
Niederländische Untersuchung endet ohne Anklagen im Fall Cannabisbonbons
Die niederländischen Behörden finden keine Beweise, um jemanden im Fall der "Cannabis"-Süßigkeiten, die zwei Kinder hospitalisierten, anzuklagen
Key Points
- 1Die niederländischen Behörden schlossen die Untersuchung zu "Cannabis"-Süßigkeiten ohne Anklage ab
- 2Erste Tests zeigten Cannabisrückstände, spätere Tests bestätigten, dass die Süßigkeiten cannabisfrei waren
- 3Haribo wurde nach einem landesweiten Rückruf von jeglicher Beteiligung freigesprochen
- 4Cannabis-Esswaren, die als gewöhnliche Süßigkeiten getarnt sind, stellen ein Risiko für Kinder dar
- 5Ein ähnlicher Vorfall im Jahr 2023 führte dazu, dass sechs Kinder in Den Haag von THC-haltigen Süßigkeiten erkrankten
Die niederländische Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen im mysteriösen Fall von "Cannabis"-Cola-Bonbons abgeschlossen, die zur Hospitalisierung von zwei Kindern führten. Trotz der Befragung von zwei Personen fanden die Behörden nicht genügend Beweise, um Anklage zu erheben. Der Vorfall, der auch einen Familienhund betraf, weckte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von essbaren Produkten, die legitimen Süßigkeiten ähneln
Die Untersuchung ergab, dass die Bonbons zunächst positiv auf Cannabisrückstände getestet wurden, so das Lebensmittelüberwachungsamt. Allerdings widersprachen nachfolgende Tests des niederländischen forensischen Instituts NFI diesen Ergebnissen und bestätigten, dass die Bonbons cannabisfrei waren. Haribo, der Hersteller der Bonbons, wurde nach einem landesweiten Rückruf von jeglicher Beteiligung freigesprochen, was die Komplexität der Identifizierung der Kontaminationsquelle unterstreicht
Cannabis-Esswaren, die als gewöhnliche Süßigkeiten getarnt sind, erfreuen sich im Internet zunehmender Beliebtheit und tragen zu Vorfällen des versehentlichen Konsums durch Kinder bei. In einem ähnlichen Fall im Jahr 2023 erkrankten sechs Kinder in Den Haag, nachdem sie Süßigkeiten mit THC, einem psychoaktiven Bestandteil von Cannabis, konsumiert hatten. Diese Ereignisse verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Regulierung und Überwachung von cannabisinfusierten Produkten, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten