
Trumps Hanfverbot: Ein Vorbote für strengere bundesstaatliche Cannabis-Kontrollen?
Trumps jüngstes Hanfverbot könnte ein breiteres bundesstaatliches Vorgehen gegen Cannabis signalisieren und die rechtliche Landschaft für die Branche umgestalten
Key Points
- 1Trumps Hanfverbot definiert Hanf neu und setzt strenge THC-Grenzen fest
- 2Die Heritage Foundation plädiert für strengere bundesstaatliche Cannabis-Kontrollen
- 3Das Verbot betrifft sowohl Hanfprodukte als auch den Markt für Cannabis-Samen
- 4Der schnelle legislative Prozess wirft Bedenken hinsichtlich zukünftiger Beschränkungen auf
- 5Potenzielle Project 2025-Politiken könnten die bundesstaatliche Cannabis-Regulierung erhöhen
In einem überraschenden Schritt unterzeichnete der ehemalige Präsident Donald Trump im November 2025 ein bedeutendes Verbot von Hanf und setzte damit einen drastischen Wandel in der bundesstaatlichen Cannabis-Politik in Gang. Diese Gesetzgebung, die in ein Gesetz zur Wiedereröffnung der Bundesregierung eingebettet ist, definiert Hanf neu, indem sie eine strenge THC-Grenze von 0,4 Milligramm pro Behälter festlegt und chemisch umgewandelte Cannabinoide verbietet. Diese umfassende Änderung droht, eine Vielzahl von Hanf-basierten Produkten bis November 2026 wieder in den Anhang I zu drängen, wodurch ein erheblicher Teil des durch das Farm Bill von 2018 etablierten Hanfmarktes effektiv ausgelöscht wird
Der abrupte Politikwechsel hat Besorgnis unter Cannabis-Betreibern ausgelöst, die eine umfassendere bundesstaatliche Durchsetzung befürchten. Die Heritage Foundation, ein prominentes konservatives Think Tank, hat sich seit langem für eine Rückkehr zu strengeren Cannabis-Vorschriften ausgesprochen. Ihre Haltung ist, dass ohne die Genehmigung der FDA der interstaatliche Cannabisvertrieb illegal bleiben sollte, unabhängig von den Gesetzen der Bundesstaaten. Dies steht im Einklang mit den Zielen von Project 2025, die bundesstaatliche Macht zu zentralisieren, was möglicherweise den Weg für eine verstärkte bundesstaatliche Intervention in staatlich legale Cannabis-Märkte ebnet
Paul J. Larkin Jr., eine zentrale juristische Stimme der Heritage Foundation, argumentiert, dass Cannabis unter strenger bundesstaatlicher Kontrolle bleiben sollte. Er behauptet, dass die FDA botanisches Cannabis nie als sicheres und wirksames Medikament genehmigt hat und daher die bundesstaatliche Aufsicht nicht gelockert werden sollte. Larkins Perspektive legt nahe, dass selbst wenn Cannabis neu eingestuft wird, das Fehlen einer FDA-Genehmigung den interstaatlichen Handel weiterhin illegal machen würde, was einen festen Griff auf die Cannabisindustrie aufrechterhält
Die Auswirkungen dieses Hanfverbots gehen über Hanfprodukte hinaus und betreffen die gesamte Cannabisindustrie. Die überarbeitete Definition von Hanf schließt nun lebensfähige Cannabis-Samen aus, die zuvor unter dem Farm Bill von 2018 als legal galten. Diese Änderung schließt effektiv den interstaatlichen Saatgutmarkt, der für die Cannabis-Innovation und Züchtung entscheidend war, ab. Die neuen Vorschriften klassifizieren Samen basierend auf dem THC-Potenzial der Pflanzen, die sie produzieren, und erschweren damit die rechtliche Landschaft für Züchter und Anbauer
Der politische Prozess hinter dem Hanfverbot war bemerkenswert intransparent, da die Gesetzgebung schnell und ohne öffentliche Debatte verabschiedet wurde. Diese rasche Verabschiedung hat Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit zukünftiger restriktiver Maßnahmen gegen Cannabis geweckt. Mitch McConnell, der einst die Legalisierung von Hanf unterstützte, hat die neuen Beschränkungen stillschweigend unterstützt, was auf einen Wandel in der politischen Haltung hin zu einer konservativeren Einstellung zur Cannabis-Regulierung hindeutet
Mit Blick auf die Zukunft steht die Cannabisindustrie unter einer potenziellen, an Project 2025 ausgerichteten Verwaltung vor einer unsicheren Zukunft. Die Konsolidierung der bundesstaatlichen Macht könnte zu einer strengeren Durchsetzung der Cannabisgesetze führen, wobei der Anhang III als Werkzeug für eine verstärkte Regulierung genutzt werden könnte. Dieses Szenario stellt erhebliche Herausforderungen für staatlich legale Cannabis-Märkte dar, da Bundesbehörden neue regulatorische Rahmenbedingungen nutzen könnten, um Kontrolle auszuüben. Die Branche muss wachsam und proaktiv bleiben, um sich in diesen sich entwickelnden rechtlichen Landschaften zurechtzufinden