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Trump-Administration erwägt Neuregelung von Cannabis: Potenzielle Auswirkungen und Herausforderungen
High TimesThey Say Trump Is Easing Cannabis Restrictions. Why That May Not Mean Freedom

Trump-Administration erwägt Neuregelung von Cannabis: Potenzielle Auswirkungen und Herausforderungen

Die Trump-Administration erwägt einen bedeutenden politischen Wandel, indem sie möglicherweise Cannabis auf Schedule III neu klassifiziert. Während dies steuerliche Erleichterungen und Forschungschancen bieten könnte, reicht es nicht aus, um eine vollständige Legalisierung zu erreichen

Key Points

  • 1Trump-Administration erwägt die Neuregelung von Cannabis auf Schedule III
  • 2Potenzielle steuerliche Erleichterungen für Cannabis-Unternehmen unter 280E
  • 3Die Neuregelung würde Cannabis nicht bundesstaatlich legalisieren
  • 4Anhaltende Herausforderungen mit Konflikten zwischen Bundes- und Landesrecht
  • 5Neuregelung belebt einen ins Stocken geratenen Prozess aus der Biden-Ära

Die Trump-Administration erwägt Berichten zufolge einen bedeutenden Wandel in der bundesstaatlichen Cannabis-Politik, indem Cannabis von Schedule I auf Schedule III des Controlled Substances Act verschoben werden könnte. Diese potenzielle Neuregelung würde einen historischen Wandel markieren, da Cannabis bisher zusammen mit Drogen wie Heroin und LSD klassifiziert wurde, die als nicht medizinisch anerkannt gelten. Während dieser Schritt steuerliche Erleichterungen bieten und Forschungsbeschränkungen für staatlich legale Betreiber verringern könnte, würde er nicht gleichbedeutend mit einer Legalisierung sein oder umfassendere Reformen im Strafjustizsystem ansprechen. Das Weiße Haus hat noch keine endgültige Entscheidung getroffen, aber die Diskussion signalisiert ein erneuertes bundesstaatliches Interesse an der Cannabis-Politik

Die Neuregelung von Cannabis zu Schedule III könnte erheblichen finanziellen Spielraum für Cannabis-Unternehmen schaffen, indem sie den belastenden 280E-Steuergesetzes adressiert, das derzeit Betreiber daran hindert, gewöhnliche Geschäftsausgaben abzusetzen. Eine solche Änderung würde den finanziellen Druck auf viele kleine und mittelständische Unternehmen verringern, die mit effektiven Steuersätzen von über 60 % zu kämpfen haben. Brian Vicente, Gründungspartner bei Vicente LLP, betonte die potenziell positiven Auswirkungen auf staatlich legale Cannabis-Unternehmen und hob die Bedeutung der 280E-Erleichterung für ihr Überleben hervor

Trotz der potenziellen Vorteile würde die Neuregelung die bundesstaatliche Illegalität von Cannabis aufrechterhalten, den zwischenstaatlichen Handel weiterhin verbieten und die bundesstaatlichen strafrechtlichen Sanktionen unverändert lassen. Der Schritt würde bestehende Konflikte zwischen den staatlichen Märkten und dem Bundesrecht nicht lösen, und rechtliche Risiken für Arbeitnehmer, Patienten und Nichtbürger in regulierten Märkten würden bestehen bleiben. Darüber hinaus würde Cannabis, auch wenn der Zugang zu Forschung möglicherweise verbessert wird, weiterhin unter der Aufsicht der DEA und FDA stehen, was seine Anerkennung als von der FDA genehmigtes Medikament einschränkt

Die umfassenderen Implikationen der Neuregelung sind komplex, wie die jüngsten bundesstaatlichen Maßnahmen zeigen, die den Weg für die Recriminalisierung von THC-Produkten aus Hanf bis 2026 ebnen. Diese doppelte Bewegung von Fortschritt und Einschränkung spiegelt die anhaltenden Herausforderungen innerhalb der US-Cannabis-Politik wider. High Times hat dokumentiert, dass die Neuregelung die bundesstaatliche Kontrolle verfestigen könnte, möglicherweise zugunsten großer Unternehmensinteressen gegenüber kleineren Betreibern

Befürworter der Neuregelung argumentieren, dass sie eine notwendige Anerkennung des medizinischen Wertes von Cannabis darstellt und veraltete Politiken aus der Nixon-Ära herausfordert. Sie warnen jedoch, dass sie die tieferliegenden rechtlichen und regulatorischen Lücken nicht anspricht oder die umfassenden Reformen im Strafjustizsystem liefert, die viele Befürworter anstreben. Diese Spannung verdeutlicht die gespaltenen Perspektiven innerhalb der Cannabis-Community, wobei einige Schedule III als Schritt nach vorne betrachten und andere besorgt über die Implikationen für die bundesstaatliche Kontrolle sind

Der potenzielle Neuregelungsversuch belebt einen ins Stocken geratenen Prozess, der unter der Biden-Administration initiiert wurde, als bundesstaatliche Gesundheitsbeamte die medizinische Verwendung von Cannabis anerkannten und eine Klassifizierung als Schedule III empfahlen. Der Anhörungsprozess der DEA wurde verzögert, was die Branche in Unsicherheit lässt. Eine exekutive Anordnung könnte diesen Prozess beschleunigen, würde jedoch die grundlegenden Probleme der Legalität von Cannabis und die drohende bundesstaatliche Durchsetzung gegen Hanf nicht lösen

Während die Trump-Administration diesen politischen Wandel in Betracht zieht, muss die Cannabis-Industrie und ihre Befürworter wachsam bleiben. Während die Neuregelung bedeutenden Fortschritt darstellen könnte, ist sie nicht das Ende des Verbots oder eine umfassende Lösung für die Herausforderungen, vor denen die Cannabis-Community steht. Der Weg zur vollständigen Legalisierung und Anerkennung bleibt lang und erfordert fortgesetzte Advocacy und realistische Erwartungen

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