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Litauisches Parlament fördert Maßnahmen zur Entkriminalisierung von Cannabis
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Litauisches Parlament fördert Maßnahmen zur Entkriminalisierung von Cannabis

Das litauische Parlament hat Maßnahmen zur Entkriminalisierung kleiner Mengen Cannabis genehmigt, die strafrechtliche Sanktionen durch Geldstrafen ersetzen und einen Wandel in der Drogenpolitik signalisieren

Key Points

  • 1Litauisches Parlament genehmigt Maßnahmen zur Entkriminalisierung von Cannabis
  • 2Vorschläge ersetzen strafrechtliche Sanktionen durch Geldstrafen für kleinen Cannabisbesitz
  • 3Frühere Ablehnung aufgrund von Verfahrensproblemen aufgehoben
  • 4Umfassende Agenda konzentriert sich auf die Verzögerung des Drogenkonsums und das Management von Risiken
  • 5Potenzielle Einflussnahme auf regionale Drogenpolitikreformen

In einem bedeutenden Schritt hat das litauische Parlament, der Seimas, eine nationale Agenda genehmigt, die darauf abzielt, die Drogen-, Tabak- und Alkoholpolitik bis 2035 zu reformieren. Diese Agenda umfasst Vorschläge zur Entkriminalisierung des Besitzes, Erwerbs, der Lagerung und des Transports kleiner Mengen Cannabis. Die Entscheidung markiert einen entscheidenden Wandel hin zu einem nachsichtigen Ansatz für den Cannabiskonsum

Die vorgeschlagenen Maßnahmen, wie von dem litauischen Medienunternehmen LRT berichtet, sehen vor, strafrechtliche Sanktionen durch Verwaltungsstrafen für geringfügige Cannabisvergehen zu ersetzen. Personen, die mit kleinen Mengen Cannabis erwischt werden, würden eine Verwarnung und eine Geldstrafe zwischen 50 und 300 Euro erhalten, anstelle von strafrechtlichen Anklagen. Dies spiegelt einen wachsenden Trend in Europa zu milderen Drogenpolitiken wider

Trotz anfänglichen Widerstands hat der Seimas mit diesen Vorschlägen vorangeschritten, nachdem ein früherer Versuch, ähnliche Gesetze zu verabschieden, abgelehnt wurde. Die frühere Ablehnung war auf Verfahrensprobleme zurückzuführen, einschließlich des Fehlens von Expertenmeinungen vor der Abstimmung. Eine anschließende Überprüfung durch den Ethik- und Verfahrensausschuss führte jedoch dazu, dass der Vorschlag erneut geprüft und genehmigt wurde

Der umfassendere gesetzgeberische Rahmen zielt darauf ab, den Beginn des Konsums psychoaktiver Substanzen zu verzögern und die damit verbundenen Risiken zu managen. Er betont auch die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Behandlung von Sucht. Die Gemeinden werden ermutigt, Kontrollmaßnahmen und Strategien zur Schadensminderung als Teil dieses umfassenden Ansatzes umzusetzen

In Anbetracht der Zukunft könnte die Genehmigung dieser Maßnahmen durch den Seimas einen Wandel in der Drogenpolitik Litauens signalisieren. Wenn sie erfolgreich umgesetzt werden, könnte dies den Weg für weitere Reformen ebnen und möglicherweise benachbarte Länder dazu anregen, ihre eigenen Drogenpolitiken zu überdenken. Der Schritt ist Teil eines breiteren europäischen Trends zur Neubewertung der Cannabsgesetze

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