
Tschechische Regierung stoppt CBD-Verbot zur Neubewertung der Vorschriften
Die tschechische Regierung hat ihr CBD-Verbot pausiert, um Vorschriften neu zu bewerten und klare Richtlinien angesichts von Bedenken über synthetische Verbindungen wie HHC zu schaffen
Key Points
- 1Tschechische Regierung setzt CBD-Verbot zur Überprüfung der Vorschriften aus
- 2Bedenken über synthetische Verbindung HHC beeinflussen Entscheidung
- 3EIHA kritisiert fehlende Anerkennung von Hanfextrakten als traditionelle Lebensmittel
- 4EU-Vorschriften und EFSA-Bewertungen komplizieren den CBD-Markt
- 5Tschechische Republik erkundet umfassendere Cannabis-Legalisierung
Die tschechische Regierung hat beschlossen, ihr vorgeschlagenes Verbot von CBD-Produkten auszusetzen und stattdessen die Vorschriften rund um die Substanz weiter zu studieren. Diese Entscheidung folgt auf die Ankündigung von Premierminister Petr Fiala, dass eine Arbeitsgruppe beauftragt wurde, klare und vorhersehbare Regeln für aus Hanf gewonnene Produkte zu entwickeln. Der ursprüngliche Vorschlag zielte darauf ab, alle Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika, die Cannabinoide enthalten, vom Markt zu entfernen, was einer strengen Auslegung der EU-Vorschriften entsprach
Das gestoppte Verbot wurde teilweise durch Bedenken über HHC, eine synthetische Verbindung, die die psychoaktiven Effekte von Cannabis nachahmt, vorangetrieben, die in mehreren EU-Ländern, einschließlich der Tschechischen Republik, an Bedeutung gewonnen hat. Die Regierung gab im März Warnungen gegen HHC aufgrund potenzieller Gesundheitsrisiken heraus. Das Europäische Beobachtungszentrum für Drogen und Drogensucht hat ebenfalls Alarm geschlagen über HHC, was die regulatorische Landschaft für CBD-Produkte in der Region weiter kompliziert
Premierminister Fiala betonte, dass das Verbot erhebliche Auswirkungen auf Nutzer und Unternehmer in der Tschechischen Republik gehabt hätte. Die European Industrial Hemp Association (EIHA) hat die tschechische Regierung dafür kritisiert, dass sie Hanfextrakte mit natürlichen Cannabinoidwerten nicht als traditionelle Lebensmittel anerkennt. Der Verband fordert ein dreistufiges Sicherheitssystem, das CBD-Produkte basierend auf ihrer Konzentration kategorisiert und plädiert für einen ausgewogenen und transparenten Entscheidungsprozess
Das Urteil der Europäischen Kommission von 2020, dass CBD kein Betäubungsmittel ist und als Lebensmittel im Rahmen der EU-Gesetzgebung eingestuft werden kann, spielt eine entscheidende Rolle in dieser regulatorischen Debatte. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat verschiedene CBD-Formen auf Marktzulassung geprüft, sah sich jedoch Herausforderungen bei der Bewertung dieser Produkte gegenüber, was zu wiederholten Pausen im Antragsprozess führte. Diese Komplexitäten verdeutlichen die Notwendigkeit eines kohärenten regulatorischen Rahmens in ganz Europa
Mit Blick auf die Zukunft verpflichtet sich die tschechische Regierung, eine Lösung zu finden, die allen Interessengruppen, einschließlich Verbrauchern und Unternehmen, zugutekommt. Vizepremierminister Ivan Bartoš äußerte Optimismus, dass ein Konsens erreicht werden kann, der den Interessen der breiteren Gemeinschaft dient. In der Zwischenzeit erkundet das Land eine umfassendere Legalisierung von Cannabis, was auf einen progressiven Wandel in seinem Ansatz zu Cannabinoiden hinweist