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No-Veg-Technik revolutioniert den Cannabis-Anbau mit höheren Erträgen und niedrigeren Kosten
High TimesThe End of the Vegetative Phase: A Revolution in Cannabis Cultivation

No-Veg-Technik revolutioniert den Cannabis-Anbau mit höheren Erträgen und niedrigeren Kosten

Cannabis-Züchter, die die No-Veg-Technik in den Niederlanden anwenden, erzielen höhere jährliche Erträge und erhebliche Kosteneinsparungen, indem sie die traditionelle vegetative Phase eliminieren

Key Points

  • 1Die No-Veg-Methode eliminiert die vegetative Phase und platziert Pflanzen direkt unter einen 12/12-Blütezyklus
  • 2Züchter berichten von einer Erhöhung der jährlichen Erträge um 12 %, einer Reduzierung des Stromverbrauchs um 30 % und niedrigeren Arbeitskosten um 37 %
  • 3Versuche zeigen einen Anstieg der Spitzenblüten um 75 % und eine Reduzierung minderwertiger Knospen um 80 %
  • 4Präzise Zeitplanung und Wurzelentwicklung sind entscheidend für den Erfolg, insbesondere bei Klonen
  • 5OG Lab merkt an, dass diese Technik den kommerziellen Cannabis-Anbau für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit umgestalten könnte

Ein bahnbrechender Wandel im Cannabis-Anbau vollzieht sich, da führende Züchter in den Niederlanden und darüber hinaus die "No-Veg"-Technik annehmen, eine Methode, die die traditionelle vegetative Phase vollständig eliminiert. Durch die direkte Platzierung von bewurzelten Klonen oder gekeimten Samen unter einen 12/12-Blütezyklus ab dem ersten Tag berichten Züchter nicht nur von erheblichen Einsparungen bei Energie und Arbeitsaufwand, sondern auch von einer Steigerung der jährlichen Erträge. Laut Daten von Innexo, Fluence und Grodan können Züchter nun sechs Erntezyklen pro Jahr anstelle von vier erreichen, was die gesamte jährliche Produktion um 12 % erhöht, während der Stromverbrauch um 30 % und die Arbeitskosten um 37 % gesenkt werden

Die vegetative Phase, die lange als Grundpfeiler für die gesunde Entwicklung von Cannabis-Pflanzen angesehen wurde, wird als kostspieliges Relikt veralteter Praktiken neu überdacht. Traditionell haben Züchter Wochen damit verbracht, Pflanzen unter verlängerten Lichtzyklen zu pflegen, um starke Wurzelsysteme und üppiges Laub zu fördern, in der Annahme, dass dies die Erträge maximieren würde. Neue Forschungen stellen jedoch dieses Dogma in Frage und legen nahe, dass „das Halten von Pflanzen in der vegetativen Phase zur Produktion von Biomasse – d.h. Laub – die später entfernt wird, kontraproduktiv ist“, so Dominique van Gruisen, CEO von Innexo. Der No-Veg-Ansatz nutzt das natürliche „Stretch“ der Pflanze während des Blütenübergangs, optimiert das Wachstum und konzentriert die Energie auf die Blütenproduktion anstelle von unnötiger Blattmasse

Die Versuchsergebnisse waren besonders beeindruckend, wenn es um die Blütenqualität geht. Durch die Reduzierung der Pflanzenkomplexität hat die No-Veg-Methode zu einem Anstieg der Grade A-Blüten um 75 % und einem Rückgang der minderwertigen „larf“-Knospen um 80 % geführt. Diese Verbesserung der verkaufsfähigen Biomasse bedeutet, dass Züchter einen größeren Anteil an hochwertigen Produkten ernten können, wobei der Ernteindex – das Verhältnis von Blüten zu gesamter Pflanzenbiomasse – 60-80 % erreicht. Die optimierte Pflanzenarchitektur, die den Hauptstamm und die Hauptäste betont, reduziert auch den Bedarf an arbeitsintensivem Beschneiden und Entlauben, was die Betriebskosten weiter senkt

Der Erfolg der No-Veg-Technik hängt von präziser Zeitplanung und Pflanzen Gesundheit ab, insbesondere für kommerzielle Züchter, die Klone verwenden. „Die wichtigste Lektion, die wir im Versuch gelernt haben, ist, dass es in den ersten Wochen keinen Spielraum für Fehler gibt. Alle Probleme, die dann auftreten, führen zu Problemen im restlichen Zyklus“, sagte Frank Janssen, Produktentwicklungsleiter bei Grodan. Forscher haben ein Punktesystem zur Bewertung der Wurzelmasse entwickelt, um den optimalen Zeitpunkt für das Umpflanzen zu bestimmen, wobei Punktzahlen von 2 oder 3 die beste Wurzelentwicklung für maximale Ergebnisse anzeigen. Für Züchter, die aus Samen starten, ermöglicht das Pflanzen direkt in große Endbehälter, dass die Pfahlwurzel reichlich Ressourcen signalisiert, was ein schnelles Wachstum selbst unter Blühbedingungen fördert

Die No-Veg-Methode stellt ein grundlegendes Umdenken in der Cannabis-Hortikultur dar, mit Auswirkungen auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Rentabilität. Durch die Angleichung der Anbaupraktiken an die Pflanzenphysiologie und die Nutzung von Fortschritten in der kontrollierten Umweltlandwirtschaft kann die Branche mehr hochwertige Blüten mit weniger Ressourcen produzieren. Aus der Perspektive der Redaktion von OG Lab könnte diese Innovation einen neuen Standard für kommerzielle Cannabis-Betriebe weltweit setzen und einen Wandel zu schlankeren, produktiveren und umweltbewussteren Anbautechniken vorantreiben. Während weitere Daten auftauchen und die Technik verfeinert wird, werden die Akteure der Branche genau beobachten, ob die No-Veg-Revolution auf den globalen Märkten Fuß fasst

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