
Peru schreitet bei der Legalisierung von medizinischem Cannabis voran
Peru schreitet bei der Legalisierung von medizinischem Cannabis voran, nachdem ein Gesetzentwurf genehmigt wurde, der durch öffentliche Nachfrage und eine Polizeirazzia auf ein Cannabis-Labor angestoßen wurde
Key Points
- 1Der Kongress von Peru schreitet bei der Legalisierung von medizinischem Cannabis voran
- 2Eine Polizeirazzia in einem Cannabis-Labor verdeutlichte die Kämpfe der Eltern
- 365 % der Peruaner unterstützen medizinisches Cannabis, laut einer Umfrage
- 4Der Gesetzentwurf wird bald im gesamten Kongress debattiert und abgestimmt
- 5Peru könnte sich anderen lateinamerikanischen Ländern bei der Legalisierung von therapeutischem Cannabis anschließen
Peru geht mit der Legalisierung von medizinischem Cannabis voran, nachdem ein Gesetzentwurf vom Kongressausschuss für nationale Verteidigung genehmigt wurde. Diese gesetzgeberische Maßnahme erfolgt im Anschluss an eine umstrittene Polizeirazzia in einem improvisierten Cannabis-Labor, das von Müttern betrieben wurde, die Cannabis zur Behandlung der medizinischen Zustände ihrer Kinder verwenden. Der Gesetzentwurf, der die Produktion und Einfuhr von Cannabis für therapeutische Zwecke erlaubt, wird nun in eine vollständige Debatte und Abstimmung im Kongress überführt
Der Vorstoß zur Legalisierung gewann an Schwung, nachdem die Razzia die Schwierigkeiten von Eltern offenbarte, die Cannabis anbauten, um Öl für ihre kranken Kinder herzustellen. Der Kongressabgeordnete Alberto de Belaunde gab bekannt, dass der Ausschuss das Gesetz einstimmig unterstützte und betonte, dass dies einen bedeutenden Wandel in der Politik zur Entkriminalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken darstellt. Diese Entwicklung steht im Einklang mit dem ursprünglichen Vorschlag von Präsident Pedro Pablo Kuczynski, der von der Notlage der Mütter inspiriert wurde
Ana Alvarez, Gründerin der NGO 'Seeking Hope', äußerte Dankbarkeit gegenüber den Behörden für den Fortschritt der Gesetzgebung. Sie hob die Bedeutung der Verbesserung der Lebensqualität für Kinder hervor, die unter Erkrankungen wie Epilepsie leiden, und erklärte, dass dieser gesetzgeberische Schritt eine Belohnung für die hartnäckigen Bemühungen der betroffenen Mütter sei. Dieses Gefühl wird von der Mehrheit der Öffentlichkeit geteilt, da eine Ipsos-Umfrage ergab, dass 65 % der Peruaner die Legalisierung von medizinischem Cannabis unterstützen
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, wird Peru sich Chile, Kolumbien und Mexiko anschließen, die Cannabis zu therapeutischen Zwecken erlauben, was einen bedeutenden Schritt in der sich wandelnden Haltung Lateinamerikas gegenüber Marihuana darstellt. Uruguay bleibt das einzige Land in der Region mit vollständiger Legalisierung, die sowohl medizinische als auch Freizeitnutzung umfasst. Die bevorstehende Abstimmung im Kongress wird entscheiden, ob Peru den Fußstapfen seiner Nachbarn folgen wird, was potenziell die Landschaft der medizinischen Behandlungsoptionen im Land verändern könnte