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Retro-Warnung vor Drogenbonbons taucht wieder auf
Cáñamocaramelos

Retro-Warnung vor Drogenbonbons taucht wieder auf

Der Mythos von Drogenbonbons aus den 1980er Jahren taucht wieder auf, während moderne Jugendliche sich mit 'Schnüffeln von Smarties' beschäftigen, was den Einfluss sozialer Medien auf riskante Verhaltensweisen hervorhebt

Key Points

  • 1Mythos der 1980er Jahre über Drogenbonbons warnte Eltern vor Gefahren auf dem Schulhof
  • 2Moderne Trend des 'Schnüffelns von Smarties' spiegelt frühere Bedenken mit digitalem Twist wider
  • 3Soziale Medien spielen eine bedeutende Rolle bei der Aufrechterhaltung riskanter Verhaltensweisen unter Jugendlichen
  • 4Die Anziehungskraft der Online-Validierung treibt Teenager dazu, drogenähnliche Erfahrungen mit Süßigkeiten nachzuahmen
  • 5Experten betonen die Notwendigkeit der Aufklärung über Substanzkonsum und dessen Konsequenzen

In den 1980er Jahren warnte eine weit verbreitete urbane Legende Eltern vor mit Drogen versetzten Süßigkeiten, die Kindern in der Nähe von Schulen angeboten wurden. Diese Erzählung, genährt von der Angst der Eltern, deutete darauf hin, dass Fremde diesen gefährlichen Leckereien ahnungslosen Kindern aushändigten. Trotz des Fehlens von Beweisen, die diese Behauptungen stützen, hielt sich der Mythos und wurde zu einer festen Warnung der damaligen Zeit

Der Mythos von Drogenbonbons war eines der ersten Beispiele, bei denen Kinder begannen, die von Erwachsenen gefütterten Erzählungen zu hinterfragen. Als die Kinder älter wurden, erkannten sie, dass die Geschichten über kostenlose, mit Drogen beladene Süßigkeiten unbegründet waren und dass sie alle Leckereien, die sie wollten, mit ihrem eigenen Geld kaufen mussten. Diese Erkenntnis markierte einen entscheidenden Moment im Übergang von der kindlichen Unschuld zu einer zynischeren Sicht auf die Realität

Schnell vorwärts in die Gegenwart, und die Erzählung hat mit dem Aufkommen von Videos auf Plattformen wie YouTube, in denen Teenager Aktivitäten wie das „Schnüffeln von Smarties“ zeigen, eine neue Wendung genommen. Diese Videos zeigen junge Menschen, die Bonbon-Tabletten zerdrücken und entweder das Pulver inhalieren oder so tun, als würden sie es rauchen. Dieses Verhalten, obwohl es nicht wirklich berauschend ist, spiegelt die früheren Bedenken über drogenähnliche Erfahrungen durch Süßigkeiten wider

Die Wiederbelebung dieses Verhaltens wirft Fragen über den Einfluss sozialer Medien auf die Jugendkultur auf. Während das „Schnüffeln von Smarties“ mehr mit Nachahmung und Sichtbarkeit in sozialen Medien als mit tatsächlichem Drogenkonsum zu tun hat, hebt es die anhaltende Faszination für die Idee hervor, dass Süßigkeiten ein Vehikel für illegale Erfahrungen sind. Der Wunsch nach sozialer Medienvalidierung, mit Likes und Shares, fügt diesem alten Mythos eine moderne Dimension hinzu

Experten schlagen vor, dass dieser Trend weniger mit dem Streben nach einem Rausch und mehr mit der Anziehungskraft riskanter Verhaltensweisen für ein Publikum zu tun hat. Das digitale Zeitalter bietet eine Plattform, auf der diese Handlungen weit verbreitet und konsumiert werden können, was zu einer virtuellen Form von Gruppenzwang führt. Dieses Phänomen unterstreicht die Bedeutung der Aufklärung junger Menschen über die Realität des Substanzkonsums und die potenziellen Konsequenzen ihres Handelns

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