island anstoßen wird. Er glaubt, dass die Entkriminalisierung, obwohl ein Schritt nach vorne, im Vergleich zu den umfassenden Vorteilen einer vollständigen Legalisierung und Regulierung unzureichend ist. Die Einführung dieses Gesetzesentwurfs markiert einen potenziellen Wandel in Islands Ansatz zur Cannabisregulierung und steht im Einklang mit den wachsenden globalen Trends zur Legalisierung