
Simon Hanselmanns einzigartige Comic-Kunst fesselt die Royals auf der Buchmesse Madrid
Simon Hanselmanns Comic 'Hechizo total' fasziniert Königin Letizia auf der Buchmesse Madrid und hebt die einzigartige Mischung aus Humor und existenziellen Themen des Künstlers hervor
Key Points
- 1Königin Letizia kaufte Simon Hanselmanns Comic auf der Buchmesse Madrid
- 2Hanselmanns Werk wird von seiner herausfordernden Kindheit in Tasmanien beeinflusst
- 3Er nutzt Cross-Dressing als eine Form künstlerischen Ausdrucks und Eskapismus
- 4Seine Comics erkunden schwarzen Humor und existenzielle Themen
- 5Hanselmanns Erzählstil hinterfragt traditionelle Vorstellungen von Glück in der Kunst
Auf der Buchmesse Madrid 2016 überraschte Königin Letizia von Spanien die Anwesenden, indem sie ein Exemplar von 'Hechizo total', einem Comic von Simon Hanselmann, kaufte. Bekannt für sein unkonventionelles Geschichtenerzählen, zeigt Hanselmanns Werk die Abenteuer von Megg, Mogg und Owl, Charakteren, die sich in einer Welt voller Drogen und existenzieller Überlegungen bewegen. Das Interesse der Königin an diesem gegenkulturellen Werk hat Neugier über Hanselmanns einzigartigen künstlerischen Ansatz geweckt
Simon Hanselmann, geboren in Launceston, Tasmanien, hatte eine herausfordernde Kindheit, die seine Arbeit tief beeinflusst. Aufgewachsen in einer postindustriellen Stadt mit einer heroinabhängigen Mutter und einem abwesenden Vater, sah sich Hanselmann erheblichen Widrigkeiten ausgesetzt, einschließlich schwerer Mobbing-Erfahrungen. Trotz dieser Schwierigkeiten ist es ihm gelungen, seine Erlebnisse in seine Kunst zu kanalisieren und Comics zu schaffen, die bei einem globalen Publikum Anklang finden und in über zwölf Sprachen übersetzt werden
Hanselmanns Privatleben und künstlerische Persona verschwimmen oft, insbesondere mit seiner Vorliebe für das Cross-Dressing als seine Figur Megg. Er umarmt diesen Aspekt seiner Identität und sieht ihn als Möglichkeit, mit dem Publikum in Kontakt zu treten und zum Nachdenken anzuregen. Hanselmann erkennt an, dass sein Interesse am Cross-Dressing eine Form des Eskapismus ist, die ihm hilft, mit Stress und persönlichen Herausforderungen umzugehen
Die Themen in Hanselmanns Comics spiegeln eine dunkelhumorvolle Sicht auf das Leben wider und vermeiden das, was er als die 'falsche Glückseligkeit' traditioneller Kunst beschreibt. Seine Charaktere, die oft selbstzerstörerisches Verhalten zeigen, bieten eine satirische Sicht auf Freundschaft und gesellschaftliche Normen. Hanselmann schöpft Inspiration aus der Absurdität des Alltags und nutzt seine Arbeit, um die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Unvermeidlichkeit des Leidens zu erkunden
Hanselmanns Ansatz beim Geschichtenerzählen wurde mit einer Mischung aus Peter Bagges Respektlosigkeit und der satirischen Schärfe von 'Die Simpsons' verglichen. Seine Comics, obwohl humorvoll, hinterlassen oft ein Gefühl des Unbehagens bei den Lesern und fordern sie heraus, über ihr eigenes Leben nachzudenken. Hanselmanns Weigerung, 'glückliche Kunst' zu schaffen, unterstreicht sein Engagement für Authentizität und seinen Glauben, dass Kunst die harten Realitäten des Daseins widerspiegeln sollte