
New York Times Kommentar zu Cannabis kritisiert für Ignorieren wichtiger Beweise
Der Kommentar der New York Times sieht sich Gegenwind ausgesetzt, weil er angeblich die Auswirkungen der Cannabislegalisierung falsch darstellt und eine erhöhte Regulierung vorschlägt
Key Points
- 1New York Times Kommentar kritisiert für faktische Ungenauigkeiten zu Cannabis
- 2Cannabisteuern sind höher als die von Alkohol und Tabak, entgegen der Behauptungen
- 3Vorgeschlagene Steuererhöhungen könnten Verbraucher in illegale Märkte treiben
- 4Vergleich mit 'Big Tobacco' wird von Kritikern als irreführend angesehen
- 5Medizinische Cannabisvorteile durch umfangreiche Forschung unterstützt, im Widerspruch zum Kommentar
Ein kürzlich erschienener Kommentar der Redaktion der New York Times hat Kontroversen ausgelöst, da er eine Erhöhung der Regulierung von legalem Cannabis fordert, während Kritiker argumentieren, dass er die tatsächlichen Auswirkungen der Cannabislegalisierung falsch darstellt
Der Artikel mit dem Titel 'Es ist Zeit, dass Amerika eingesteht, dass es ein Marihuana-Problem hat', behauptet, die realen Auswirkungen der Cannabisrichtlinien zu untersuchen, wird jedoch der faktischen Ungenauigkeiten und selektiven Auslassungen beschuldigt
Eine der Hauptkritiken an dem Kommentar ist die Behauptung, dass Cannabis im Vergleich zu Alkohol und Tabak unterbesteuert sei, eine Aussage, die von Branchenexperten bestritten wird. In Kalifornien beispielsweise beträgt die gesamte Steuerlast für Cannabis über 35 %, was weit über den Steuern auf Alkohol und Tabak liegt. Darüber hinaus belasten die Bundessteuergesetze Cannabisunternehmen schwerer, mit effektiven Steuersätzen von nahezu 70 %
Der Kommentar schlägt auch weitere Steuererhöhungen für Cannabis vor und deutet an, dass höhere Preise den Konsum reduzieren könnten. Kritiker argumentieren jedoch, dass dieser Ansatz die Verbraucher nur in den illegalen Markt treiben würde, wo Produkte unreguliert und potenziell gefährlich sind. Dieses Muster wurde bereits in Bundesstaaten wie Kalifornien beobachtet, wo hohe Steuern einen robusten illegalen Cannabismarkt aufrechterhalten haben
Darüber hinaus wurde der Vergleich der Cannabisindustrie mit 'Big Tobacco' als irreführend kritisiert. Im Gegensatz zu Tabak, der jährlich mit zahlreichen Todesfällen in Verbindung gebracht wird, hat Cannabis ein deutlich geringeres Risikoprofil. Die überwiegende Mehrheit der Cannabisunternehmen sind kleine bis mittelgroße Unternehmen, im Gegensatz zu den großen Konzernen, die die Tabakindustrie dominieren
Die Behandlung von medizinischem Cannabis in dem Kommentar wurde ebenfalls angefochten, insbesondere die Behauptung von begrenzten medizinischen Vorteilen. Dies widerspricht einem Bericht des US-Gesundheitsministeriums aus dem Jahr 2023, der erhebliche Beweise für die Wirksamkeit von Cannabis bei verschiedenen medizinischen Bedingungen hervorhob. Kritiker argumentieren, dass der Kommentar es versäumt, sich mit diesen umfassenden Beweisen auseinanderzusetzen und stattdessen auf weniger autoritative Quellen zurückgreift
Insgesamt wurden die Empfehlungen der Redaktion der New York Times von Cannabisbefürwortern und Branchenexperten mit Skepsis aufgenommen. Sie argumentieren, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen die bestehenden Probleme nicht ansprechen und sie möglicherweise verschärfen könnten, indem sie die Verbraucher in unregulierte Märkte drängen. Während die Debatte weitergeht, bleibt der Fokus darauf, ausgewogene regulatorische Lösungen zu finden, die die Realitäten des Cannabisgebrauchs und -handels widerspiegeln