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Spanischer Oberster Gerichtshof bestätigt Verurteilungen von Cannabis-Club-Leitern
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Spanischer Oberster Gerichtshof bestätigt Verurteilungen von Cannabis-Club-Leitern

Der spanische Oberste Gerichtshof hat die Leiter von Cannabis-Clubs in Bilbao und Barcelona verurteilt, was Bedenken hinsichtlich der rechtlichen Standards für diese Vereinigungen aufwirft

Key Points

  • 1Spanischer Oberster Gerichtshof verurteilt Leiter von Cannabis-Clubs zu Gefängnisstrafen
  • 2Urteile betonen rechtliche Risiken für Cannabis-Sozialclubs in Spanien
  • 3Gericht verweist auf 'vencible error' im Verständnis der Legalität durch die Leiter
  • 4Entscheidungen heben die Notwendigkeit klarerer Vorschriften für Cannabis-Clubs hervor

Der spanische Oberste Gerichtshof hat die Gefängnisstrafen für die Leiter von zwei Cannabis-Clubs, Ebers in Bilbao und Three Monkeys in Barcelona, bestätigt, was die Bedenken innerhalb der Cannabis-Community verstärkt. Diese Entscheidung festigt die Haltung des Gerichts zu den rechtlichen Grenzen von Cannabis-Sozialclubs, die seit Jahren in einem rechtlichen Graubereich in Spanien operieren

Das Urteil des Gerichts vom 5. Oktober hob ein vorheriges Freispruchsurteil des Provinzgerichts Barcelona auf und verurteilte die Leiter von Three Monkeys zu acht Monaten Gefängnis wegen Verstößen gegen die öffentliche Gesundheit. Die Entscheidung beinhaltete keine Geldstrafen aufgrund fehlender Bewertungen der beschlagnahmten Cannabis-Mengen. Dies steht im Einklang mit einem ähnlichen Urteil gegen Ebers und betont den konsistenten Ansatz des Gerichts in diesen Fällen

Zentral für die Argumentation des Gerichts war das Konzept des 'vencible error', was bedeutet, dass die Leiter glaubten, ihre Handlungen seien legal, sie jedoch besser hätten wissen müssen. Das Gericht argumentierte, dass die Statuten des Clubs klar ihren Willen zur Cannabis-Anbau hätten darlegen müssen, was eine Verteidigung des 'invincible error' ermöglicht hätte und möglicherweise eine strafrechtliche Haftung hätte vermeiden können

Das Urteil spiegelt eine breitere richterliche Auslegung wider, dass der Cannabis-Anbau zur Verteilung, selbst innerhalb privater Clubs, in Spanien ein Verstoß gegen die öffentliche Gesundheit darstellt. Die Entscheidungen des Gerichts deuten auf die Notwendigkeit klarerer gesetzlicher Richtlinien für die Aktivitäten von Cannabis-Clubs hin, da die aktuellen Gesetze diesen Vereinigungen wenig Klarheit bieten

Die Auswirkungen dieser Urteile sind erheblich für die Cannabis-Clubs in Spanien, die lange Zeit unter unklaren rechtlichen Bedingungen operiert haben. Viele Clubs könnten einer erhöhten Überprüfung und potenziellen rechtlichen Herausforderungen gegenüberstehen, was eine Neubewertung ihrer betrieblichen Transparenz und Einhaltung gesetzlicher Standards erforderlich macht

Trotz der Urteile des Gerichts bleibt innerhalb der juristischen Gemeinschaft eine Debatte über die Auslegung der Aktivitäten von Cannabis-Clubs bestehen. Einige argumentieren, dass die Statuten von Clubs wie Three Monkeys nicht mehrdeutig waren und die strenge Auslegung des Gerichts die Cannabis-Club-Bewegung in Spanien ersticken könnte

In Zukunft fordert die Cannabis-Community in Spanien gesetzliche Reformen, um klare Richtlinien für Cannabis-Clubs bereitzustellen. Ohne solche Reformen könnten Clubs weiterhin rechtlichen Unsicherheiten ausgesetzt sein, was das Wachstum der Cannabis-Industrie in Spanien behindern könnte

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