
Libertäre Partei setzt sich seit Jahrzehnten für die Legalisierung von Cannabis ein
Die Libertäre Partei setzt sich seit über 50 Jahren konsequent für die Legalisierung von Cannabis ein, betont persönliche Freiheit und stellt die bundesstaatlichen Drogenrichtlinien in Frage
Key Points
- 1Die Libertäre Partei setzt sich seit 1971 für die Legalisierung von Cannabis ein
- 2Libertäre Kandidaten haben konsequent Marihuana-Reformen in ihre Programme aufgenommen
- 3Die Haltung der Partei steht im Gegensatz zu den großen Parteien, insbesondere während der Nixon- und Reagan-Ära
- 4Libertäre Aktivisten spielten eine Schlüsselrolle bei den Bemühungen um die Legalisierung von medizinischem Marihuana
- 5Die Partei setzt sich weiterhin für die bundesstaatliche Legalisierung und die Löschung nicht gewalttätiger Vergehen ein
Seit über fünfzig Jahren setzt sich die Libertäre Partei konsequent für die vollständige Legalisierung von Cannabis ein, was sie von beiden großen politischen Parteien in den Vereinigten Staaten unterscheidet. Gegründet im Jahr 1971, entstand die Partei als direkte Reaktion auf den Drogenkrieg von Präsident Nixon und nahm eine Plattform an, die die Legalisierung aller Drogen forderte. Dieser radikale Ansatz zur Drogenpolitik war zu dieser Zeit einzigartig und ist bis heute ein zentraler Bestandteil der Philosophie der Partei, die persönliche Freiheit und eine begrenzte staatliche Intervention betont
Das Engagement der Libertären Partei für Drogenreformen war bereits in ihrer ersten Präsidentschaftswahlkampagne 1972 sichtbar, als die Kandidaten John Hospers und Tonie Nathan die Legalisierung von Marihuana in ihr Programm aufnahmen. Wie die New York Times berichtete, stellte dies einen krassen Gegensatz zu den Positionen anderer Kandidaten dar, einschließlich des amtierenden Präsidenten Richard Nixon, der trotz gegenteiliger Erkenntnisse der Shafer-Kommission eine harte Haltung gegen Marihuana einnahm. Die unerschütterliche Unterstützung der Partei für die Legalisierung setzte sich durch die folgenden Jahrzehnte fort, selbst als die bundesstaatlichen Richtlinien unter Verwaltungen wie der von Ronald Reagan strenger wurden
In den 1980er Jahren und darüber hinaus kämpften libertäre Kandidaten wie Ed Clark und David Bergland gegen die zunehmenden bundesstaatlichen Strafen für Drogenvergehen. Sie kritisierten die Ineffektivität der Drogen Gesetze und argumentierten, dass das Verbot nur die Preise in die Höhe treibe und die Nachfrage nach Drogen nicht adressiere. Diese Perspektive wurde von Aktivisten innerhalb der Partei geteilt, die sich für Reformen wie die Entkriminalisierung und die Einrichtung privater Drogenrehabilitationsprogramme einsetzten. Trotz der harten bundesstaatlichen Drogenpolitik der damaligen Zeit blieben die Libertären fest davon überzeugt, dass Individuen das Recht haben sollten, persönliche Entscheidungen über den Drogenkonsum zu treffen
In den 1990er Jahren verlagerte sich der Fokus der Legalisierungsbewegung für Cannabis auf die medizinische Nutzung, wobei libertäre Aktivisten wie Steve Kubby und Peter McWilliams eine entscheidende Rolle spielten. Kubby war Mitautor des Proposition 215 in Kalifornien, das den Bundesstaat zum ersten machte, der medizinisches Marihuana legalisierte, während die tragische Geschichte von McWilliams den Widerstand der Bundesregierung gegen Veränderungen verdeutlichte. Trotz dieser Herausforderungen setzte die Libertäre Partei ihren Einsatz für eine breitere Legalisierung fort und betrachtete dies als eine Frage der medizinischen Freiheit und der persönlichen Rechte
In den letzten Jahren hat die Libertäre Partei ihr Engagement für die bundesstaatliche Legalisierung und die Löschung nicht gewalttätiger Marihuana-Vergehen aufrechterhalten. Während der Präsidentschaftswahlkampagne 2020 betonten die Kandidaten Jo Jorgensen und Spike Cohen die Notwendigkeit, den Drogenkrieg zu beenden und sich in Richtung eines Regulierungsrahmens zu bewegen, der Schaden reduziert, anstatt ihn zu verschärfen. Ihre Botschaft spiegelt das langjährige Engagement der Partei für persönliche Freiheit wider und den Glauben, dass die Drogenpolitik sich auf Sicherheit und Entstigmatisierung konzentrieren sollte, anstatt auf Kriminalisierung. Das konsequente Eintreten der Libertären Partei ist ein Beweis für ihr Engagement für individuelle Freiheit und ihren Einfluss auf die nationale Diskussion über Drogenreformen