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Mythos der weißen Asche entlarvt: Cannabisqualität nicht mit Aschenfarbe verbunden
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Mythos der weißen Asche entlarvt: Cannabisqualität nicht mit Aschenfarbe verbunden

Wissenschaftliche Beweise entlarven den Mythos, dass weiße Asche überlegene Cannabisqualität anzeigt, und heben stattdessen die Rolle der Verbrennungstemperatur und der Curing-Prozesse hervor

Key Points

  • 1Die weiße Aschenfarbe in Joints ist kein zuverlässiger Qualitätsindikator für Cannabis
  • 2Der Glaube stammt aus der Zigarrenindustrie, insbesondere von kubanischen Zigarren
  • 3Tabakstudien zeigen, dass Fermentation die Aschenfarbe beeinflusst, nicht unbedingt die Qualität
  • 4Curing und Flushing bei Cannabis können die Aschenfarbe beeinflussen, jedoch nicht die Qualität
  • 5Die Verbrennungstemperatur spielt eine bedeutende Rolle bei der Bildung der Aschenfarbe

Der lange gehegte Glaube unter Cannabis-Enthusiasten, dass die Farbe der Joint-Asche die Qualität des Cannabis anzeigt, steht nun zur Diskussion. Laut Newsweed sind viele Verbraucher überzeugt, dass weiße Asche überlegene Cannabisqualität bedeutet, während dunkle Asche auf schlechte Anbaumethoden hindeutet. Wissenschaftliche Beweise zur Unterstützung dieser Behauptung fehlen jedoch

Die Herkunft der Verwendung der Aschenfarbe als Qualitätsindikator stammt wahrscheinlich aus der Zigarrenindustrie. Historisch wurden kubanische Zigarren nach der Weiße ihrer Asche beurteilt, eine Praxis, die bis zu dem Zeitpunkt zurückreicht, als kubanische Zigarren in den US-Markt geschmuggelt wurden. Dieser Glaube scheint sich auf Cannabis übertragen zu haben, obwohl die Kontexte erheblich unterschiedlich sind

Forschungen in der Tabakindustrie bieten einige Einblicke in die Faktoren, die die Aschenfarbe beeinflussen, obwohl diese Studien nicht darauf abzielten, die 'beste' Aschenfarbe zu bestimmen. Studien zur Tabakverbrennung haben gezeigt, dass Fermentationsprozesse, die Aroma und Verbrennbarkeit verbessern, auch die Aschenfarbe beeinflussen, was oft zu weißen oder grauen Aschen führt

Im Kontext von Cannabis wird angenommen, dass Prozesse wie das Curing und Flushing die Qualität des Endprodukts beeinflussen. Das Curing von Cannabis umfasst das Trocknen und Reifen der Pflanze, um ihre Eigenschaften zu verbessern, indem der Feuchtigkeitsgehalt und der Chlorophyllgehalt reduziert werden. Dieser Prozess, ähnlich der Tabakfermentation, kann zu helleren Aschenfarben führen, da die Verbrennung effizienter ist

Flushing, die Praxis, Cannabis-Pflanzen in den letzten Wochen vor der Ernte nur mit Wasser zu gießen, zielt darauf ab, verbleibende Nährstoffe zu entfernen. Während einige glauben, dass dies das Raucherlebnis verbessert, bleibt der Einfluss auf die Aschenfarbe unbewiesen. Wahrscheinlicher ist, dass die Verbrennungstemperatur während des Rauchens eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Aschenfarbe spielt

Letztendlich gibt es trotz des weit verbreiteten Glaubens an die Theorie der weißen Asche nur minimale wissenschaftliche Unterstützung, um zu behaupten, dass hellere Aschen mit höherer Cannabisqualität gleichzusetzen sind. Diese Vorstellung hält sich größtenteils aufgrund anekdotischer Beweise und nicht aufgrund empirischer Forschung. Mit der Weiterentwicklung der Cannabisindustrie könnten weitere wissenschaftliche Studien diese Missverständnisse letztendlich klären

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