
OSU-Studie enthüllt überraschende Cannabis-Aromakategorien, einschließlich unangenehmer Gerüche
Eine neue Studie der Oregon State University enthüllt überraschende Cannabis-Aromakategorien, einschließlich einiger unangenehmer Düfte, und stellt den Fokus der Branche auf den THC-Gehalt in Frage
Key Points
- 1OSU-Forscher identifizieren vier verschiedene Cannabis-Aromakategorien
- 2Studie betont Aroma über THC als Qualitätsindikator
- 3Ergebnisse stellen aktuelle Marketingpraktiken in der Cannabisbranche in Frage
- 4Aromalexikon zielt darauf ab, die Qualitätsbewertung von Cannabis zu standardisieren
- 5Möglicher Wandel hin zu einer sensorischen Bewertung von Cannabis
In einer bahnbrechenden Studie haben Forscher der Oregon State University (OSU) vier verschiedene Aromakategorien für Cannabis identifiziert, darunter einige überraschende und weniger angenehme Düfte. Veröffentlicht in PLOS One, umfasste die Studie ein Panel von 24 sensorischen Experten, die 91 Cannabis-Blütenproben analysierten, was zur Erstellung eines Lexikons mit 25 validierten Aromabegriffen führte. Unter diesen Kategorien wurde eine als 'käseartig + erbrochenes/fäkal' beschrieben, was die konventionellen Wahrnehmungen des Cannabis-Aromas in Frage stellt
Die Studie zielte darauf ab, langjährige Fragen zu den sensorischen Eigenschaften von Cannabis und der Rolle des Aromas bei der Bestimmung der Produktqualität zu klären. Historisch gesehen hat sich die Cannabisindustrie stark auf den THC-Gehalt als Qualitätsmerkmal konzentriert, aber diese Forschung legt nahe, dass das Aroma ein zuverlässigerer Indikator sein könnte. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit eines standardisierten Vokabulars in der Cannabisindustrie, ähnlich dem, das beim Wein- oder Kaffeeverkostungen verwendet wird, um die Produkteigenschaften besser zu bewerten und zu kommunizieren
Thomas H. Shellhammer, der leitende Forscher, betonte die Bedeutung der Entwicklung einer standardisierten Sprache für das Cannabis-Aroma, insbesondere da die Branche auf eine stärkere Regulierung zusteuert. "Aroma spielt eine große Rolle dabei, wie Verbraucher die Qualität von Cannabis beurteilen," erklärte er und wies darauf hin, dass die aktuellen Marketingpraktiken oft diesen Aspekt übersehen. Die Ergebnisse der Studie könnten die Verbraucher dazu ermutigen, sensorische Profile über den THC-Gehalt hinaus zu berücksichtigen, wenn sie Cannabisprodukte bewerten, und ein nuancierteres Verständnis von Qualität zu fördern
Die Forschung zeigte auch, dass weder THC- noch Terpenprofile allein zuverlässig das tatsächliche Aroma von Cannabis vorhersagen können. Dies stellt den vorherrschenden Fokus der Branche auf die chemische Zusammensetzung als primären Qualitätsfaktor in Frage. Die Autoren der Studie argumentieren, dass das Aroma der konsistenteste Prädiktor für den Genuss der Verbraucher ist, was einen Wandel in der Vermarktung und Bewertung von Cannabisprodukten nahelegt
Die Implikationen dieser Studie könnten erheblich für den Cannabismarkt sein und möglicherweise zu einer transparenteren und verbraucherorientierteren Branche führen. Durch die Annahme eines sensorischen Ansatzes, der dem von Spezialkaffee oder Naturwein ähnelt, könnte die Cannabisindustrie eine authentischere Darstellung der Produktqualität bieten. Dieser Wandel könnte auch den Markt enger an den Erfahrungen der Verbraucher ausrichten und eine größere Zufriedenheit und Loyalität unter Cannabisnutzern fördern