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Jugendlicher Cannabis-Konsum in den USA sinkt trotz Legalisierung
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Jugendlicher Cannabis-Konsum in den USA sinkt trotz Legalisierung

CDC-Daten zeigen einen Rückgang des Cannabis-Konsums bei Jugendlichen in den USA, während immer mehr Bundesstaaten die Droge legalisieren, was den Bedenken eines erhöhten Konsums widerspricht

Key Points

  • 1CDC-Daten zeigen einen Rückgang des Cannabis-Konsums bei Jugendlichen trotz Legalisierung
  • 2Im Jahr 2021 berichteten 15,8 % der Schüler der Oberstufe von kürzlich erfolgtem Cannabis-Konsum
  • 3Gesundheitskampagnen und COVID-19 sind Faktoren für den Rückgang
  • 4Studien zeigen, dass Legalisierung den Cannabis-Konsum bei Jugendlichen nicht erhöht
  • 5Experten fordern evidenzbasierte Programme zur Aufrechterhaltung dieses Trends

Aktuelle Daten der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zeigen einen signifikanten Rückgang des Cannabis-Konsums unter amerikanischen Teenagern, während immer mehr Bundesstaaten zur Legalisierung übergehen. Dieser Trend widerspricht den Bedenken, dass die Legalisierung von Cannabis zu einem Anstieg des Konsums unter Jugendlichen führen würde. Die Youth Risk Behavior Survey der CDC, die den Substanzkonsum unter Schülern der Oberstufe verfolgt, zeigt einen deutlichen Rückgang des Cannabis-Konsums im letzten Jahrzehnt

Die Umfrage ergab, dass im Jahr 2021 nur 15,8 % der Schüler der Oberstufe angaben, in den letzten 30 Tagen Cannabis konsumiert zu haben, ein Rückgang von 21,7 % im Jahr 2009 und 23,4 % im Jahr 2013. Der Rückgang begann, nachdem die ersten Bundesstaaten 2012 Cannabis legalisierten und der regulierte Verkauf 2014 begann. Diese Daten deuten darauf hin, dass die Legalisierung nicht zu einem Anstieg des Konsums unter Teenagern geführt hat, im Gegensatz zu den Bedenken vieler Politiker und Eltern

Experten führen diesen Rückgang auf verschiedene Faktoren zurück, darunter effektive Gesundheitskampagnen und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die zu sozialer Isolation und eingeschränktem Zugang zu Substanzen führten. Der CDC-Bericht betont die Bedeutung der fortlaufenden Überwachung des Substanzkonsums bei Jugendlichen im Kontext sich entwickelnder Drogenmärkte und gesellschaftlicher Veränderungen. "Der Substanzkonsum unter Jugendlichen ist im letzten Jahrzehnt gesunken, auch während der COVID-19-Pandemie", heißt es in dem Bericht

Zusätzliche Studien unterstützen diese Erkenntnisse und zeigen, dass die Legalisierung auf staatlicher Ebene nicht mit einem Anstieg des Cannabis-Konsums unter Jugendlichen korreliert. Forschungen, die vom National Institute on Drug Abuse finanziert wurden, fanden keinen signifikanten Unterschied im Cannabis-Konsum unter Jugendlichen, die in legalisierten Bundesstaaten aufwuchsen, im Vergleich zu denen, die dies nicht taten. Eine weitere Studie der Michigan State University stellte fest, dass, während der Konsum bei Erwachsenen nach der Legalisierung steigen könnte, der Konsum bei Jugendlichen unbeeinflusst bleibt

Experten plädieren dafür, evidenzbasierte Programme auszubauen, um die Risiken des Substanzkonsums unter Jugendlichen weiter zu verringern. Diese Programme zielen darauf ab, schützende Faktoren zu stärken und gleichzeitig Elemente anzugehen, die zum Substanzkonsum beitragen. Während die Legalisierung in den USA weiterhin zunimmt, bleibt das Verständnis ihrer Auswirkungen auf Jugendliche entscheidend für die Gestaltung zukünftiger Politiken und Strategien im Bereich der öffentlichen Gesundheit

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