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Umweltauswirkungen des Cannabis-Anbaus lösen Debatte während der Legalisierungsdiskussionen aus
EuronewsIs cannabis farming destroying the planet? “Industrial farming for cannabis is bad for the environment. The land can’t take it anymore.” 20/04/2021

Umweltauswirkungen des Cannabis-Anbaus lösen Debatte während der Legalisierungsdiskussionen aus

Die Umweltauswirkungen des Cannabis-Anbaus stehen unter Beobachtung, während die Branche wächst und die Legalisierungsdebatten fortgesetzt werden, was die Notwendigkeit nachhaltiger Praktiken hervorhebt

Key Points

  • 1Die Anbaumethoden für Cannabis haben unterschiedliche Umweltauswirkungen
  • 2Der Innenanbau ist am energieintensivsten und schädlichsten
  • 3Die Legalisierung könnte Umweltpolitik in die Branche integrieren
  • 4Nachhaltige Praktiken wie Trockenanbau können ökologische Schäden reduzieren
  • 5Das Vereinigte Königreich ist ein großer Cannabisproduzent, sieht sich jedoch mit Umweltproblemen konfrontiert

Während die globale Cannabisindustrie weiter wächst, nehmen die Bedenken hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen zu. Insbesondere die Methoden, die beim Cannabis-Anbau verwendet werden, stehen unter Beobachtung, wobei einige Experten warnen, dass industrielle Anbaumethoden schädlich für den Planeten sein könnten. Dr. Anthony Silvaggio von der Humboldt State University betont die Notwendigkeit nachhaltiger Praktiken und hebt die potenziellen Umweltschäden durch aktuelle Anbautechniken hervor

Das Vereinigte Königreich, obwohl es der größte Produzent und Exporteur von medizinischem Cannabis ist, hat die Umweltauswirkungen seiner Produktionsprozesse noch nicht vollständig adressiert. Laut Euronews ist die Debatte über die Legalisierung im Vereinigten Königreich im Gange, aber die ökologischen Folgen des Cannabis-Anbaus bleiben ein kritisches Thema. Verschiedene Anbaumethoden, wie Freiland-, Gewächshaus- und Innenanbau, haben jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf die Umwelt, wobei der Innenanbau am energieintensivsten ist

Der Freilandanbau von Cannabis wird im Allgemeinen als am wenigsten schädlich für die Umwelt angesehen, da er natürliche Ressourcen wie Sonnenlicht und Regenwasser nutzt. Allerdings sind der Einsatz chemischer Pestizide und die Möglichkeit einer geringeren Erntequalität bemerkenswerte Nachteile. Der Gewächsanbau bietet einen Mittelweg, bei dem die Umweltauswirkungen minimiert werden können, wenn künstliches Licht vermieden wird. Der Innenanbau, obwohl beliebt wegen seiner hochwertigen Erträge, wird für seinen übermäßigen Energieverbrauch und Wasserverbrauch kritisiert

Experten wie Jouke Piepenbrink von Dutch Passion argumentieren, dass der Umstieg auf Gewächshäuser den Energieverbrauch erheblich reduzieren könnte. Er schlägt vor, dass der ökologische Fußabdruck des Cannabis-Anbaus minimiert werden könnte, indem künstliches Licht vermieden und nachhaltigere Praktiken angenommen werden. Diese Perspektive wird von Dr. Silvaggio geteilt, der der Meinung ist, dass das Verbot zur Umweltverschmutzung beiträgt, indem es die Anbauer zu unregulierten, schädlichen Praktiken drängt

Die potenzielle Legalisierung von Cannabis im Vereinigten Königreich könnte eine Gelegenheit bieten, Umweltpolitik in die Branche zu integrieren. Dr. Dominic Corva vom Humboldt Institute for Interdisciplinary Marijuana Research weist darauf hin, dass die Legalisierung, wenn sie mit strengen Umweltvorschriften gekoppelt wird, die negativen Auswirkungen des Cannabis-Anbaus mildern könnte. Er setzt sich für Techniken wie Trockenanbau und Mischkulturen ein, um den Wasserverbrauch und die Abhängigkeit von Pestiziden zu reduzieren

Trotz der Herausforderungen wächst der Cannabismarkt in Europa, mit einer steigenden Nachfrage nach sowohl medizinischen als auch Freizeitprodukten. Die Pandemie hat diesen Trend weiter beschleunigt, wie eine Studie von Alphagreen zeigt, die ein signifikantes Wachstum im Verkauf von CBD-Produkten berichtete. Während sich die Branche weiterentwickelt, wird die Integration nachhaltiger Praktiken entscheidend sein, um Umweltbedenken zu adressieren und gleichzeitig die Verbrauchernachfrage zu erfüllen

Experten warnen, dass ohne bedeutende Veränderungen die Umweltauswirkungen des Cannabis-Anbaus sich verschlechtern könnten. Die Umsetzung grüner Politiken und die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden werden als wesentliche Schritte zur Minderung der ökologischen Auswirkungen der Branche angesehen. Die laufende Debatte im Vereinigten Königreich könnte einen entscheidenden Moment für die Gestaltung der Zukunft des Cannabis-Anbaus mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit darstellen

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