
Kanadischer Cannabis-Schmuggel nach Europa nimmt aufgrund von Überangebot zu
Der Schmuggel von kanadischem Cannabis nach Europa hat zugenommen, wobei Rotterdam in diesem Jahr über 53.000 Kilo beschlagnahmte, was einen Trend zeigt, der durch Kanadas Überangebot angeheizt wird
Key Points
- 1Die Zollbehörden in Rotterdam haben in diesem Jahr über 53.000 Kilo kanadisches Cannabis beschlagnahmt
- 2Die 'kanadische Route' hat sich zu einem bemerkenswerten Schmuggeltrend entwickelt
- 3Antwerpen berichtete ebenfalls von einem signifikanten Anstieg der Cannabisbeschlagnahmungen
- 4Das Überangebot an legalem Cannabis in Kanada befeuert den Schmuggel nach Europa
- 5Cannabis-Schmuggel bietet hohe Gewinne mit geringeren Risiken im Vergleich zu Kokain
Der Schmuggel von kanadischem Cannabis nach Europa hat erheblich zugenommen, wobei der Hafen von Rotterdam in diesem Jahr einen starken Anstieg der Beschlagnahmungen verzeichnet, berichtet DutchNews. Die Zollbeamten in Rotterdam haben in diesem Jahr bisher über 53.000 Kilo Cannabis aus Kanada abgefangen, was einem fünfmaligen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr und einem erstaunlichen 50-fachen Anstieg im Vergleich zu 2023 entspricht
Der Trend begann im letzten Juli an Fahrt zu gewinnen, als mehr als 1.300 Kilo Cannabis in Versandcontainern aus Kanada entdeckt wurden. Diese Route, bekannt als die 'kanadische Route', wurde von den niederländischen Zollbehörden, der Polizei und den Staatsanwälten als klares Muster identifiziert. Auch Antwerpen verzeichnet einen ähnlichen Anstieg, mit fast 20.000 Kilo, die in diesem Jahr beschlagnahmt wurden, im Vergleich zu nur 336 Kilo im Jahr 2023
Die Legalisierung von Freizeit-Cannabis in Kanada im Jahr 2018 hat zu einem Überangebot geführt, das zu diesem illegalen Handel beiträgt. Die legale Cannabisindustrie Kanadas, die jährlich auf etwa 3 Milliarden Euro geschätzt wird, produziert deutlich mehr, als sie im Inland verkaufen kann. Trotz Exportverboten findet überschüssiger Bestand manchmal seinen Weg nach Europa, wo er in den Niederlanden für bis zu 2.800 Euro pro Kilo und sogar noch höher im Vereinigten Königreich und Skandinavien verkauft wird. Dieser lukrative Markt bietet Gewinne, die dem Kokainhandel ähneln, jedoch mit geringeren Strafen