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Richtersvereinigung unterstützt Cannabislegalisierung für Freizeitnutzung
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Richtersvereinigung unterstützt Cannabislegalisierung für Freizeitnutzung

Die Richtersvereinigung unterstützt die Cannabislegalisierung und nennt die ungerechtfertigte Kriminalisierung sowie die Forderung nach einem kontrollierten Vertriebssystem

Key Points

  • 1Richtersvereinigung unterstützt Cannabislegalisierung für Freizeitnutzung
  • 2Die NRV fordert ein staatlich kontrolliertes Vertriebssystem
  • 3Inkonsistenzen in den Cannabis- und Alkoholgesetzen werden kritisiert
  • 4Der Verband fordert die Entkriminalisierung von bis zu 30 Gramm Cannabis
  • 5NRV hebt die Notwendigkeit standardisierter Fahrbeeinträchtigungsgrenzen für Cannabis hervor

In einer bedeutenden Entwicklung hat die Neue Richtersvereinigung (NRV), ein Verband deutscher Richter, ihre starke Unterstützung für die Initiative der Bundesregierung zur Legalisierung von Cannabis für den Freizeitgebrauch zum Ausdruck gebracht. Laut ihrer Pressemitteilung vom 10. März 2023 argumentiert die NRV, dass die Kriminalisierung von Cannabis-Konsumenten nicht länger gerechtfertigt ist. Sie betonen, dass das Justizsystem dem Nutzen der Gemeinschaft dienen sollte und plädieren für transparente und demokratische Entscheidungsprozesse

Die NRV hat hervorgehoben, dass ein staatlich kontrolliertes Vertriebs- und Anbausystem für eine effektive Cannabislegalisierung unerlässlich ist. Sie argumentieren, dass die aktuellen rechtlichen Inkonsistenzen zwischen Alkohol- und Cannabis-Konsumenten, insbesondere in Bezug auf das Strafrecht und die Fahrvorschriften, nicht haltbar sind. Der Verband weist auf die Ungleichheit in der rechtlichen Behandlung in verschiedenen deutschen Bundesländern hinsichtlich der zulässigen Mengen an Cannabis hin, die ihrer Meinung nach keine rechtliche Grundlage hat

Simon Pschorr, der die NRV vertritt, erklärte, dass das Verbot von Cannabis den Konsum in Deutschland nicht eingedämmt hat. Trotz fortlaufender Bemühungen, die Substanz zu verbieten, geht der Konsum unvermindert weiter. Die NRV stellt fest, dass der Konsum von Cannabis in jungen Jahren erhebliche Risiken birgt, diese jedoch im Vergleich zu Alkohol- und Tabakkonsum für Erwachsene weniger schwerwiegend sind

Die NRV fordert die Gesetzgeber auf, den Besitz von bis zu 30 Gramm Cannabis zu entkriminalisieren, was die Justiz entlasten würde, die jährlich mit 180.000 konsumbezogenen Straftaten belastet ist. Sie fordern auch Änderungen der Fahrgesetze und kritisieren den aktuellen Rahmen, in dem Personen ihre Führerscheine aufgrund inaktiver THC-Rückstände Tage nach dem Konsum verlieren. Das Fehlen standardisierter Beeinträchtigungsgrenzen für Cannabis, im Gegensatz zu Alkohol, wird als eine Lücke angesehen, die dringend rechtliche Aufmerksamkeit benötigt

Der Verband erkennt an, dass die europäische Gesetzgebung den persönlichen Besitz von Cannabis weiterhin bestraft, betont jedoch die Notwendigkeit einer kontrollierten Lieferkette, um den Schwarzmarkt zu ersetzen. Sie bestehen darauf, dass der legale Verkauf auf den nationalen Markt beschränkt sein sollte und der Verkauf an Minderjährige weiterhin bestraft werden muss. Die Position der NRV fügt der laufenden Debatte über die Cannabis-Politik in Deutschland eine bedeutende Stimme hinzu und könnte zukünftige legislative Entscheidungen beeinflussen

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