
Studie bestätigt, dass medizinisches Cannabis effektiv Krebs-Schmerzen lindert
Eine internationale Studie bestätigt medizinisches Cannabis als sichere und effektive Behandlung für krebsbedingte Schmerzen und hebt sein Potenzial als ergänzende Therapie hervor
Key Points
- 1Medizinisches Cannabis lindert effektiv krebsbedingte Schmerzen
- 2Studie umfasste 358 Krebspatienten über drei Jahre
- 3Ausgewogene THC- und CBD-Formulierungen waren am effektivsten
- 4Cannabiskonsum reduzierte die Abhängigkeit von anderen Schmerzmedikamenten
- 5Weitere Forschung ist notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen
Eine aktuelle Studie, die von einem internationalen Team von Forschern durchgeführt wurde, hat bestätigt, dass medizinisches Cannabis eine sichere und effektive Behandlung für krebsbedingte Schmerzen ist. Die Studie, an der Forscher von Institutionen wie dem Royal College of Surgeons in Dublin und der McGill University in Kanada beteiligt waren, ergab, dass medizinisches Cannabis in Kombination mit traditionellen Schmerzmedikamenten die Schmerzen bei Krebspatienten erheblich lindern kann
Die in der Zeitschrift BMJ Supportive & Palliative Care veröffentlichte Studie untersuchte die Auswirkungen von medizinischem Cannabis auf das Schmerzmanagement bei Krebspatienten. Die Forscher befragten über einen Zeitraum von drei Jahren 358 Erwachsene mit Krebs, um reale Daten zu Schmerzen und deren Behandlung zu sammeln. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 57 Jahre, wobei fast die Hälfte männlich war. Die häufigsten Krebsarten unter den Teilnehmern waren genitourinäre, Brust- und Darmkrebserkrankungen
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass eine ausgewogene Formulierung von THC und CBD am effektivsten zur Schmerzlinderung war. Die Teilnehmer berichteten über eine signifikante Schmerzlinderung nach drei, sechs und neun Monaten der Studie. Darüber hinaus war die Anwendung von medizinischem Cannabis mit einer Verringerung der Anzahl anderer Schmerzmedikamente verbunden, die die Patienten benötigten, was sein Potenzial als ergänzende Therapie unterstreicht
Die Studie stellte auch fest, dass medizinisches Cannabis von den Patienten gut vertragen wurde, wobei nur wenige Teilnehmer minimale Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schläfrigkeit berichteten. Die Forscher führten das günstige Sicherheitsprofil auf die enge Überwachung durch Gesundheitsfachkräfte zurück, die die Behandlung überwachten. Dieser Aspekt unterstreicht die Bedeutung der medizinischen Aufsicht in der Cannabistherapie bei Krebsschmerzen
Für die Zukunft betonten die Forscher die Notwendigkeit weiterer Studien, insbesondere randomisierter kontrollierter Studien, um diese Ergebnisse zu validieren. Sie hoben auch die Notwendigkeit hervor, die Vorteile und Risiken von medizinischem Cannabis in jüngeren Bevölkerungsgruppen zu untersuchen. Diese fortlaufende Forschung könnte den Weg für eine breitere Akzeptanz und Integration von Cannabis in die Schmerzmanagementprotokolle für Krebspatienten ebnen