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Studie zeigt, dass MDMA soziales Verhalten bei Oktopussen ähnlich wie bei Menschen induziert
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Studie zeigt, dass MDMA soziales Verhalten bei Oktopussen ähnlich wie bei Menschen induziert

Die Studie der Johns Hopkins University zeigt, dass Oktopusse unter MDMA menschenähnliche soziale Verhaltensweisen zeigen und genetische Verbindungen in Serotonintransportern aufdecken

Key Points

  • 1Studie der Johns Hopkins zeigt, dass MDMA soziales Verhalten bei Oktopussen induziert
  • 2Forschung hebt genetische Ähnlichkeiten in Serotonintransportern zwischen Oktopussen und Menschen hervor
  • 3Studie legt evolutionäre Erhaltung von Neurotransmittersystemen für soziales Verhalten nahe
  • 4Ergebnisse könnten therapeutische Anwendungen für Stimmungsstörungen informieren
  • 5Das komplexe Verhalten von Oktopussen fasziniert weiterhin Wissenschaftler

Eine bahnbrechende Studie der Johns Hopkins University hat gezeigt, dass Oktopusse, die typischerweise Einzelgänger sind, soziale Verhaltensweisen ähnlich wie Menschen zeigen, wenn sie MDMA, allgemein bekannt als Ecstasy, ausgesetzt sind. Die Forschung, veröffentlicht in Psychedelic Spotlight, beinhaltete ein Experiment, bei dem Oktopusse in einer Umgebung mit MDMA-infiziertem Wasser platziert wurden, was zu einer erhöhten sozialen Interaktion unter den Kopffüßern führte

Die Studie, durchgeführt von der Neurowissenschaftlerin Gül Dölen und ihren Kollegen, umfasste die Platzierung von vier Oktopussen in einem speziell gestalteten Tank mit drei verbundenen Kammern. Eine Kammer war leer, eine andere enthielt ein Spielzeug, und die dritte beherbergte einen eingesperrten Oktopus. Nach der Exposition gegenüber MDMA verbrachten die Oktopusse signifikant mehr Zeit in der Kammer mit dem eingesperrten Artgenossen, was auf ein erhöhtes soziales Engagement hinweist

Dölens Forschung legt nahe, dass die sozialen Verhaltensweisen, die bei Oktopussen unter dem Einfluss von MDMA beobachtet wurden, mit genetischen Ähnlichkeiten in Serotonintransportern zwischen diesen Meerestieren und Menschen verbunden sein könnten. Serotonin, ein Neurotransmitter, der mit der Regulierung der Stimmung in Verbindung steht, scheint eine entscheidende Rolle in diesem interspezifischen Verhaltensparallelen zu spielen

Die Implikationen dieser Ergebnisse gehen über die Meeresbiologie hinaus und bieten Einblicke in die evolutionäre Erhaltung von Neurotransmittersystemen, die das soziale Verhalten steuern. Diese Entdeckung könnte den Weg für weitere Forschungen zu den neurologischen Grundlagen sozialer Interaktionen über verschiedene Arten hinweg ebnen und potenziell therapeutische Anwendungen für Stimmungsstörungen informieren

Oktopusse haben Wissenschaftler schon lange aufgrund ihres komplexen Verhaltens und ihrer Intelligenz fasziniert, was oft zu Vergleichen mit extraterrestrischen Lebensformen führt. Diese Studie fügt unserer Verständnis ihrer Bewusstseins- und Sozialfähigkeiten eine neue Dimension hinzu und deutet darauf hin, dass die Mechanismen, die sozialen Interaktionen zugrunde liegen, universeller sein könnten, als bisher angenommen

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