
Präsident Trump erwägt eine Neubewertung von Marihuana: Ein potenzieller Wendepunkt für die Cannabisindustrie
Präsident Trump erwägt Berichten zufolge, Marihuana als weniger gefährliche Droge neu zu klassifizieren, ein Schritt, der erhebliche Auswirkungen auf die Cannabisindustrie haben könnte. Die potenzielle Neubewertung auf Zeitplan 3 würde Steuerbelastungen verringern und sich mit früheren Reformbemühungen decken
Key Points
- 1Trump erwägt die Neubewertung von Marihuana auf Zeitplan 3
- 2Potenzielle politische Veränderung könnte der 32 Milliarden Dollar schweren Cannabisindustrie zugutekommen
- 3Diskussionen beinhalten Schlüsselpersonen wie Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr
- 4Die Neubewertung würde die Bemühungen zur Cannabisreform aus der Biden-Ära fortsetzen
- 5Kritiker äußern Bedenken über Wissenschaft versus Geschäftsinteressen
In einem Schritt, der die Landschaft der Cannabisindustrie transformieren könnte, erwägt Präsident Donald Trump Berichten zufolge eine Exekutivverordnung zur Neubewertung von Marihuana als weniger gefährliche Substanz nach Bundesrecht. Laut einem Bericht der Washington Post haben Gespräche zwischen Trump und dem republikanischen Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, den Fokus darauf gelegt, Cannabis in den Zeitplan 3 des Gesetzes über kontrollierte Substanzen zu verschieben. Eine solche Neubewertung würde einen signifikanten Wandel in der bundesstaatlichen Cannabispolitik markieren und sich mit früheren Bemühungen zur Lockerung der Beschränkungen für die Droge decken
Die potenzielle Neubewertung von Marihuana erfolgt, nachdem Trump zuvor seine Absicht geäußert hatte, sich mit der Neubewertung von Cannabis zu befassen. Während der Zeitrahmen ungewiss bleibt und das Engagement des Präsidenten für den Plan noch nicht gefestigt ist, beobachten Brancheninsider die Situation genau. Der Schritt könnte die hohen Steuerbelastungen verringern, mit denen Cannabisunternehmen konfrontiert sind, die aufgrund des Status von Marihuana als Droge der Kategorie 1 derzeit keine regulären Geschäftsausgaben abziehen können. Wenn umgesetzt, könnte diese politische Änderung einen erheblichen Schub für den regulierten Cannabismarkt im Wert von 32 Milliarden Dollar bieten
Während eines kürzlichen Telefonats mit Sprecher Johnson hat Präsident Trump Berichten zufolge seine Absicht signalisiert, mit der Neubewertungsinitiative fortzufahren. An diesem Anruf nahmen mehrere bemerkenswerte Persönlichkeiten teil, darunter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Mehmet Oz, Leiter der Zentren für Medicare und Medicaid-Dienste. Obwohl die Identitäten der anwesenden Führungskräfte der Marihuana-Industrie nicht offengelegt wurden, ist bekannt, dass Führungskräfte von großen Cannabisunternehmen wie Cresco Labs und Trulieve Cannabis Corp. daran arbeiten, Verbindungen zur Trump-Administration aufzubauen
Diese potenzielle Neubewertung könnte als Fortsetzung von Trumps jüngsten politischen Maßnahmen angesehen werden, die den Cannabissektor betreffen. Im vergangenen Monat unterzeichnete er ein Gesetz, das Hanf neu definiert und den Verkauf bestimmter THC-Produkte aus Hanf einschränkt, was von vielen in der regulierten Cannabisindustrie begrüßt wurde. Für Trump könnte ein Schritt zur Neubewertung von Marihuana auch ein strategischer politischer Schachzug sein, da er zuvor seine Unterstützung für die Legalisierung des Freizeitgebrauchs in Florida, einem Schlüsselstaat sowohl für Cannabisoperationen als auch für seine Wählerschaft, geäußert hatte
Die Neubewertung von Marihuana würde auch einen Abschluss der während der Biden-Administration eingeleiteten Bemühungen darstellen. Im Oktober 2022 wies Präsident Biden die Bundesbehörden an, die Klassifizierung von Marihuana zu überprüfen, was im August 2023 zu einer Anerkennung seines medizinischen Gebrauchs durch die Bundesgesundheitsbehörden führte. Der Fortschritt kam jedoch ins Stocken, sodass die Angelegenheit ungelöst blieb. Trumps potenzielles Handeln könnte somit als Vollendung dessen angesehen werden, was Biden begonnen hat, und eine komplexe Schicht in die politischen Dynamiken rund um die Cannabisreform hinzufügen
Trotz der potenziellen Vorteile wurde die Aussicht auf eine Neubewertung nicht überall begrüßt. Kritiker wie Kevin Sabet, Präsident und CEO von Smart Approaches to Marijuana, äußerten Bedenken, dass die Entscheidung mehr auf Geschäftsinteressen als auf wissenschaftlichen Beweisen basiere. Sabet, ein ehemaliger Drogenpolitiker im Weißen Haus, warnte, dass der Schritt unvorhergesehene Konsequenzen haben könnte, und betonte, dass das Ergebnis unter Trumps Führung ungewiss bleibt. Während sich die Situation entwickelt, bereiten sich Interessengruppen auf allen Seiten auf einen möglichen Wandel der bundesstaatlichen Haltung zu Marihuana vor
In der Zukunft bleibt die Cannabisindustrie vorsichtig optimistisch hinsichtlich der potenziellen Neubewertung. Während die genauen Details und der Zeitrahmen von Trumps Entscheidung noch unklar sind, ist die Aussicht auf ein günstigeres regulatorisches Umfeld eine verlockende Möglichkeit für Unternehmen und Befürworter gleichermaßen. Während sich das Gespräch über die Cannabisreform weiterentwickelt, ist die Branche bereit, sich an die Veränderungen anzupassen, die die Zukunft bringen könnte