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Neuseeland legalisiert Euthanasie, lehnt jedoch die Legalisierung von Marihuana ab
EuronewsNew Zealand votes to legalise euthanasia but not marijuana People voted 65% in favour of supporting an End of Life Choice Act that gives people with a terminal illness the option of requesting assisted dying. 30/10/2020

Neuseeland legalisiert Euthanasie, lehnt jedoch die Legalisierung von Marihuana ab

Die Wähler in Neuseeland haben die Legalisierung von Euthanasie genehmigt, aber die Legalisierung von Marihuana abgelehnt, was einen differenzierten Ansatz zu sozialen Themen verdeutlicht

Key Points

  • 1Neuseeland legalisiert Euthanasie mit 65% Wählerunterstützung
  • 2Legalisierung von Marihuana abgelehnt mit 53% gegen
  • 3Ministerpräsidentin Jacinda Ardern unterstützte beide Referenden
  • 4End of Life Choice Act tritt im nächsten Jahr in Kraft
  • 5Endgültige Ergebnisse der Marihuana-Abstimmung werden am 6. November erwartet

In einem wegweisenden Referendum haben die Neuseeländer entschieden für die Legalisierung von Euthanasie gestimmt, während sie die Legalisierung von Freizeit-Marihuana abgelehnt haben. Laut den Wahlergebnissen der Regierung unterstützten 65% der Wähler das End of Life Choice Act, das es Personen mit terminalen Krankheiten ermöglicht, assistierten Tod zu suchen. Dies markiert einen bedeutenden Wandel im Ansatz des Landes zur Sterbebegleitung und bietet Menschen mit terminalen Erkrankungen eine Wahl, wie sie ihr Leben beenden möchten

Das Marihuana-Referendum hingegen erhielt nicht das gleiche Maß an Unterstützung, da 53% der Wähler gegen die Maßnahme stimmten und 46% dafür. Die Ergebnisse, obwohl vorläufig, deuten auf eine Zurückhaltung der Neuseeländer hin, die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitgebrauch zu akzeptieren. Die endgültigen Ergebnisse werden am 6. November erwartet, aber die aktuellen Zahlen deuten auf ein klares Ergebnis gegen die Maßnahme hin

Ministerpräsidentin Jacinda Ardern, die kürzlich einen Sieg bei den Parlamentswahlen errungen hat, hatte beide Referenden öffentlich unterstützt. Ihre Sprecherin bestätigte, dass sie für die Legalisierung sowohl von Euthanasie als auch von Marihuana gestimmt hat. Das End of Life Choice Act wird im nächsten Jahr in Kraft treten, vorausgesetzt, es gibt die Genehmigung von zwei Ärzten für diejenigen, die assistierten Tod suchen, sofern sie weniger als sechs Monate zu leben haben

Abgeordneter David Seymour, der die Gesetzgebung zur Sterbebegleitung vorangetrieben hat, äußerte seine Zufriedenheit mit dem Ergebnis und betonte das Mitgefühl und die Kontrolle, die es schwerkranken Patienten bietet. In der Zwischenzeit hob die Abgeordnete der Grünen Partei, Chloe Swarbrick, die Bedeutung der Regulierung der Marihuana-Lieferkette durch Legalisierung hervor, obwohl sie anerkannte, dass man auf die endgültige Stimmenauszählung warten müsse. Der konservative Abgeordnete Nick Smith betrachtete die Ablehnung der Legalisierung von Marihuana als Sieg für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit

Die Ergebnisse des Referendums spiegeln die differenzierte Haltung Neuseelands zu sozialen Themen wider, indem sie progressive Optionen am Lebensende annehmen und gleichzeitig einen vorsichtigen Ansatz in der Drogenpolitik beibehalten. Die Entscheidungen verdeutlichen die Komplexität der öffentlichen Meinung beim Ausbalancieren von persönlicher Wahl und gesellschaftlichen Auswirkungen

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