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Kanadische Studie verknüpft Krankenhausbesuche wegen Cannabis mit erhöhtem Angst-Risiko
EuronewsScientists link hospitalisation for cannabis use to anxiety risk People who visited a hospital due to marijuana use had an increased risk of hospitalisation for anxiety, a Canadian study has found. 07/02/2024

Kanadische Studie verknüpft Krankenhausbesuche wegen Cannabis mit erhöhtem Angst-Risiko

Eine kanadische Studie zeigt, dass Krankenhausbesuche wegen Cannabisgebrauchs das Risiko für die Entwicklung von Angststörungen erheblich erhöhen und psychische Gesundheitsimplikationen aufzeigen

Key Points

  • 1Studie verknüpft cannabisbezogene Krankenhausbesuche mit erhöhtem Angst-Risiko
  • 2Über 27 % der cannabisbehandelten Personen entwickelten Angststörungen
  • 3Junge Erwachsene und Männer sind besonders anfällig
  • 4Studie legt Bedarf an Bewusstsein und Intervention nahe
  • 5Ergebnisse haben Implikationen angesichts der zunehmenden Legalisierung von Cannabis

Eine aktuelle kanadische Studie hat eine signifikante Korrelation zwischen Krankenhausbesuchen aufgrund von Cannabisgebrauch und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Angststörungen aufgezeigt. Veröffentlicht im eClinical Medicine Journal von The Lancet, untersuchte die Studie Daten von über 12 Millionen Personen in Ontario, Kanada, die sich über die Jahre 2008 bis 2019 erstreckten. Diese umfassende Analyse konzentrierte sich auf mehr als 34.000 Menschen, die aufgrund von Cannabisgebrauch in Notaufnahmen behandelt wurden, und verglich die Inzidenz von Angststörungen mit der allgemeinen Bevölkerung

Die Ergebnisse waren auffällig: Über 27 % derjenigen, die aufgrund von Cannabisgebrauch Notfallversorgung suchten, entwickelten innerhalb von drei Jahren eine Angststörung, verglichen mit knapp 6 % in der allgemeinen Bevölkerung. Dies deutet darauf hin, dass Personen, die wegen Cannabisgebrauchs behandelt wurden, ein 3,9-fach erhöhtes Risiko hatten, Angststörungen zu entwickeln. Darüber hinaus wurden mehr als 12 % dieser Personen innerhalb von drei Jahren erneut wegen Angstzuständen hospitalisiert, was einen deutlichen Gegensatz zur Hospitalisierungsrate von 1,2 % in der allgemeinen Bevölkerung darstellt, was einem 3,7-fachen Anstieg entspricht

Dr. Daniel Myran, der Hauptautor von der Universität Ottawa, betonte die Implikationen dieser Ergebnisse und wies darauf hin, dass, obwohl der Cannabisgebrauch zugenommen hat und oft als harmlos wahrgenommen wird, er erhebliche Risiken für die psychische Gesundheit darstellen kann. „Unsere Studie warnt, dass bei einigen Personen ein starker Cannabisgebrauch ihr Risiko erhöhen kann, Angststörungen zu entwickeln“, erklärte Myran. Die Forschung hebt die Notwendigkeit von Bewusstsein und möglichen Interventionen für gefährdete Personen hervor

Die Studie identifizierte auch spezifische demografische Gruppen mit höherem Risiko, wobei jüngere Erwachsene im Alter von 10 bis 24 Jahren und Männer besonders anfällig für die Entwicklung von Angstzuständen nach cannabisbezogenen Krankenhausbesuchen sind. Die Forscher räumten jedoch Einschränkungen ein, wie die Unfähigkeit, Muster des Cannabisgebrauchs außerhalb von Notfallsituationen zu erfassen, sowie den Mangel an Daten zur Häufigkeit des Gebrauchs und zur Potenz der Produkte. Trotz dieser Einschränkungen unterstreicht die Studie die Bedeutung weiterer Bewertungen und Interventionen für Personen, die eine Notfallbehandlung wegen Cannabisgebrauchs erhalten

Diese Ergebnisse kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da der Cannabisgebrauch weltweit weiter zunimmt und immer mehr Regionen in Richtung Legalisierung tendieren. Die Autoren der Studie schlagen vor, dass ihre Ergebnisse erhebliche klinische und politische Implikationen haben, insbesondere da die Wahrnehmungen der Sicherheit von Cannabis bestehen bleiben. In Europa, wo Cannabis weitgehend illegal bleibt, unternimmt Deutschland Schritte zur Legalisierung des Freizeitgebrauchs. Diese Studie dient als Erinnerung an die potenziellen psychischen Gesundheitsimplikationen, die mit einem erhöhten Cannabisverbrauch einhergehen können

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