
Ukrainischer Präsident Zelensky setzt sich für die Legalisierung von medizinischem Cannabis ein
Präsident Zelensky fordert die Legalisierung von medizinischem Cannabis in der Ukraine zur Unterstützung der Genesung von Kriegstraumata und hebt dessen therapeutisches Potenzial sowie den Bedarf an legislativen Maßnahmen hervor
Key Points
- 1Präsident Zelensky fordert die Legalisierung von medizinischem Cannabis in der Ukraine
- 2Der Vorschlag zielt darauf ab, Traumata aus dem Russland-Ukraine-Konflikt zu behandeln
- 3Ein Reformgesetz wurde vom Kabinett Zelensky genehmigt und wartet auf die Genehmigung des Parlaments
- 4Gesundheitsminister Liashko betont die dringende Notwendigkeit von cannabisbasierten Behandlungen
- 5Ukraines Schritt steht im Gegensatz zu Russlands strenger Anti-Cannabis-Haltung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelensky hat die Legalisierung von medizinischem Cannabis gefordert, um den Bürgern zu helfen, mit den durch den anhaltenden Krieg mit Russland verursachten Traumata umzugehen. In einer Rede vor dem ukrainischen Parlament betonte Zelensky die Notwendigkeit, globale Best Practices zu übernehmen, um das Leiden der Ukrainer zu lindern. Er forderte die Gesetzgeber auf, cannabisbasierte Medikamente zu legalisieren, die durch wissenschaftliche Forschung gestützt und unter ukrainischer Kontrolle produziert werden
Zelenskys Einsatz für medizinisches Cannabis ist nicht neu, da er bereits während seiner Präsidentschaftskampagne im Jahr 2019 Unterstützung geäußert hat. Er beschrieb den Zugang zu Cannabis-Tinkturen als 'normal' und hob deren potenzielle therapeutische Vorteile hervor. Die ukrainische Regierung hat bereits Schritte in Richtung Legalisierung unternommen, mit einem Reformgesetz, das im vergangenen Jahr vom Kabinett Zelensky genehmigt wurde, das jedoch noch auf die Genehmigung des Parlaments wartet
Die vorgeschlagene Gesetzgebung, die von Gesundheitsminister Viktor Liashko vorangetrieben wird, zielt darauf ab, die Verwendung von Cannabis für medizinische, industrielle und wissenschaftliche Zwecke zu regulieren. Liashko betonte die dringende Notwendigkeit solcher Maßnahmen, um notwendige Behandlungen für Krebspatienten und Menschen, die aufgrund des Krieges unter posttraumatischem Stress leiden, bereitzustellen. Er unterstrich die Bedeutung zeitnaher Maßnahmen angesichts der Auswirkungen des Konflikts auf die psychische Gesundheit
Die Legalisierung von medizinischem Cannabis in der Ukraine würde einen bedeutenden politischen Wandel darstellen, insbesondere im Gegensatz zu Russlands strenger Haltung gegen Cannabisreformen. Russland hat sich konsequent gegen internationale Legalisierungsbemühungen im Bereich Cannabis ausgesprochen, kritisiert Länder wie Kanada und nutzt seine restriktiven Politiken in diplomatischen Spannungen mit den Vereinigten Staaten. Dazu gehört die hochkarätige Inhaftierung des amerikanischen Bürgers Marc Fogel wegen des Besitzes von medizinischem Cannabis
In die Zukunft blickend könnte die Legalisierung von medizinischem Cannabis in der Ukraine eine entscheidende Lebensader für die von kriegsbedingten Traumata Betroffenen bieten. Während das Land die Herausforderungen des Konflikts bewältigt, könnte die Annahme progressiver Gesundheitspolitiken für viele Ukrainer ein Lichtblick sein. Der laufende Gesetzgebungsprozess wird entscheidend dafür sein, den Zugang zu medizinischem Cannabis in der Ukraine zu bestimmen, mit potenziellen Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen und die gesundheitlichen Ergebnisse im Inland