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Russland setzt strenge Drogen Gesetze durch trotz sozialer Stigmatisierung und historischer Kontexte
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Russland setzt strenge Drogen Gesetze durch trotz sozialer Stigmatisierung und historischer Kontexte

Russland setzt strenge Drogen Gesetze durch mit harten Strafen, die historische und soziale Einstellungen gegenüber Substanzen wie Heroin und Cannabis widerspiegeln

Key Points

  • 1Russland verhängt strenge Strafen für Drogenbesitz und -konsum
  • 2Historische Faktoren beeinflussen negative gesellschaftliche Ansichten über Drogen
  • 3Strenge Durchsetzung unter Putin setzt Drogen mit Terrorismus gleich
  • 4Synthetische Drogen wie Spice bergen erhebliche Gesundheitsrisiken
  • 5Krokodil ist ein verheerendes hausgemachtes Opioid, das in Russland verbreitet ist

In Russland sind Drogenbesitz und -konsum streng verboten, mit harten Strafen selbst für geringfügige Verstöße. Der Besitz kleiner Mengen, wie eines einzelnen Joints, kann zu Geldstrafen von 4.000 bis 5.000 Rubel oder bis zu fünfzehn Tagen Arrest führen. Größere Mengen führen zu härteren Strafen, einschließlich bis zu zehn Jahren Gefängnis für große Mengen. Der Anbau von Drogenpflanzen wie Cannabis zieht ähnliche Strafen nach sich, was die kompromisslose Haltung des Landes gegenüber Drogenaktivitäten unterstreicht

Die gesellschaftliche Wahrnehmung des Drogenkonsums in Russland wird stark von historischen Faktoren beeinflusst, wobei Substanzen wie Marihuana weniger verbreitet sind als in anderen Teilen der Welt. Stattdessen hat das Land erhebliche Herausforderungen mit Heroin zu bewältigen, das während des sowjetischen Eingreifens in Afghanistan in den 1980er Jahren verbreitet wurde. Heute konsumiert Russland erstaunliche 21 % des weltweiten Heroinangebots, was es zur höchsten Rate weltweit macht. Dieses Erbe des Drogenkonsums ist mit Perioden nationaler Instabilität und wirtschaftlicher Turbulenzen verwoben, was negative Einstellungen gegenüber Drogen außer Alkohol und Tabak verstärkt

Unter der Führung von Wladimir Putin hat Russland einen noch konservativeren Ansatz zur Drogenbekämpfung angenommen, der das Drogenproblem mit Terrorismus und Piraterie gleichsetzt. Der Föderale Drogenkontrolldienst (FSKN), ähnlich der US-Drogenbehörde DEA, hat über 34.000 Agenten, die mit der Bekämpfung des Drogenhandels und -konsums beauftragt sind. Diese Behörde, zusammen mit Putins Aufrufen zur fortgesetzten Wachsamkeit gegen "Narcoaggression", unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der Russland dieses Thema behandelt, und setzt spezialisierte Kräfte ein, um Drogenkriminalität zu bekämpfen

Trotz der strengen Gesetze ist der Drogenkonsum in Russland möglich, jedoch mit hohen Risiken verbunden. Ausländer und Einheimische stehen aufgrund von Sprachbarrieren und der erhöhten Kontrolle durch die Strafverfolgungsbehörden vor Herausforderungen. Cannabis ist insbesondere schwer zu finden und oft von schlechter Qualität, wobei viele auf synthetische Alternativen wie Spice zurückgreifen. Diese Substanz, eine Mischung aus Kräutern mit synthetischen Cannabinoiden, birgt erhebliche Gesundheitsrisiken und ist aufgrund ihrer niedrigen Kosten und der einfachen Herstellung zu einem beliebten, aber gefährlichen Ersatz geworden

Der Gebrauch von Spice und anderen synthetischen Drogen verdeutlicht die Anpassungsfähigkeit der Händler, die rechtliche Schlupflöcher ausnutzen. Durch die Veränderung chemischer Formeln umgehen sie Verbote, was Spice trotz Polizeigewalt zu einem anhaltenden Problem macht. Die unvorhersehbaren Wirkungen der Droge reichen von marijuanaähnlichen Erfahrungen bis hin zu solchen, die Methamphetamin oder Kokain ähneln, was zu gefährlichen Nebenwirkungen wie Psychosen und potenzieller Todesgefahr führt. Diese Anpassungsfähigkeit stellt eine fortwährende Herausforderung für die russischen Behörden dar, die versuchen, ihre Verbreitung einzudämmen

Krokodil, eine weitere berüchtigte Droge in Russland, ist ein hausgemachtes Opioid, das für seine verheerenden Auswirkungen bekannt ist. Ursprünglich aus Desomorphin gewonnen, erlangte es in den 2000er Jahren aufgrund seiner schweren physischen Folgen, einschließlich Gangrän und Tod, Berühmtheit. Die einfache Herstellung aus rezeptfreien Codeintabletten macht es besonders heimtückisch, und der schnelle Suchtzyklus verkürzt die Lebensdauer der Nutzer drastisch. Der Anstieg von Krokodil unterstreicht die komplexe Drogenlandschaft in Russland, wo legale und illegale Substanzen erhebliche Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit darstellen

Die Bemühungen zur Kontrolle des Drogenkonsums in Russland stehen vor zahlreichen Hindernissen, von historischen Mustern bis hin zu aktuellen Durchsetzungsstrategien. Das Zusammenspiel von gesellschaftlichen Normen, rechtlichen Rahmenbedingungen und der Einfallsreichtum der Händler kompliziert den Kampf gegen Drogenmissbrauch. Während Russland weiterhin mit diesen Problemen kämpft, wird die Notwendigkeit umfassender Strategien, die sowohl Angebot als auch Nachfrage sowie öffentliche Aufklärung und internationale Zusammenarbeit ansprechen, zunehmend evident

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